Auf den ersten Blick eine Überraschung: Felix Scheel wurde nicht für den dänischen Olympia-Kader nominiert. Dabei zeigte der Schwenninger Stürmer in den vergangenen Wochen in der DEL sehr gute Leistungen. Foto: Roland Sigwart

Welcher Wild-Wings-Spieler im Februar die Winterspiele nur als Zuschauer sieht. Ein Ex-Stürmer muss seine neuen Hoffnungen in Österreich schon wieder begraben.

Am 12. Februar wird das dänische Nationalteam gegen Deutschland in Mailand das erste Vorrundenspiel beim olymischen Eishockeyturnier bestreiten. Ein Name wird dann – auf den ersten Blick etwas überraschend – im dänischen Kader fehlen: Felix Scheel. Dabei hatte der Schwenninger Stürmer in den vergangenen Wochen sehr gute Leistungen bei den Wild Wings gezeigt, war auch in der Ländespielpause Anfang November für Dänemark im Einsatz gewesen. Doch der Olympiatraum von Felix Scheel ist geplatzt.

 

Stefan Wagner, der Wild-Wings-Geschäftsführer, sagt: „Ich hatte mir sehr eine Nominierung für Felix Scheel gewünscht. Er ist eine absolute Bereicherung für unsere Mannschaft und hat in dieser Saison bislang gute Leistungen gezeigt. Aber ich kann natürlich nicht aus der Distanz beurteilen, wie die Planungen und die Gedanken der Verantwortlichen in Dänemark für das Olympia-Aufgebot waren.“

Morten Green, der General-Manager der dänischen Eishockey-Nationalmannschaft, hat einen Kader für die Olympischen Spiele nominiert, der sowohl aus dänischen Profilen aus der NHL als auch aus Spielern aus den stärksten europäischen Ligen besteht.

Aus der DEL tauchen im dänischen Aufgebot bekannte Namen wie Matias Lassen (Iserlohn) die Bremerhavener Nikolaus B.Jensen, Phillip Brugisser, Christian Wejse sowie die beiden Kölner Frederik Storm und Patrick Russell auf.

Brett Ritchie

Von Olympia ist der frühere Schwenninger Brett Ritchie hingegen ziemlich weit weg. Der Angreifer hatte im ersten Halbjahr noch keinen neuen Verein gefunden. Dann kam das Try-Out-Angebot vom ICE-Hockey-League-Club Villacher SV. Acht Spiele (1 Tor/2 Assists) lang wurde Brett Ritchie unter die Lupe genommen.

Doch die Villacher Verantwortlichen sagten jetzt Nein zu einer endgültigen Verpflichtung des athletisch starken Angreifers. Auf der Homepage des Villacher SV ist beispielsweise zum Thema „Brett Ritchie“ zu lesen: „Die Vereinsführung hat nach eingehender interner Analyse entschieden, das Vertragsverhältnis vorzeitig zu beenden und künftig getrennte Wege zu gehen. Diese Entscheidung wurde nach intensiven Gesprächen und sorgfältiger Abwägung aller sportlichen Aspekte getroffen.Der Verein befindet sich weiterhin aktiv auf der Suche nach einem Center, um den Ausfall von Kapitän Alexander Rauchenwald bestmöglich zu kompensieren.“

Seine Zeit bei den Wild Wings

Im vergangenen Frühjahr hatte die Entscheidung in Schwenningen, ob Brett Ritchie ein Wild Wing für diese Saison weiterhin bleibt oder nicht, relativ lange gedauert. In 22 Spielen hatte der später verpflichtete Kanadier ab Januar 2025 für die Neckarstädter neun Tore und fünf Assists verbucht. Schade war damals, dass der 32-Jährige nach zunächst guten Leistungen in der DEL-Hauptrunde anschließend ausgerechnet in den Playoff-Spielen gegen Nürnberg etwas nachließ.

Nun ist Brett Ritchie weiterhin auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.