Es bleibt völlig offen, ob Schwenningens Top-Scorer Max Görtz bei den Wild Wings bleibt. Foto: Eibner

Es gibt neue Nachrichten von den Personalplanungen der Wild Wings für die kommende DEL-Saison. Die beiden Angreifer Brett Pollock und Tomas Zaborsky sind kein Thema mehr für eine Vertragsverlängerung. Offen ist weiterhin, ob Topscorer Max Görtz und die beiden Verteidiger Colby Robak und Maximilian Adam bleiben.

Wild-Wings-Sportdirektor Christof Kreutzer kann sich nur kurz einmal über die Osterfeiertage entspannt zurücklehnen. In der kommenden Woche geht es dann weiter mit den intensiven Personalplanungen für die nächste DEL-Saison. Am vergangenen Sonntag beobachtete er zum Beispiel vor Ort das Schweizer Play-off-Halbfinale zwischen ZSC Lions und dem HC Fribourg in Zürich. Eventuell wird Kreutzer auch bei der WM in Finnland live dabei sein, um einen bestimmten Kandidaten für die Wild Wings noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fünf Kontingentstellen von geplanten neun sind bereits vergeben

17 Spieler stehen bereits für den neuen Kader der Wild Wings für die Saison 2022/23 fest. 25 Profis sind insgesamt eingeplant. Von den zunächst neun angedachten Stellen an Kontingentspielern sind bisher fünf – an Torhüter Joacim Eriksson, Verteidiger John Ramage sowie die Angreifer Tylor und Tyson Spinks plus Ken André Olimb – vergeben.

Christof Kreutzer brachte am Donnerstag klar zum Ausdruck, dass sich die in der vergangenen Saison angriffsschwachen Wild Wings vor allem in ihrer Offensive punktuell verstärken wollen. "Wir brauchen neue Spieler, die nicht nur Verantwortung übernehmen, sondern auch in engen Spielen in der Lage sind, den Deckel zum Sieg für uns draufzumachen. Von diesen Spielertypen hatten wir in der vergangenen Saison zu wenige."

Großer neuer Vertrag für Niclas Burström in Schweden

Als Abgänge stehen fest: Goalie Ilya Andryukhov, Verteidiger Niclas Burström (er unterschrieb gerade einen Dreijahresvertrag beim schwedischen Erstligisten IK Oskarshamn) sowie die Stürmern Jordan George (Norwegen), Maximilian Hadraschek (Ravenbsburg), Travis Turnbull (Straubing), Brett Pollock und Tomas Zaborsky (beide Ziel unbekannt).

Offen ist noch, ob Colby Robak, Maximilian Adam und Top-Scorer Max Goertz in Schwenningen bleiben.

Topscorer Max Goertz würde gerne bleiben

Gerade die Personalie "Görtz" ist sehr spannend. "Max würde sehr gerne in Schwenningen bleiben, aber wir warten noch ab", macht Christof Kreutzer deutlich, dass er mit den Leistungen des Schweden insgesamt in der vergangenen Saison zufrieden war, aber die Suche nach einer Alternative für Görtz noch weiter läuft. Bei allen Pluspunkten und starken Eigenschaften von Görtz hätte sich der Sportdirektor noch mehr Konstanz in dessen Leistungsbild gewünscht. "Aber es kann mit einer Vertragsverlängerung mit Max auch schnell gehen. Wir werden es sehen", betont Kreutzer. Am finanziellen Rahmen liegt es jedenfalls zwischen beiden Verhandlungsparteien nicht.

Internationaler Spielermarkt birgt sehr viel Spannung

Christof Kreutzer ist sehr gespannt, wie sich der internationale Spielermarkt in den kommenden Wochen entwickelt. Viele Top-Spieler, die sich aus der KHL nun verabschiedet haben, werden die bisherigen Linien im Transferhandel kräftig verschieben. Der Wild-Wings-Sportdirektor erwartet einige Überraschungen und auch sehr gute Spieler auf dem Markt, die eventuell angesichts der neuen Entwicklung dann zu einem nie geglaubten guten Preis zu haben sind.

Offen ist bei den Wild Wings weiterhin, wer Co-Trainer von Chefcoach Harold Kreis wird und wer die seit vergangenen November verwaiste Stelle des Torhüter-Trainers einnimmt. "Wir arbeiten auch hier intensiv an den Lösungen", berichtet Christof Kreutzer.

Er gewährte am Gründonnerstag auch einen kleinen Einblick in die Saison-Abschlussgespräche mit allen Spielern des bisherigen Kaders. "Es sind nicht immer schöne Momente, aber sehr wichtige, weil man die vergangene Saison nochmals intensiv reflektiert und mit diesem Wissen gleichzeitig die Ausrichtung für die neue Runde in Angriff nimmt."

Christof Kreutzer: Abstiegsregelgung erfordert bei allen großes Umdenken

Christof Kreutzer machte abschließend auch bei seinem Rückblick auf die Saison der Schwenninger deutlich: "Die neue Abstiegsregelung in der DEL erfordert ein großes Umdenken bei Trainern, Spielern und Klubverantwortlichen. Es ist eine völlig neue Drucksituation in der Liga entstanden, die wir alle bisher noch nicht so kannten. Der Vorteil für uns ist, dass wir diese Erfahrungen in einem Kampf um den Klassenerhalt nun schon hinter uns haben und daraus viel lernen können. Andere Klubs in der DEL werden diese Erfahrungen in den nächsten Jahren erst noch machen müssen."