Schwenningens Angreifer Phil Hungerecker (links) "heizt" der Straubinger Abwehr in dieser Szene ein. Foto: Eibner/Lägler

Die Wild Wings haben in der DEL am Freitag nach einem großen Kampfspiel daheim gegen die Straubing Tigers mit 3:2 verdient gewonnen.

Wild-Wings-Verteidiger Ville Lajunen hatte in der 56. Minute für das 3:2 gesorgt. Der Finne lobte sein Team: "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, es war sehr intensiv."

Gleich eine Pause aufgrund einer zerbrochenen Scheibe

Was für ein Auftakt! Nach nur 19 Sekunden war in der Helios-Arena eine Scheibe zu Bruch gegangen. Der erste Check von Wild-Wings-Stürmer Phil Hungerecker hatte für rund 1000 Scherbenstücke gesorgt. Sieben Minuten dauerte der Einsatz einer Ersatzscheibe – die Mannschaften hatten sich währenddessen wieder in ihre Kabinen zurückgezogen. Dann lief die Partie richtig an und Sebastian Uvira (Schwenningen) verzeichnete in der dritten Minute die erste Torchance des Abends.

Starkes erstes Drittel der Schwenninger

Dann jubelten die Schwenninger. Phil Hungerecker (5.) war penaltywürdig von Straubings Cody Lampl gefoult worden. Tylor Spink überwand wenige Sekunden später Straubings neuen Keeper Hunter Miska sicher zum 1:0. Die Wild Wings verzeichneten nun eine starke Phase – Sebastian Uvira erzielte für die Neckarstädter (6.) seinen ersten Pflichtspieltreffer zum 2:0. Aber die Tigers waren nach der Auszeit ihres Coaches Tom Pokel im Umschaltspiel nach vorne gefährlich und nutzten ihr Überzahlspiel in der 12. Minute durch Travis St. Denis zum 1:2-Anschluss. Kurz vor der ersten Drittelspause hatte Tylor Spink die nächste Schwenninger Großchance auf dem Schläger. Überhaupt hatte die Reihe mit den Spink-Brüdern plus Phil Hungerecker im ersten Drittel mächtig "Musik" gemacht. So sah es auch nach den ersten 20 Minuten Sebastian Uvira: "Bis jetzt machen wir ein sehr gutes Spiel, können vor allem offensiv einige Akzente setzen. Aber wir müssen bei den Straubinger Kontern weiterhin wachsam bleiben."

Straubing wird immer stärker

Im zweiten Abschnitt hatten die starken Niederbayern, bei denen Gästecoach Tom Pokal seine Angriffsreihen nun etwas umgestellt hatte, mehr Spielanteile – aber die Wild Wings verteidigten gut. In Unterzahl hätte per Konter Phil Hungerecker fast das 3:1 (25.) geschafft. Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson und eine taktisch disziplinierte Schwenninger Mannschaft brachten ihre 2:1-Führung in das letzte Drittel. Im Schlussabschnitt baute der Champions-Hockey-League-Teilnehmer wieder sofort Druck auf und glich verdient durch Jason Akeson 47.) aus, als bei Schwenningen Boaz Bassen gerade in der Kühlbox saß.

Ville Lajunen trifft entscheidend

In der nächsten Unterzahl für die Wild Wings wäre Ken André Olimb fast das 3:2 geglückt. In der 56. Minute war es soweit: Im Powerplay setzte Ville Lajunen seinen harten Schuss in den Straubinger Kasten. Die Wild Wings holten damit ihren zweiten Saisonsieg – Straubing hatte in der Helios-Arena seine erste Saisonniederlage kassiert. Am Sonntag (19 Uhr) geht es für die Wild Wings mit dem Spiel in Ingolstadt weiter.

Die Statistik

Wild Wings – Straubing 3:2 (2:1/0:0/1:1). Tore: 1:0 Tylor Spink (4:34/Penalty), 2:0 Uvira (5:47 – Assists: Wahl und Zernikel), 2:1 St. Denis (11:03 – Leier), 2:2 Akeson (46:09 – Scheid und Adam), 3:2 Lajunen (55:31 – Olimb und Trivellato). Strafen: Wild Wings: 12 – Straubing: 10. Schiedsrichter: Lasse Kopitz/Robin Gofmann. Zuschauer: 2606.