Eine enge Partie: Die beiden Wild-Wings-Spieler Mirko Höfflin (links) und Boaz Bassen (rechts) nehmen Nürnbergs Cole Maier in die „Zange“ Foto: Roland Sigwart

In der ausverkauften Helios Arena liefern sich beide Teams ein hartumkämpftes DEL-Spiel. Schwenninger geben zwei Mal eine Führung ab. Neckarstädter sind jetzt Achter.

Die Wild Wings haben am Sonntagabend in der DEL daheim gegen Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen. In der 63. Minute zog der formstarke Tyson Spink mit einem ICE-Antritt auf und davon und traf entscheidend.

 

Schwenningens Siegtorschütze Tyson Spink freute sich: „Ich habe vor dem 3:2 den Platz gesehen und bin durchgestartet.“

Die Personalien

Negative Nachrichten hatte es für die Schwenninger am Samstag vom DEL-Disziplinarausschuss gegeben. Nachträglich wurde Stürmer Alex Karachun nach einem Vergehen im Freitag-Spiel gegen Ingolstadt für zwei Spiele gesperrt. Gegen Nürnberg musste deshalb Coach Steve Walker seine Angriffsreihen etwas umbauen. Brandon McMillan rückte in die Reihe – neben Kyle Platzer und Philip Feist – vor. Matt Puempel (Oberkörperverletzung) fehlte weiterhin. Im Tor stand Joacim Eriksson – bei den Nürnbergern – Leon Hungerecker.

Das erste Drittel

Nach einer Gedenkminute für die Opfer des schrecklichen Anschlags in Magdeburg ging es in der ausverkauften Helios Arena los. Die Wild-Wings-Fans hatten sofort Grund zum Jubeln. Nach einem üblen Fehlpass von Nürnbergs Maximilian Merkl im Spielaufbau hinterm eigenen Tor sagte Schwenningens Daniel Neumann – nur 1:47 Minuten nach dem Spielbeginn – mit seinem ersten Saisontor zum 1:0 danke.

Nürnberg glich jedoch in der 10. Minute zum 1:1 aus. Beendruckend war, wie der DEL-Topscorer der Gäste, Evan Barratt, einen relativ schlechten Pass von William Graber noch – künstlerisch großartig – im Fallen zum Torerfolg verwertete.

Doch die Schwäne fanden schnell eine Antwort, nutzten eine ganze Fehlerkette der Ice-Tigers-Defensive in der 17. Minute zum 2:1 durch Tyson Spink, der hervorragend von seinem Zwillingsbruder Tylor angespielt wurde.

Schwenningens Torschütze Daniel Neumann sagte nach dem ersten Drittel: „Es ist bisher hart umkämpft. Wir müssen noch mehr Struktur in unser Spiel reinbringen. Es ist natürlich gegen einen Direktkonkurrenten im Kampf um die Pre-Play-off-Plätze ein sehr wichtiges Spiel.“

Das zweite Drittel

In der 31. Minute gab es Penalty für die Gastgeber, nachdem Sebastian Uvira gefoult worden war. Aber Tyson Spink scheiterte an Leon Hungerecker. Sekunden später hatte Wild-Wings-Kapitän Thomas Larkin Pech, als sein Schuss am Nürnberger Innenpfosten landete. Ice-Tigers-Verteidiger Justus Böttner hatte in den ersten 40 Minuten ein ausgeglichenes Spiel gesehen, „aber wir machen zu viele Fehler im Spielaufbau“.

Das dritte Drittel

In den letzten 20 Minuten konnten die Neckarstädter zunächst ein doppeltes Überzahlspiel nicht nutzen. Die Franken profitierten von einer schlechten Zuteilung der Wild Wings in deren Abwehr zum 2:2-Ausgleich durch Top-Verteidiger Owen Headrick (49.). Bis zum Ende der regulären Spielzeit besaßen beide Teams gute Chancen. Es ging in die Verlängerung.

Für die Wild Wings ging es in die 13. Overtime – für Nürnberg in die achte in Folge! In der 63. Minute fiel die Entscheidung – Tyson Spink sorgte mit einer tollen Einzelleistung für zwei wichtige Punkte. Der dritte Heimsieg in Folge war perfekt.

Wild Wings – Nürnberg 3:2 (1:0,0:0, 0:1 – 1:0) nach Verlängerung

Tore: 1:0 Neumann (1:47 – Assist: Uvira), 11 Barratt (9:27 – Graber), 2:1 Tyson Spink (16:06 – Tylor Spink), 2:2 Headrick (48:43) – 3:2 Tyson Spink (62:32 – Tylor Spink, Trivellato.

Strafen: Wild Wings: 0 – Nürnberg: 4.Schiedsrichter: Kohlmüller/Gofman.

Zuschauer 5070 (ausverkauft).