Endlich: Verteidiger Will Weber kehrt nach längerer Verletzungspause zurück. Er wird mit seiner Erfahrung dem Schwenninger Team guttun. Foto: Eibner

Der Plan der Wild Wings: Am Freitag daheim den DEL-Spitzenreiter mächtig ärgern. Will Weber und Tyson Spink kehren zurück. Warum Coach Steve Walker zuversichtlich ist.

Die Schwenninger Fans können sich im vorletzten Heimspiel vor der Olympia-Pause (Freitag, 19.30 Uhr) auf ein Knaller-Duell freuen: Es kommt der souveräne DEL-Tabellenführer Köln (14 Punkte Vorsprung vor Mannheim).

 

Doch dies macht dieses Highlight nicht allein aus: Die Haie sind auf Rekordjagd. Nach 14 Siegen in Folge habe sie clubintern schon mal eine Bestmarke für ihr Geschichtsbuch aufgestellt. Folgen noch zwei Siege in Folge, dann hat Köln in der DEL-Historie hier auch Mannheim (Saison 2001/02) überholt. Aber vielleicht kommt es am Freitag für die Kölner in der Helios Arena ganz anders und es heißt: Haie, bitte wieder aussteigen!

Die Wild Wings (10./54) brauchen in Sachen Playoff-Qualifikation jeden Punkt. Mit dem Rückenwind des 5:2-Sieges in Bremerhaven gehen die Neckarstädter in die schwere Aufgabe gegen die Rheinländer.

Was Steve Walker und Alex Karachun sagen

Soll Steve Walker die Stärken der Kölner nennen, dann weiß der Schwenninger Coach nicht, wo anfangen und nicht wo aufhören. Aber er zeigt sich zuversichtlich: „Wir müssen aufgrund des starken Powerplays von Köln natürlich von der Strafbank wegbleiben. Wichtig ist, dass wir unser Spiel durchziehen. Wir haben in unserem vergangenen Duell in Köln (5:6 Anm.d.Red.) fünf Tore geschossen. Darauf können wir aufbauen.“

Auch Angreifer Alex Karachun glaubt, dass er sich mit seinem Team bei diesem Kraftakt gut verkaufen kann: „Uns liegen in dieser Saison die starken Gegner in der Liga. Wir müssen bei uns bleiben. Wir haben die freien Tage in der Olympiapause vor Augen und wollen noch einmal viel Energie in diese letzten drei Spiele reinwerfen.“

Die Personalien

Personell gibt es bei den Wild Wings positive Nachrichten vor dem Wochenende: Der lange an der Hand verletzte Verteidiger Will Weber kehrt zurück und wird den Schwenningern mit seiner Erfahrung in dieser wichtigen Saisonphase sehr guttun. Außerdem ist Top-Scorer Tyson Spink wieder fit. Hingegen kuriert Sebastian Uvira seine Gehirnerschütterung aus und absolviert Schritt für Schritt das von der DEL vorgeschriebene medizinische „Return to play-Protokoll“. Mit dem Stürmer wird erst nach der Olympiapause wieder zu rechnen sein.

Der Kölner Traum von der Meisterfeier

In Köln träumt so mancher Eishockey-Fan schon von dem Meistertitel nach 24 Jahren. In 2002 war der Schwenninger Andy Renz dabei, als die Haie letztmals den Titelgewinn feierten. Die Euphorie rund um den Traditionsclub ist riesengroß. Als erster europäischer Eishockey-Club könnten die Raubfische bei den Zuschauerzahlen die 18 000er-Marke (im Schnitt bei den Heimspielen) in dieser Saison durchbrechen.

Doch Kölns Geschäftsführer Philipp Walter tritt ein wenig dieser Tage auf die Bremse: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Die Playoffs sind praktisch wie eine neue Saison“, wird Walter, der früher auch für den SC Freiburg tätig war, zitiert.

Klar ist aber, dass die Kölner Verantwortlichen in dieser Saison bereits vieles richtig machten. Vieles wurde auf den Weg gebracht, damit sich Trainer Kari Jalonen nach der Saison mit einem Meistertitel aus der Domstadt in sein Heimatland Finnland verabschieden kann.

Was die Kölner besonders aktuell auszeichnet? Zum Beispiel sehr viel Scheibenkontrolle, die Scoring-Verantwortung wird auf viele Schultern (MacLeod/Russell, Bokk, Kammerer) verteilt. Die Nachverpflichtung von Torhüter Janne Juvonen war im Herbst ein Volltreffer. Es könnte wieder einmal ein großartiger Eishockey-Abend in der Helios Arena werden.