Für Keeper Joacim Eriksson (rechts), Eric Martinsson (Mitte) und Co. war der 2:0-Auswärtssieg in Dresden ein hartes Stück Arbeit. Foto: PIX-Sportfotos/Manig

Die Schwenninger Wild Wings schlagen die Dresdner Eislöwen im ersten Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause in einem hart umkämpften Auswärtsspiel am Ende mit 2:0.

Vor den Augen von 4412 Zuschauern ging die Anfangsphase klar an die Gastgeber. Bereits nach einer halben Minute hatte Austin Ortega nach einem Schwenninger Scheibenverlust die erste große Chance für die Dresdner, scheiterte aber an Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson. Nachdem die Gäste, bei denen Alex Trivellato nach seinen Länderspiel-Einsätzen für Italien noch nicht im Kader stand, direkt am Anschluss auch schon das erste Powerplay überstehen mussten, fanden sie Schritt für Schritt besser in die Partie.

 

Senyshyn trifft

In der neunten Minute war es dann das Team von Headcoach Steve Walker, das als erstes zuschlug. Nach einem Doppelpass mit Phil Hungerecker suchte Zach Senyshyn auf der rechten Seite schnell den Abschluss und wurde sehr sehenswert mit seinem siebten Saisontor belohnt. In der Folge waren die Wild Wings die klar bessere Mannschaft, schafften es aber nicht, das 2:0 nachzulegen. Danny O’Regan scheiterte im Powerplay an Dresdens Schlussmann Juho Olkinuora und Tyson Spink brachte die Scheibe nach einem Rebound nicht im leeren Tor unter. Doch auch die Eislöwen – allen voran Andrew LeBlanc, der aus kürzester Distanz nur den Pfosten traf – ließen gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen.

Frühe Dusche für Karachun

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts musste Alexander Karachun wegen eines Checks gegen den Kopf von David Duvanto vorzeitig unter die Dusche und die Wild Wings in der Folge fünf Minuten in Unterzahl überstehen. Immerhin hieß es in zwei dieser fünf Minuten wegen einer Strafe gegen die Eislöwen Vier-gegen-Vier. Doch weder in dieser Phase noch im restlichen zweiten Drittel gelang dem Aufsteiger der Ausgleichstreffer – trotz teils hochkarätiger Chancen. Immer wieder scheiterten die Gastgeber am an diesem Abend einmal mehr überragenden Joacim Eriksson. So blieb es zunächst bei der knappen 1:0-Führung der Gäste.

Auch ein Dresdner fliegt

In einer weiterhin intensiv geführten Partie mit zahlreichen Strafen blieb auch im Schlussdrittel zunächst alles beim Alten: Die Eislöwen versuchten alles, um zum Ausgleich zu kommen, doch die Wild Wings hielten dem Druck stand – und waren selbst nun auch wieder besser im Spiel. In der 49. Minute handelte sich Dresdens Sebastian Gorcik nach einem Bandencheck gegen Hakon Hänelt die zweite Spieldauer-Strafe des Abends ein. Doch auch die anschließende fünfminütige Überzahl konnten die Wild Wings nicht zur Vorentscheidung nutzen.

1:45 Minuten vor dem Ende setzte Eislöwen-Coach Niklas Sundblad gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber alles auf eine Karte und nahm Olkinuora vom Eis. Belohnt wurde jedoch auch dieser Schritt nicht, im Gegenteil: 20 Sekunden vor der Schlusssirene traf Thomas Larkin ins leere Tor zum 2:0-Endstand.

Statistik

Dresdner EislöwenSchwenninger Wild Wings 0:2 (0:1, 0:0, 0:1).

Tore: 0:1 Senyshyn (08:15 – Vorlagen: Platzer, Hungerecker), 0:2 Larkin 59:41 – Empty Net)

Strafen: 46 – 38.

Schiedsrichter: Kohlmüller/Palkövi.

Zuschauer: 4412.