Eine Top-Verpflichtung: Für den neuen Verteidiger Eric Martinsson läuft es bei den Wild Wings immer besser. Foto: Roland Sigwart

Warum der Schwenninger Trainer nach dem Sechs-Punkte-Wochenende auch Kritikpunkte anbringt. In Dresden gehen Niklas Sundblad langsam die Antworten aus.

Die Wild Wings haben einen perfekten Re-Start nach der Deutschland-Cup-Pause hingelegt: Zwei Siege – zwei Shutouts eines überragenden Torhüter Joacim Eriksson. So etwas kommt in der DEL so oft vor, wie ein großes Rockkonzert in der Helios Arena.

 

Den Shutout-Rekord in der deutschen Eliteklasse hält Felix Brückmann, der am 7. Dezember 2016 im Wolfsburger Trikot vier Spiele in Serie ohne Gegentor geblieben war.

Die Devise von Steve Walker

Coach Steve Walker zeichnet aber auch aus, dass er im Erfolgsfall zurückhaltend bleibt – bei Niederlagen nicht alles negativ sieht. Für ihn zählt immer „die Goldene Mitte“.

Der Hintergrund: Top-Profi Walker will die Mannschaft immer weiter voranbringen. Der Begriff „Zufrieden“ kommt im Wortschatz des hart arbeitenden Coaches eigentlich kaum vor. Zurücklehnen bedeutet für ihn schon ein Schritt zurück.

So war es auch bei der Analyse von Steve Walker am Sonntagabend nach dem hochverdienten 3:0-Heimsieg gegen Iserlohn.

Der Schwenninger Trainer sprach natürlich erst einmal von einem „guten Wochenende für uns. Wir sind glücklich über die sechs Punkte. Für Mannschaft ist es ein sehr positives Gefühl, Joacim hinter sich zu haben.“

Dann zeigte Steve Walker aber auf die Punkte, die ihm gegen den Tabellenvorletzten nicht gefallen hatten: „Nach unserem 2:0 habe ich im letzten Drittel nicht mehr viel Gutes von uns gesehen. Wir waren in dieser Phase zu passiv und die Gesamtkonstruktion unseres Spiels hat nicht mehr gestimmt. So etwas darf sich nicht wiederholen.“

Eric Martinsson

Endlich und überfällig! Im 19. Saisonspiel traf der Schwenninger Top-Verteidiger erstmals für die Wild Wings am Sonntag beim 1:0 gegen Iserlohn. Der Schwede war nach dem Schlusszeichen glücklich: „In erster Linie über unseren zweiten Sieg an diesem Wochenende und auch über meinen ersten Treffer. Da ist mir eine Stein von der Schulter gefallen. Ich hoffe, dass ich jetzt nicht noch einmal 19 Spiele dafür brauche“, sagt und lachte er.

Mit zehn Scorer-Punkten (1/9) ist Eric Martinsson – rein statistisch – aktuell der beste Schwenninger Defensiv-Mann. Bei den Eiszeiten (20:27 Minuten) belegt der Linksschütze intern bei den Feldspielern Platz eins.

Dem 33-Jährigen gefällt es bei den Schwänen bestens: „Das sind alles großartige Jungs. Die Trainer machen eine sehr gute Arbeit. Mir gefällt unsere Spielweise sehr. Wenn wir jetzt noch etwas mehr Konstanz in unsere Leistungen reinbekommen, können wir nach der Hauptrunde in den Top 6 stehen.“

Niklas Sundblad wirkt immer ratloser

DEL-Schlusslicht Dresden, an diesem Mittwoch (16.30 Uhr) schon wieder Gastgeber der Wild Wings, kassierte am Sonntag in Köln eine herbe 0:5-Schlappe. Eislöwen-Trainer Niklas Sundblad fiel nach dem Schlusszeichen nicht mehr viel ein: „Wir müssen weiterkämpfen. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt“, gab sich der Ex-Schwenninger Coach sogar schon etwas geheimnisvoll.