Thomas Larkin und Ben Marshall beenden ihre Karriere. 2300 Besucher verabschieden auch Tim Gettinger, Michael Bitzer, Chris Gibson und Baran Cicek.
Die Wild Wings haben sich am Ostermontag von 2300 Fans in der Helios Arena verabschiedet. Emotionale Höhepunkte waren die Abschiede von Ben Marshall und Kapitän Thomas Larkin, die beide ihre Karriere beenden. Die beiden Verteidiger, die jeweils drei Jahre für die Wild Wings spielten, erhielten von den vielen Fans minutenlang Standing ovations.
Ben Marshall
Ben Marshall zeigte sich ergriffen: „Ich bin unglaublich dankbar, meine Profi-Eishockeykarriere als Spieler der Wild Wings beenden zu dürfen. Diese Stadt ist wirklich ein ganz besonderer Ort, um Eishockey zu spielen, und ich werde die Erinnerungen, die ich hier gesammelt habe, immer in Ehren halten. Nach elf Jahren im Profi-Eishockey ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich freue mich auf das, was vor mir liegt, und auf die neuen Abenteuer, die mich erwarten.“
Thomas Larkin
Wenig später wurde Thomas Larkin, der seine Frau und die beiden Töchter mit auf die Bühne gebracht hatte, feierlich verabschiedet. Sein italienischer und Schwenninger Teamkollege Alex Trivellato sprach für die Wild-Wings-Mannschaft: „Thomas, du bist ein unglaublicher Typ und Eishockeyspieler. Wir sind stolz darauf, mit dir in einem Team gespielt zu haben.“
Der scheidende Kapitän kämpfte mit den Tränen: „Ich bin unzähligen Menschen unendlich dankbar dafür, dass sie diese Reise möglich und unvergesslich gemacht haben – viel zu vielen, um sie hier alle aufzuzählen. An alle, die dieses Abenteuer mit mir geteilt, mir geholfen, Opfer gebracht oder es gemeinsam mit mir erlebt haben: Ich danke euch von ganzem Herzen, es wird für immer ein Teil von mir bleiben.Danke für das Privileg, Schwenningen vertreten haben zu dürfen. Es war mir eine Ehre, dieses Trikot zu tragen und diese Community zu repräsentieren. Meine Familie und ich danken euch für drei unvergessliche Jahre.“
Wild-Wings-Geschäftsführer Stefan Wagner betonte, „dass uns jeder einzelne Abschied weh tut. Wir sind stolz darauf, dass sie für uns gespielt haben.“
Weitere personelle Neuigkeiten – Vertragsverlängerungen oder Spielerverpflichtungen – wollen die Schwenninger Verantwortlichen zeitnah verkünden.
Im Raum steht nun doch, dass die Spink-Brüder den deutschen Pass im Sommer erhalten sollen. Stefan Wagner hatte dies Anfang des Jahres noch skeptisch gesehen, da mehrere Anforderungsprofile dafür von den beiden Stürmern erfüllt werden müssen.
Der Blick in die Zukunft
Coach Steve Walker, der sich noch mittendrin in den Saison-Abschlussgesprächen mit einigen Spielern befindet, blickte noch einmal auf die Saison zurück: „Ja, wir können insgesamt zufrieden sein. Wir haben Köln zuletzt in eine dritte Verlängerung gezwungen. Aber wir möchten natürlich den nächsten Schritt schaffen.“
Top-Scorer Alex Karachun appellierte sogar regelrecht an die Fans: „Wir dürfen uns hier an diesem Standort nicht kleinreden. Es ist vieles möglich.“
Auch bei Stefan Wagner herrschte erst einmal nach dem Viertelfinal-Aus Enttäuschung pur: „Ich bin stolz darauf, dass die Mannschaft in einem schwierigen Dezember den Glauben an sich nie verloren hat. Wir arbeiten bereits daran, den nächsten Schritt zu schaffen.“