Der Schwenninger Chefcoach zeigt sich mit dem Ist-Stand nach vielen Spielen zuletzt zufrieden. Dezember-Krise hat die Mannschaft stärker gemacht. Freie Tage tun jetzt gut.
Die stressige Phase mit sieben Spielen in nur 15 Tagen über Weihnachten und Neujahr ist für die Wild Wings vorbei. Insgesamt stehen für die Schwenninger in dieser DEL-Hauptrunde 2025/26 nur noch 14 Spiele an – davon sechs Partien bis zur Olympia-Pause, die für die DEL-Clubs am Mittwoch, 28. Januar, beginnt und bis zum 25. Februar dauert.
Die wichtigste Nachricht aus Sicht der Neckarstädter: Die Krise mit neun Niederlagen in Folge ist abgehakt. Seit der Wende mit dem eminent wichtigen 5:3 gegen Ingolstadt am 30. Dezember haben die Schwäne aus den vergangenen drei Spielen zwei Siege geholt und dabei zwölf Tore erzielt.
Das aktuelle Erfolgsrezept
Die Mannschaft ist offensiv wieder effektiver geworden, zeigt eine verbesserte Defensive und tritt mit viel Selbstvertrauen auf. Cheftrainer Steve Walker freut sich darüber, dass sein Team strukturiert spielt, insgesamt „viel Positives ausstrahlt“ und in den vergangenen Partien auch in engen Situationen „ immer bei sich geblieben ist“.
Top-Scorer Tyson Spink lobt, „dass bei uns jeder hinter jedem steht. Im Moment spielen wir wieder ein gutes Eishockey.“ Für Kyle Platzer war es wichtig, „dass wir auch bei dieser Niederlagen-Serie immer zusammengeblieben sind. Das ist in so einer nicht einfachen Situation nicht selbstverständlich.“
Jordan Szwarz bescheinigt seinem Team „viel Stabilität. Wir können jeden schlagen.“
Verteidiger Alex Trivellato hatte während der Negativserie immer wieder betont: „Wenn wir da rauskommen, werden wir gestärkt sein.“ So ist es nun gekommen.
Der Ausblick
Auch wenn die DEL-Tabelle erst an diesem Freitag begradigt wird (Die nun spielfreien Wild Wings und Dresden haben bereits jeweils 38 Spiele – die anderen zwölf Konkurrenten 37 Zähler), so kristallisiert sich heraus, dass die Schwäne (10./48) in den kommenden Wochen im Kampf um die Plätze acht bis zehn mitmischen werden. Wolfsburg (8./50) und Nürnberg (9./50) sind in Reichweite. Der achte Rang würde Heimrecht in den Pre-Playoffs bedeuten, was in der kleinen „Best of 3-Serie“ eminent wichtig ist.
Der Tabellensiebte Berlin (59) dürfte für die Wild Wings, für die es erst am Sonntagabend (19 Uhr) daheim gegen Straubing weitergeht, wohl nicht mehr einzuholen sein. Auf Platz sechs (Bremerhaven), der die direkte Playoff-Qualifikation für Schwenningen bedeuten würde, sind es schon 15 Zähler Rückstand.
Die erste Planung für die Olympia-Pause
Eine entscheidende Rolle über den Zieleinlauf der diesjährigen Hauptrunde wird noch die vierwöchige Olympiapause spielen. Die große Frage lautet: Welche Teams können mit dieser ungewohnt langen Rhythmusunterbrechung am besten umgehen?
Steve Walker plant in dieser Zeit für sein Team eine Mischung aus Regeneration und intensiver Trainings-und Testspielphase. Das Problem ist aktuell nur: Vergleiche mit anderen DEL-Teams sind in dieser Zeit nicht sinnvoll und auch nicht gewollt – und einige mögliche Gegner aus der Schweiz sind für Testspiele während Olympia (noch) nicht zu begeistern. Es wird auch eine spannende Zeit im Februar.