Schwenninger zeigen eine kompakte Mannschaftsleistung und siegen verdient. Für Joacim Eriksson ist es der erste Saison-Shutout.
Die Wild Wings haben am Freitag in der zum fünften Mal in Folge ausverkauften Helios Arena in der DEL gegen die Kölner Haie mit 2:0 verdient gewonnen. Die Gastgeber glänzten mit einem starken Verteidigen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung.Schwenningens Coach Steve Walker lobte sein Team nach dem Schlusszeichen: „Wir sind sehr stabil gestanden.“
Die Personalien
Bei den Schwenningern stand Joacim Eriksson im Tor. Matt Puempel, der nach seiner erlittenen Gehirnerschütterung kleine Fortschritte im Aufbautraining macht, fehlte ebenso wie der an der Schulter operierte Phil Hungerecker, der seinen Vertrag in Schwenningen bereits verlängert haben soll.
Bei den Haien war Julius Hadacek im Tor nominiert. Angreifer Brady Austin sagte vor der Partie: „Spiele gegen Schwenningen sind immer schwierig. Sie haben viele gute Spieler, bewegen sich schnell auf dem Eis und stellen einen immer wieder vor Probleme.“
Das erste Drittel
Dieses bot den über 5000 Zuschauern sofort ein attraktives DEL-Duell. Im Minutentakt gab es auf beiden Seiten tolle Abschlussaktionen zu sehen. Nur ein Tor fehlte in den ersten 20 Minuten noch. Der Bald-Mannheimer Justin Schütz besaß für Köln schon nach zwölf Sekunden die erste Großchance. Auf der anderen Seite hatte der in dieser Phase schon sehr präsente Brett Ritchie Pech, als die Scheibe nach einem Schuss nur knapp nicht über die Torlinie der Gäste rutschte. Philip Feist (17.) hatte ebenfalls die Schwenninger Führung auf dem Schläger.
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt wehrten die Wild Wings drei Unterzahlspiele ab und gingen in der 27. Minute nach einen Lehrbuch-Shorthander von Alex Karachun mit 1:0 in Führung. Schwenningen zeigte dann eine sehr kompakte Mannschaftsleistung und ging mit der knappen Führung ins Schlussdrittel. Torschütze Alex Karachun war allerdings nicht ganz zufrieden: „Für mich ist das noch zu viel Hin und Her wie bei einem Tennisspiel. Wir müssen Köln mehr in deren Drittel mehr beschäftigen.“
Das letzte Drittel
Doch die Neckarstädter waren auf der Siegerstraße. In der 51. Minute gelang Mirko Höfflin das 2:0. Zach Senyshyn hatte wenig später das mögliche 3:0 auf dem Schläger. Relativ sicher brachten die Schwenninger, die immer noch gute Chancen auf die direkte Play-off-Qualifikation haben, den Vorsprung über die Zeit. Am Sonntag (19.15 Uhr) geht es zu den Mannheimer Adlern.
Der Schwenninger Erzrivale ist wohl aus seiner Krise draußen. Mannheim feierte in Iserlohn am Freitag (4:2) den zweiten Sieg in Folge und ist nun ebenfalls heiß auf das Derby.
Die Statistik
Wild Wings – Köln 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Tore: 1:0 Karachun (26:55/4:5), 2:0 Höfflin (50:52). Strafen: Wild Wings 8 – Köln 6. Schiedsrichter: Anderson/Schadewaldt. Zuschauer: 5070 (zum fünften Mal in Folge ausverkauft).