Freude pur am späten Freitagabend: Effektive Wild Wings bejubeln in Augsburg ihren dritten Sieg in Folge. Foto: Eibner/Feiner

Die Wild Wings haben in der DEL am Freitagabend in Augsburg einen wichtigen 4:2-Sieg gefeiert. Herausragend waren bei gut spielenden Schwenningern Torhüter Joacim Eriksson und auch Boaz Bassen.

Sage und schreibe 66 Saves verbuchte Eriksson. Boaz Bassen bereitete zwei Treffer sehenswert vor. Mit nun acht Niederlagen in Folge verschärft sich die Krise beim DEL-Schlusslicht Augsburg. Wild-Wings-Angreifer Sebastian Uvira freute sich: "Wir haben über die 60 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft."Schon vorm Spielbeginn herrschte eine tolle Stimmung im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion. Beide Fanlager pflegen seit Jahren freundschaftliche Kontakte. 5571 Zuschauer waren gekommen, darunter auch rund 300 Schwenninger Anhänger.

Offener Schlagabtausch im ersten Drittel

Das erste Drittel war von einem rassigen Schlagabtausch geprägt. Die Wild Wings erwischten einen optimalen Start durch das 1:0 von Kapitän John Ramage nach 2:36 Minuten. Mitch Wahl hatte mit viel Übersicht vorbereitet. Aber Augsburg antwortete gleich mit guten Möglichkeiten durch Andrew LeBlanc und Thomas Trevelyan, doch Gästetorhüter Joacim Eriksson parierte glänzend. Auf der anderen Seite traf Boaz Bassen nur das Außennetz des Augsburger Gehäuses. Augsburg verdiente sich auf jeden Fall nach zwölf Minuten das 1:1 im Powerplay durch Sebastian Wännström.

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Schwenningen drückte weiter aufs Gaspedal. Boaz Bassen bereitete vorzüglich das 2:1 durch Florian Elias (16.) vor, der Panther-Schlussmann Markus Keller überwand. Ausgerechnet Elias, der aus Augsburg stammt und dessen Eltern sowie einige Freunde das Spiel live vor Ort beobachteten. Mit der 2:1-Führung für die Gäste ging es in die erste Drittelspause. Florian Elias lobte zu diesem Zeitpunkt sein Team: "Wir sind gut in die Partie gekommen und spielen sehr aggressiv."

Abschnitt zwei mit wenigen Höhepunkten

Das zweite Drittel blieb dann etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Partie wurde zwischenzeitlich verfahren. Beide Teams verloren etwas ihre spielerische Linie und konnten sich in dieser Phase kaum Torchancen herausarbeiten. Vor dem Schlussabschnitt stand es in diesem "Kampfspiel" immer noch 2:1 für die Wild Wings.

Augsburgs Angreifer Samuel Soramies, der von Bundestrainer Toni Söderholm eine Einladung zum Deutschland-Cup erhalten hat, bescheinigte seinem Team bis dato eine gute Leistung, "aber klar, wir müssen mehr Tore machen".

Das letzte Drittel

Der Schlussabschnitt lief für die Wild Wings optimal an. In der 43. Minute schloss Daniel Pfaffengut eine schöne Vorarbeit von Boaz Bassen zum 3:1 ab.

Die Panther antworteten mit wütenden Angriffen, doch der einmal mehr starke Joacim Eriksson wehrte gute Chancen von Braden Lamb und David Stieler ab. Doch Augsburg schaffte im Powerplay den 2:3-Anschluss durch Adam Johnson (50.). Die Neckarstädter hatten die optimale Antwort parat. In Überzahl schaffte Sebastian Uvira mit einem "One-Timer" (52.) das wichtige 4:2 für die Gäste, die dieses Ergebnis mit sehr großem Einsatz dann auch verdient nach Hause brachten. Für die Wild Wings geht es am Sonntag (15.15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG weiter.

Die Statistik

Augsburg – Wild Wings 2:4 (1:2/0:0/1:2). Tore: 0:1 Ramage (2:36 – Assists: Wahl und Indrasis), 1:1 Wännström (11:42/5:4 – Kuffner und LeBlanc), 1:2 Elias (15:01 – Bassen und Lajunen), 1:3 Pfaffengut 42:23 – Bassen und Lajunen), 2:3 Johnson (49:48/5:4 – Broadhurst/Clarke), 2:4 Uvira (52:17/5:4 – Ramage und Olimb). Strafen: Augsburg: 4 – Wild Wings: 8. Schüsse: 68:17. Schiedsrichter: Roman Gofman/Zsombor Palkövi. Zuschauer: 5571.