Sebastian Uvira bejubelt gemeinsam mit Tyson Spink seinen Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Am Ende gewannen die Wild Wings gegen Frankfurt mit 7:2. Foto: Roland Sigwart

Die Schwenninger Wild Wings haben einen starken x:x-Heimsieg gegen die Löwen Frankfurt eingefahren. Nach einem turbulenten ersten Drittel behielten die Gastgeber im weiteren Spielverlauf die Nerven.

Neunter gegen Elfter, 65 gegen 63 Punkte – als die Schwenninger Wild Wings am Freitagabend die Löwen Frankfurt empfingen, war eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten. Und genau das bekamen die Zuschauer in der Helios-Arena. Die kriselnden Wild Wings begannen druckvoll und schienen gewillt, nach dem 1:4 am Mittwoch in Straubing und nur zwei Siegen aus den letzten neun Spielen zurück in die Erfolgsspur zu finden.

 

Das anfängliche Engagement wurde in der siebten Minute belohnt: Nach einem Angriff über die rechte Seite scheiterte zunächst Brandon McMillan noch an Löwen-Schlussmann Thomas Greiss, doch Mirko Höfflin stocherte die Scheibe im Nachfassen ins Tor. Die Frankfurter Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Ausgerechnet der Ex-Schwenninger Daniel Pfaffengut bestellte knapp eine Minute später nach einem schnellen Gegenangriff mit einem herrlichen Abschluss den Ausgleich für die Gäste.

Uvira und Ritchie zum 3:1

Den Wild Wings gelang noch vor Ende des ersten Drittels der erneute Führungstreffer, als ein Abpraller vor dem Schläger von Sebastian Uvira landete und dieser sich gekonnt durch zwei Verteidiger und an Greiss vorbei zum Torerfolg schlängelte. Wenig später komplettierte Brett Ritchie nach feiner Vorarbeit über die linke Seite von McMillan den Doppelschlag zum 3:1.

Vorentscheidung im zweiten Drittel

Im zweiten Spielabschnitt starteten die Wild Wings erneut mit viel Intensität – und belohnten sich erneut mit einem frühen Treffer. Tylor Spink reagierte nach einem Scheibengewinn schnell, bediente Philip Feist an der Bande entlang, so dass dieser auf das Frankfurter Tor zulaufen konnte. Mit etwas Glück brachte Feist den Puck zum 4:1 im Gehäuse unter. War das bereits die Vorentscheidung? Wenn nicht dieser Treffer, dann wohl jener zum 5:1 in der 36. Minute: McMillan bediente bei einem erneuten Konter den auf der linken Seite gestarteten Höfflin mustergültig und dieser ließ sich sein zweites Tor des Abends nicht nehmen.

Mit dem Vier-Tore-Vorsprung starteten die Wild Wings mit Rückenwind ins letzte Drittel – und ließen in diesem nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Kurz nach Wiederbeginn der nächste Stich ins Herz der Löwen. Alexander Karachun eroberte in Unterzahl die Scheibe, sprintete alleine in Richtung Thomas Greiss und behielt beim Abschluss die Nerven. 6:1!

Auch Ritchie mit Doppelpack

Die Gäste schafften es auch in der Folge nie wirklich, großen Druck auf die Schwenninger Defensive auszuüben. Joacim Eriksson konnte in seinem 200. DEL-Spiel die ein oder andere Parade zeigen, wurde aber keineswegs zu einer Glanzleistung gezwungen. Auf der anderen Seite setzte Brett Ritchie mit seinem zweiten Treffer vier Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt zum 7:1 – das i-Tüpfelchen auf einer dominanten Leistung der Wild Wings. Das Tor zum 2:7 durch Erik Brown war lediglich Ergebniskosmetik für die Löwen.

Statistik

Schwenninger Wild Wings – Frankfurter Löwen 7:2 (3:1, 2:0, 2:1).

Tore: 1:0 Höfflin (Spielminute 06:29 – Assists: McMillan und Senyshyn), 1:1 Pfaffengut (07:37 – Brace), 2:1 Uvira (15:12 – Tyson Spink, Tylor Spink), 3:1 Ritchie (16:14 – McMillan), 4:1 Feist (23:46 – Tylor Spink), 5:1 Höfflin (35:37 – McMillan, Senyshyn), 6:1 Karachun (41:02/4:5), 7:1 Ritchie (55:51 – Karachun, Platzer), 7:2 Brown (59:02 – McNeill, Niehus).

Strafen: 13 – 9.

Schiedsrichter: Sean MacFarlane, Zsombor Palkovic.

Zuschauer: 5070.