Sonntagabend in der Helios Arena: Die Wild Wings feiern mit ihren Fans die dritte Playoff-Qualifikation in Folge. Foto: Sven Lägler

Steve Walker und Joacim Eriksson sagen: „Heimrecht wird elementar wichtig.“ Der Torhüter verrät auch, ob er einen Lieblingsgegner hat. Gernot Tripcke erlebt „Hattrick“ live mit.

Sonntag, 21.15 Uhr in der Schwenninger Helios Arena: Der entscheidende 2:1-Sieg der Wild Wings gegen Augsburg steht fest. Zum dritten Mal in Folge haben sich die Neckarstädter für die Playoffs qualifiziert. Die Mannschaft feiert noch lange auf dem Eis mit ihren Fans. Auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, der seit Jahren den Eishockey-Standort Schwenningen ausdrücklich lobt, ist live dabei. Einmal pro Saison besucht Tripcke die Wild Wings: Gespräche führen – Informationsaustausch. Diesmal war er Augenzeuge eines besonderen Abends.

 

Stefan Wagner

Auch Geschäftsführer Stefan Wagner genoss für einen Moment den „Hattrick“ – unter seiner Regie – der Playoff-Qualifikation: „Das macht uns schon etwas stolz. In dieser Saison war es aber auch phasenweise sehr anstrengend, unser Ziel zu erreichen“, blickt Wagner zum Beispiel auf den sportlich schwarzen Dezember zurück. „Aber die Mannschaft hat immer an sich geglaubt. Unser Weg ist in dieser Saison noch lange nicht zu Ende. Es wäre für uns nun optimal, mit dem Heimrecht in die Pre-Playoffs zu gehen.“

Steve Walker

Coach Steve Walker, der ebenfalls für die drei Qualifikationen in Folge verantwortlich ist, zeigte sich erst einmal erleichtert, wie sein Team das enge Spiel gegen Augsburg über die Runden brachte. „Wir haben uns nach dem 1:0 kontinuierlich gesteigert.“

Für den Wild-Wings-Trainer ist klar: „Wir wollen diesen Moment etwas genießen, ein wenig relaxen. Aber wir werden es damit in dieser Woche sicherlich nicht übertreiben.“

Auch für Walker ist nun das Absichern des achten Platzes mit dem Heimrecht für die kurze Serie in den Pre-Playoffs „elementar“ wichtig.

Drei Fragen an Joacim Eriksson

Was dieses Heimrecht für Torhüter Joacim Eriksson („Mein Gefühl ist gerade großartig“) bedeuten würde? „Daheim haben wir unsere Fans im Rücken und viel Power. Das macht schon einen großen Unterschied aus.“

Ob er glaubt, dass sein Team einiges an Erfahrungen aus den vergangenen zwei Playoff-Teilnahmen nun mit in diese dritte Auflage nehmen kann? „Eine schwierige Frage, denn jede Playoff-Serie läuft anders. Wir sind in den letzten beiden Jahren gegen Straubing und gegen Nürnberg wirklich knapp gescheitert.“

Ob Joacim Eriksson für die Pre-Playoffs einen Gegner bevorzugt? Der gutgelaunte Schwede schüttelt am Sonntagabend mit dem Kopf: „Wir nehmen jeden Gegner. Vor allem zählt, dass wir von Spiel zu Spiel weiter hart arbeiten.“

Das Hauptrunden-Finale – der Pre-Playoff-Start

Für die Wild Wings geht es in der DEL-Hauptrunde am Freitag daheim gegen Iserlohn ins vorletzte Spiel der Hauptrunde. Am Sonntag (14 Uhr) wartet auswärts noch Mannheim. Die Adler (3./100) kämpfen noch um den begehrten zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Champions Hockey League berechtigt.

Pre-Playoff-Start ist für die Wild Wings dann am kommenden Dienstag – vielleicht daheim gegen Wolfsburg.

Das Restprogramm der Pre-Playoff-Kandidaten

Bremerhaven Pinguins (7./77):  Bremerhaven ist von den nachfolgenden Teams nicht mehr einzuholen. Freitag: A in Nürnberg. Sonntag: H gegen Dresden. Wild Wings (8./69):
Freitag: H gegen Iserlohn. Sonntag: A in Mannheim. Wolfsburg (9./68): Freitag: H gegen Köln. Sonntag: A in Augsburg. Nürnberg (10./65): Freitag: H gegen Bremerhaven. Sonntag: A in Frankfurt. Augsburg ( 11./59): Freitag: A in Ingolstadt. Sonntag: H gegen Wolfsburg.