Schwenninger Coach zeigt seinem Team nochmals schöne Tore aus der vergangenen Saison. Am Freitag soll in der Helios Arena der erste Saisondreier her.
Nach ihrem vergangenen Vier-Punkte-Wochenende soll es für die Wild Wings (10./12) daheim gegen Red Bull München (5./18 – Freitag, 19.30 Uhr) und am Sonntag (16.30 Uhr) auswärts bei den Nürnberg Ice Tigers (11./12) in der DEL erfolgreich weitergehen. Um sich im nächsten Schritt zwischen Platz sechs und zehn zu etablieren, zählt bis zur baldigen Deutschland-Cup-Pause (noch vier Spiele) für die Neckarstädter jeder Punkt.
Die Vorbereitung
Steve Walker ist zwar erst seit anderthalb Jahren Cheftrainer, doch sein „Werkzeugkasten“, um ein Team weiterzuentwickeln, wird immer größer.
In dieser Woche legte der Schwenninger Coach in den Trainingseinheiten den Fokus zum Beispiel auf Torabschlüsse und der schnellen Verwertung von Rebounds vor dem Kasten. Seine Jungs sollten möglichst viele Erfolgserlebnisse haben. Walker möchte das positive Gefühl und Denken im Team weiter stärken. Damit aber nicht genug, schaltete der Schwenninger Trainer nach den Einheiten das Videogerät ein und ließ nochmals schöne Treffer aus der erfolgreichen Vorsaison Revue passieren. In Schwenninger Zeiten von verbesserungswürdigen Torquoten und mageren Powerplay-Prozentzahlen (Schlusslicht in der DEL) kann so eine Maßnahme absolut wirken.
Steve Walker bleibt sowieso immer positiv, hat bei seinem Videostudium der vergangenen Spiele erkannt, „dass bei uns auch vieles richtig läuft. Es fehlt für uns nicht viel, um mehr Erfolg zu haben.“
Sebastian Uvira und die personelle Lage
Der kuriose Aspekt, dass den Wild Wings in den bisher elf Saisonspielen in der regulären Spielzeit noch kein Sieg gelungen ist, belastet Angreifer Sebastian Uvira nicht: „Wir schauen immer nach vorne und wollen am Freitag gegen München ein nächstes Zeichen setzen.“
Michael Bitzer wird dann im Schwenninger Tor stehen. Steve Walker schließt Veränderungen in seinen Angriffsreihen nicht aus, will dies aber „kurzfristig“ entscheiden.
Red Bull und ein neuer Trainerstern am Himmel
Bei Red Bull München hat sich in den vergangenen anderthalb Wochen viel an der Bande getan. Nach der blamablen 1:2-Heimniederlage im neuen Schmuckkästchen SAP Garden gegen Schlusslicht Düsseldorf riss den Verantwortlichen in Sachen Coach Toni Söderholm der Geduldsfaden. Weil Sportdirektor Christian Winkler keine Veränderungen unter Söderholm seit der vergangenen unbefriedigenden Saison (Halbfinal-Aus gegen Bremerhaven) erkannte, wurde der Finne freigestellt.
Interimsmäßig übernahm Assistenzcoach Max Kaltenhauser das Münchner Team. Der 43-Jährige kam vor der Saison vom DEL2-Meister Regensburg neu nach München und kommt nach der knorrigen Art von Söderholm nun mit seiner Lockerheit bei den Spielern an. Kaltenhauser wird eine große Zukunft in der Trainerbranche von den Experten prophezeit.
Verteidiger Konrad Abeltshauser erklärte vor kurzem in der Münchner Abendzeitung, warum Kaltenhauser so viel Positives ausstrahlt. Ließ Söderholm den Spielern in einem engen Taktik-Schema kaum Luft zum Atmen, so setzt der Ex-Regensburger zwar auch viel Wert auf Struktur, aber ebenfalls auf kreative Freiheiten. Zu erkennen war dies beim zuletzt überzeugenden 4:0-Heimerfolg gegen Nürnberg. Bis zur Deutschland-Cup-Pause ist der Ex-Regensburger zunächst Cheftrainer auf Probe. Aber vielleicht wird auch viel mehr daraus.