Walker-Team zeigt daheim in einem sehr intensiven Duell eine gute Leistung, doch die Aufholjagd bleibt ohne Happy-End. Schwenningens Trainer sagt: „Es war ein sehr emotionales Spiel. Unsere Moral war positiv.“
Die Wild Wings haben ihr Heimspiel in der DEL am Sonntagabend gegen die Straubing Tigers nach einer guten Leistung mit 3:4 nach Penaltyschießen unglücklich verloren. Die Schwenninger Aufholjagd nach einem 1:3-Rückstand wurde am Ende nur mit einem Punkt belohnt.
Die Stimmen der Trainer
Wild-Wings-Coach Steve Walker blickte zurück: „Es war ein sehr emotionales Spiel, das mir insgesamt sehr gefallen hat. Am Ende ist es etwas enttäuschend für uns, aber unsere Moral nach dem 1:3-Rückstand war positiv.“
Straubings Trainer Tom Pokel bilanzierte: „Es war ein wildes Spiel mit Emotionen pur. Das hatte Play-off-Charakter. Beide Teams haben um jeden Punkt gekämpft. Die Wild Wings waren stark. Wir sind froh über die zwei Punkte, die unser Torhüter Zane McIntyre festgehalten hat.“
Die Personalien
Kyle Platzer war nach seiner Zahn-Operation wieder dabei, spielte allerdings in der vierten Reihe als Center zwischen Philip Feist und Daniel Neumann. Boaz Bassen rotierte raus. Im Tor löste Joacim Eriksson wieder Michael Bitzer ab, der in Nürnberg gut gehalten hatte.
Bei den Tigers stand Zane McIntyre im Tor. Der gesperrte Travis St. Denis fehlte.
Das erste Drittel
Im Auftaktdrittel machten die Wild Wings sofort ordentlich Druck. Zach Senyshyn und Mirko Höfflin verzeichneten die ersten guten Chancen für die Gastgeber in einem von Beginn an intensivem Duell. Die Gastgeber besaßen die besseren Möglichkeiten, doch das 1:0 machte Straubing (19.). In Überzahl hatte Schwenningens Verteidiger Jordan Murray einen Scheibenverlust in der neutralen Zone.
Michael Connolly stürmte auf und davon und brachte die Tigers in Führung.
Gästestürmer Tim Fleischer sagte in der ersten Drittelspause: „Es ist schwer hier zu spielen. Wir wollen die Null hinten möglichst lange halten.“
Das zweite Drittel
Im zweiten Abschnitt begannen die Tigers offensiver, doch die Wild Wings belohnten sich für eine bis dahin gute Leistung mit dem 1:1 durch Phil Hungerecker (2.Saisontor/26).
Dann aber hatten Wild Wings unerklärliche Aussetzer beim Konterspiel der Gäste: In nur 19 Sekunden (28.) stellten die Niederbayern durch die Treffer von Michael Clarke und Elis Hede den Zwischenstand auf 3:1. Zwischendurch hatte Schwenningens Torschütze Hungerecker noch eine Disziplinarstrafe erhalten. Gegen die kompakte Defensive der Straubinger kamen die Wild Wings in den den Folgeminuten einfach nicht durch. Mit 1:3 ging es in den Schlussabschnitt.
Vor diesem kritisierte Phil Hungerecker: „Wir sind noch nicht hart genug vor dem Straubinger Tor. Wir müssen sie noch mehr in ihrem Drittel unter Druck setzen.“
Das dritte Drittel
Hier war nur eine Minute gespielt, als die Neckarstädter in Überzahl durch Tyson Spink auf 2:3 verkürzten. In der 46. Minute gab es für druckvolle Schwenninger einen Penalty, den allerdings Jordan Murray vergab. Doch die Wild Wings waren dran. Es war eine hektische Schlussphase, den Schiedsrichtern entglitt etwas das Geschehen. In der 48. Minute erhielten Will Weber, Daryl Boyle (beide Wild Wings) und die Straubinger Taylor Leier sowie Danjo Leonhardt nach einem großen Fight jeweils Fünf-Minuten-Strafen.
28 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Tylor Spink zum verdienten 3:3-Ausgleich.
Die Entscheidung
In der Overtime waren die Wild Wings das bessere Team, konnten allerdings ein Powerplay nicht nutzen. Es ging ins Penaltyschießen. Die ersten fünf Schützen trafen nicht, dann netzte Elis Hede entscheidend für Straubing zum 4:3 ein.
Die Statistik
Wild Wings – Straubing Tigers 3:4 (0:1,1:2,2:0 – 0:1) n.P.
Tore: 1:0 Connolly (18:37/4:5 – Assist: Brunnhuber), 1:1 Hungerecker (25:59 – Tyson und Tylor Spink), 1:2 Clarke (27:35), 1:3 Hede (27:54), 2:3 Tyson Spink (41:00/5:4, 3:3 Tylor Spink (59:32) – 3:4 Elis Hede.
Strafen: Wild Wings: 20 plus zehn Minuten für Hungerecker (28.)– Straubing: 20.Schiedsrichter: Schrader/Ansons.Zuschauer: 4566.