Thomas Larkin sagt: „Wir haben an uns selbst hohe Erwartungen. Wir brauchen schnell wieder Erfolgserlebnisse.“ Foto: Eibner/Lägler

Schwenningens Kapitän zeigt sich momentan frustriert, aber auch kämpferisch: „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es so nicht mehr weitergehen kann.“ Der 33-Jährige fordert vor allem wieder mehr „Konstanz“.

Die Wild Wings (11. Platz/sechs Punkte) haben sich ihren Saisonstart in der DEL anders vorgestellt. Es gibt einige Gründe. Für Kapitän Thomas Larkin steht fest: „Unsere Mannschaft kann viel mehr. Wir müssen es aber schnell auf dem Eis wieder zeigen.“ Wir sprachen mit dem 33-jährigen Verteidiger über die Stimmungslage im Team und über Lösungsansätze, bevor es am Freitag für die Wild Wings in der Kölner Lanxess Arena gegen die Haie geht.

 

Thomas Larkin, am freien Montag waren Sie mit ihren Mannschaftskollegen und den Familien aufgrund einer Sponsoren-Einladung zu Gast auf dem Cannstatter Volksfest. Eine Teambuilding-Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt?

(lacht). So kann man es auch sehen. Dieser Ausflug hat uns jedenfalls allen gut getan. Der Zusammenhalt ist immer sehr wichtig. Man bekommt so etwas den Kopf frei.

Wie ist die Stimmungslage im Team nach einem enttäuschenden Saisonstart?

Wir sind alle im Moment frustriert, weil wir uns alle nach sieben Spielen etwas anderes vorgestellt haben. Die Jungs gehen sehr selbstkritisch mit sich um, bleiben aber auch positiv. Es ist in so einer Situation sicherlich ein Vorteil, dass ein Großteil der Mannschaft noch da ist. Wir kennen uns gut und wir wissen, dass unser Team viel mehr kann. Wir müssen es aber wieder umsetzen. Es ist noch kein Grund zur Panik. Aber wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es so nicht mehr weitergehen kann. Wir brauchen schnell wieder Erfolgserlebnisse.“

Wie erleben Sie jetzt Ihren Coach Steve Walker, nachdem dieser erstmals mit den Wild Wings in so einer nicht einfachen Situation steckt?

Der Coach hat sich in den vergangenen Wochen nicht verändert. Dafür ist er viel zu viel Profi und weiß, dass es nicht immer nur gut läuft. Aber natürlich dauern die Meetings bei uns gerade länger, weil es viel zu besprechen und aufzuarbeiten gibt. Uns passieren zu viele Fehler.

Wo liegen für Sie die Gründe, dass es momentan nicht rundläuft?

Wir müssen es endlich schaffen, über 60 Minuten konstant zu spielen, ein Spiel wieder zu kontrollieren. Wir hatten in den ersten Spielen Phasen drin, in denen wir nicht hundertprozentig bereit waren. Es kann nicht sein, wie wir beispielsweise im ersten Drittel am Sonntag gegen Straubing aufgetreten sind.

Ist Ihr Team nach einer starken Vorsaison vielleicht zu selbstsicher in diese neue Runde gegangen?

Es mag vielleicht gerade den Anschein erwecken. Aber das stimmt nicht. Wir haben hohe Erwartungen an uns selbst. Aber wir haben alle vor dieser Saison gewusst, dass wir uns alles neu erarbeiten müssen. Dies haben wir genug in der Kabine thematisiert.