Die Wild Wings kämpften gegen München, als gäbe es kein Morgen mehr. Hier blockt Schwenningens Phil Hungerecker (links) einen Schuss von Ben Smith ab. Foto: Eibner/Feiner

Die Wild Wings boten am Donnerstagabend beim souveränen DEL-Tabellenführer Red Bull München eine vor allem kämpferisch starke Leistung und wurden mit einem 2:1-Sieg dafür auch belohnt. Damit beendeten die Schwenninger nach vier Niederlagen in Folge ihre Negativserie.

Die Münchner kassierten hingegen ihre erste Niederlage im neuen Jahr.

Schwenningens Siegtorschütze Alex Karachun freute sich nach dem Schlusszeichen: "Wir haben insgesamt eine richtig starke Leistung gezeigt."

Wild-Wings-Coach Harold Kreis hatte in München – wie angekündigt – seine Reihen im Vergleich zum 1:2 in Bietigheim etwas umgestellt. Im Tor stand Joacim Eriksson. Ins Team waren nach ihren Zwangspausen Verteidiger Peter Spornberger und Angreifer Phil Hungerecker zurückgekehrt. Zuschauen mussten David Ullström und Mitch Wahl.

Das erste Drittel

Die Schwenninger waren sofort gut drin im Spiel, verteidigten sehr giftig und verzeichnete durch Sebastian Uvira nach vier Minuten eine erste gute Chance. Der Spitzenreiter besaß zwar in den Folgeminuten mehr Spielanteile, doch die Wild Wings schlugen eiskalt zu (8.). Alex Karachun hatte Johannes Huß aufgelegt, der sich das Tordreieck der Münchner relativ lange ausschaute und dann Nationaltorhüter Mathias Niederberger zum 1:0 überwand. Wenig später vergaben Daniel Pfaffengut und Tylor Spink dicke Chancen. Die knappe Führung in der ersten Drittelspause war verdient für die Gäste. Dies sah Johannes Huß ebenso: "Wir sollten aber noch härter spielen", forderte er.

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Die zweiten 20 Minuten

Im zweiten Abschnitt knüpften die Neckarstädter nahtlos an ihre starke Leistung im ersten Drittel an. Joacim Eriksson zeichnete sich immer mehr gegen die Münchner Top-Angreifer um Christopher DeSousa aus. In ihrem dritten Unterzahlspiel des Abends kassierte der Außenseiter dann aber doch das 1:1. Patrick Hager hatte nach einem Pass von Andy Eder die Scheibe an Eriksson vorbei förmlich ins Schwenninger Tor "reingearbeitet" (33.). Vier Minuten später war Florian Elias auf der anderen Seite im Pech, als er nach einer Puckeroberung auf Niederberger zugesteuert war, aber sein Schuss nur die Münchner Latte traf. Mit dem 1:1 ging es in die zweite und letzte Pause. Patrick Hager konnte sich über sein 200. DEL-Tor nicht wirklich freuen: "Schwenningen spielt super mit einfachem Eishockey – und wir spielen bis jetzt einen großen Mist zusammen."

Der dritte Abschnitt

Im Schlussdrittel boten die Wild Wings gegen den Favoriten weiterhin ein offenes Spiel. Hager und Co. spielten es vor dem Schwenninger Tor zu kompliziert – die Gäste suchten immer und immer wieder den Weg zu einem Lucky Punch. Dieser gelang in der 58. Minute Nationalstürmer Alex Karachun, der auf dem Weg zum 2:1 ganz viel Power in seinen Schuss hineinlegte. Der Spitzenreiter fand darauf keine Antwort mehr. Um 21.45 Uhr war die Überraschung perfekt – die Wild Wings jubelten über drei Big Points im Kampf um einen Playoff-Platz.

Das nächste Spiel

Für die Wild Wings geht es am Sonntag (16.30 Uhr) daheim im wichtigen Spiel gegen die Iserlohn Roosters weiter.

Die Statistik

München – Wild Wings 1:2 (0:1,1:0, 0:1).Wild Wings: Eriksson – Lajunen, Trivellato/Hungerecker, Tylor Spink, Tyson Spink – Ramage,Huss/Karachun, Neumann, Indrasis – Weber, Spornberger/Uvira, Olimb, Elias – Zernikel/ Bassen, Pfaffengut, DeFazio.Tore: 0:1 Huss (7:12 – Assists Karachun und Lajunen), 1:1 Hager (32:45/5:4), 1:2 Karachun (57:12). Strafen: München: 6 – Wild Wings: 12. Zuschauer: 4762 (darunter rund 100 Schwenninger Fans).