Was für ein Heimdebüt des Schwenninger Neuzugangs David Ullström! Gegen Nürnberg erzielte der Schwede (Mitte) nicht nur seinen ersten Treffer für die Wild Wings, sondern setzte dazu auch als Vorbereiter einige Akzente. Foto: Roland Sigwart

Die Wild Wings haben am Freitagabend in der DEL daheim gegen Nürnberg mit 5:2 einen wichtigen Sieg eingefahren und ihren Aufwärtstrend bestätigt. Perfekt verlief die Heimpremiere für Schwenningens Neuzugang David Ullström.

Die Schwenninger brannten im ersten Drittel vor rund 3000 Zuschauern gleich ein Feuerwerk ab. Die erste Strafe nutzten die Wild Wings in der 3.Minute zum 1:0 durch Phil Hungerecker. Kurios war dabei, dass der gebürtige Lüneburger den Treffer gegen seinen jüngeren Bruder Leon erzielte, der im Nürnberger Tor steht.

3:0 nach dem ersten Abschnitt

Doch weiter mit dem Feuerwerk der Neckarstädter: Brandon DeFazio und Sebastian Uvira besaßen gleich nach dem 1:0 gute Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung. Dafür sorgte ausgerechnet dann Schwenningens Neuzugang David Ullström mit dem 2:0. Alex Trivellato hatte von der blauen Linie abgezogen – der Schwede ("Ich möchte hier einer der Unterschiedsspieler sein") vollendete. Die Gastgeber drückten weiter aufs Gas, agierten positiv-aggressiv.

In der 15.Minute fiel das 3:0 durch John Ramage – David Ullström verbuchte hier einen Assistpunkt. Und die Ice Tigers? Sie saßen im ersten Abschnitt nicht nur zuviel auf der Strafbank (acht Minuten), sondern bekamen gegen hart stürmende Wild Wings in den ersten 20 Minuten spielerisch kaum Luft zum Atmen.

Torschütze Phil Hungerecker lobte sein Team in der ersten Pause: "Wir haben viel Verkehr vor dem Nürnberger Tor gemacht. Das war ein großer Schlüssel für die drei Tore."

Das zweite Drittel

Im zweiten Abschnitt standen sich die Ice Tigers mit ihren zu vielen Strafbank-Besuchen erst einmal weiter im Weg. Für die Wild Wings erzielte Ken André Olimb in der 36. Minute das 4:0. Erneut zählte David Ullström zu den Vorbereitern. In der letzten Phase des Mitteldrittels wurden die Gastgeber allerdings nachlässig und ließen noch zwei Treffer der Franken durch Patrick Reimer und Rick Schofield zum 4:2 zu.

Sebastian Uvira sorgt für die Entscheidung

Im letzten Abschnitt hatten die Schwenninger ab der 47. Minute zwei Unterzahlspiele zu überstehen. Es brannte um Schlussmann Joacim Eriksson aber nichts an. Dann lief die 55. Minute. Einen Konter der Wild Wings schloss Sebastian Uvira clever zum 5:2 ab. Die Vorentscheidung war gefallen. Diesen Heimsieg nach fünf Niederlagen in Serie in der Helios-Arena haben sich an diesem Abend konsequent gute Schwenninger auch verdient. Er wird für weiteres Selbstvertrauen sorgen.

Für die Wild Wings geht es am Sonntag (19 Uhr) beim starken DEL-Aufsteiger Frankfurt weiter, der zu den großen Überraschungen im ersten Saisondrittel zählt.

Die Statistik

Wild Wings – Nürnberg 5:2 (3:0, 1:2, 1:0). Tore: 1:0 Hungerecker (2:15/5:4 – Assists: Tyson Spink und Indrasis), 2:0 Ullström (9:41 – Trivellato und Spornberger), 3:0 Ramage (14:57 – Ullström und Indrasis), 4:0 Olimb (35:43/5:4 – Ullström und DeFazio), 4:1 Reimer (35:59 – Fox und Schofield), 4:2 Schofield (37;45 – Reimer und Fox), 5:2 Uvira (54:34 – Lajungen). Strafen: Wild Wings: 10 – Nürnberg: 12. Schiedsrichter: MacFarlane/Hinterdobler. Zuschauer: 3052.