Die Schwenninger schließen das erste Viertel der DEL-Hauptrunde daheim mit einem Erfolgserlebnis und Rang acht ab. Die Tore fallen zu wichtigen Zeitpunkten.
Die Wild Wings haben in der DEL am Freitagabend daheim gegen Nürnberg mit 5:2 gewonnen und damit das erste Viertel der Hauptrunde positiv abgeschlossen.
Nach dem Spiel sagte Schwenningens Angreifer und Doppeltorschütze Alex Karachun: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir unter der Woche sehr viel Schusstraining gemacht haben.“
Die Personalien
Bei den Schwenningern gab es vor dem Spiel personell zunächst Entwarnung: Der zuletzt muskulär angeschlagene Topscorer Tyson Spink konnte auflaufen. Im Angriff setzte dafür Mirko Höfflin aus. Jordan Szwarz war im Line-up nach der Geburtstag seines zweiten Sohnes aus Übersee zurück.
In der Verteidigung rotierte Dominik Bittner raus. Im Tor stand Michael Bitzer für den erkrankten Joacim Eriksson.
Die Nürnberger Verletztenmisere wurde in dieser Woche um ein Kapitel angereichert, denn Cole Maier fällt nun auch für vier bis sechs Wochen aus. Das Tor in der Helios Arena hütete Niklas Treutle.
Das erste Drittel
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag der Schwäne: Nach nur 61 Sekunden nutzten die Gastgeber nach einem aggressiven Forechecking den Scheibenverlust von Nürnbergs Verteidiger Julius Karrer zur 1:0-Führung. Phil Hungerecker hatte in dieser Situation einen Schuss von Eric Martinsson erfolgreich vor Treutle abgefälscht.
In der Folgezeit gefielen die Neckarstädter durch ein schnelles Umschaltspiel von Defensive auf Offensive – die Franken spielten aber durchaus mit und erzielten in der achten Minute – etwas glücklich – den 1:1-Ausgleich durch den starken Evan Barratt.
In der elften Minute schoss Gästeverteidiger Karrer zum 2:1 ein – eigentlich schon haltbar für Bitzer. In diesen Minuten hatten die Wild Wings den Faden verloren. Alex Karachun war im Pech (17.), als er nur den Pfosten traf.
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt waren drei Minuten gespielt, als Schwenningen durch Arkadiusz Dziambor mit einem Distanzschuss den 2:2-Ausgleich erzielte. In den nächsten Minuten übten sich beide Teams in einem Abnutzungskampf – einige Fehler passierten auf beiden Seiten. Gut tat den Wild Wings das 3:2 durch Alex Karachun – Thomas Larkin hatte geschossen, die Scheibe prallte ans Schienbein des Torschützen – kurz vor dem Ende des zweiten Abschnitts.
So sah es auch Schwenningens Torschütze Arkadiusz Dziambor in der letzten Pause: „Das 3:2 bringt uns Schwung für das letzte Drittel, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Konter der Nürnberger hineinlaufen.“
Das dritte Drittel
In den letzten 20 Minuten agierten die Wild Wings konzentriert, verteidigten gut, besaßen mehr Spielanteile und schafften durch Alex Trivellato (48.) das vorentscheidende 4:2. Wenig später sorgte Alex Karachun für den 5:2-Endstand.
Statistik
Wild Wings – Nürnberg 5:2 (1:2, 2:0, 2:0).
Tore: 1:0 Hungerecker (1:01 – Assists Martinsson, Platzer), 1:1 Barratt (7:06), 1:2 Karrer (10:51 – Barratt), 2:2 Dziambor (22:26 – Hänelt), 3:2 Karachun (38:21 – Larkin, Bassen), 4:2 Trivellato (47:20 – Hungerecker, Platzer). 5:2 Karachun (48:58 – Tylor und Tyson Spink). Strafen: Wild Wings: 4 – Nürnberg: 6.
Schiedsrichter: Gofman – MacFarlane.
Zuschauer: 4655.