Die Wild Wings – hier Mirko Höfflin gegen ERC-Keeper Devin Williams – verkauften sich hervorragend gegen den DEL-Spitzenreiter und hätten mehr als den einen Punkt verdient gehabt. Foto: Roland Sigwart

Schwenninger zeigen in der Helios Arena gegen den DEL-Spitzenreiter eine beeindruckende Vorstellung. Joacim Eriksson wird zum zweiten Mal Vater.

Die Wild Wings haben sich in der DEL am Donnerstag daheim gegen den Spitzenreiter Ingolstadt teuer verkauft und verloren unglücklich mit 4:5 nach Verlängerung.

 

Die Personalien

Torhüter Joacim Eriksson war nicht dabei. Dies aus einem erfreulichen Grund. Seine Lebensgefährtin Amanda brachte am späten Mittwochabend den zweiten Sohn namens Eddy zur Welt. Eriksson wurde vertreten durch Michael Bitzer. Dieser Plan lag für den Fall der Fälle schon die ganze Woche in der Schublade. Angreifer Teemu Pulkkinen pausierte dieses Mal.

Bei den Ingolstädtern stand der formstarke, vermeintliche Backup Devin Williams im Tor. Längerfristig wird Angreifer Enrico Henriquez beim Spitzenreiter verletzungsbedingt ausfallen.

Das erste Drittel

Dieses begann schon mit der schon gewohnten Donnerstag-Protestaktion der Schwenninger Fans, die dieses Mal neben den Transparenten die Partie mit einem gellenden Pfeifkonzert begannen. Doch dieses Szenario ging schnell in Jubel über, denn in Unterzahl gelang Kyle Platzer nach 122 Sekunden der 1:0-Führungstreffer der Wild Wings.

Unter den Augen des auf Besuch weilenden Ex-Schwenninger Verteidigers Eric Long (Saison 2003/04) entwickelte sich schon das Auftaktdrittel zu einem Turbo-Duell. Ingolstadt demonstrierte seine Klasse – selbstbewusste Wild Wings hielten gut dagegen.

Der Spitzenreiter glich nach einem blitzschnellen Umschaltspiel durch Daniel Pietta (10.) aus. 74 Sekunden später – erneut bei einem rasanten Konter – zog Sam Ruopp aus der Distanz zum 2:1 für Ingolstadt ab. Schwenningens Antwort darauf folgte nur 14 Sekunden später durch Zach Senyshyn (14.Saisontreffer), der einen Schlagschuss von Alex Karachun noch erfolgreich abgefälscht hatte – 2:2.

Wild-Wings-Geschäftsführer sah in der ersten Pause „ein gerechtes Ergebnis bisher in einem sehr unterhaltsamen Spiel“.

Das zweite Drittel

Im Mittelabschnitt setzte sich das enge Geschehen fort. Die Oberbayern gingen in der 26. Minute durch Daniel Schmölz mit 3:2 in Führung. Dann wendeten die Wild Wings das Blatt mit zwei Powerplay-Treffern – von Tyson Spink (33.) und durch Phil Hungerecker (39.) – zum 4:3.

Tylor Spink lobte sein Team vor dem Schlussdrittel: „Wir kommen gut hinter die Ingolstädter Verteidigung, haben gemerkt, dass sie nicht jede Scheibe so gut klären können.“

Die Entscheidung

Im Schlussabschnitt baute Ingolstadt sehr viel Druck auf, doch die Neckarstädter verteidigten stark. Im Gegenzug vergab Alex Karachun (54.) eine Großchance. Es war unglaublich spannend. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende zog Gästecoach Mark French seinen Torhüter – Ingolstadt glich zum 4:4 durch Schmölz (58.) aus.

Die Entscheidung fiel in der Verlängerung. Jordan Murray musste eine Strafe absitzen – dies nutzten die Gäste 51 Sekunden vor einem möglichen Penaltyschießen mit dem 5:4 durch Daniel Schmölz.

Statistik

Wild Wings – Ingolstadt 4:5 (2:2, 2:1, 0:1 – 0:1) n.V.

Tore: 1:0 Platzer (2:02/4:5 – Assist: Bassen), 1:1 Pietta (9:05 – Dunham, Schmölz), 1:2 Ruopp (10:29 – Bertrand), 2:2 Senyshyn (10:33 – Karachun, Murray), 2:3 Schmölz (25:21 – Sheen, Ruopp), 3:3 Tylor Spink (32:56/5:4 – Höfflin, Tyson Spink), 4:3 Hungerecker (38:37/5:4 – Tyson Spink), 4:4 Schmölz (57:44/6:5 – Ellis), 4:5 Schmölz (64:09/4:3).

Strafen: Wild Wings: 12 – Ingolstadt: 8.Schiedsrichter: Huber/Rohatsch.Zuschauer: 4392.