Halbzeitbilanz der Wild Wings nach den ersten 26 Spielen der DEL-Hauptrunde. Unterschied zu diesem Zeitpunkt im Vergleich zur fantastischen Vorsaison ist nicht groß.
Das aktuelle Programm in der DEL ist kompakt. Die Spieltage folgen Schlag auf Schlag. Dennoch sollte ein wenig Zeit bleiben, Zwischenbilanz zu ziehen. Die Hauptrunde in der Saison 2024/25 hat soeben mit 26 Spielen die erste Halbzeit hinter sich.
Der Leistungstrend bei den Wild Wings (8./36 – 79:76 Tore) zeigt vor dem Mittwoch-Spiel in Iserlohn nach oben. Zunächst in dieser Saison waren die Leistungen von Schwenningen in Ordnung, aber die Ergebnisse stimmten einige Male nicht. Seit dem Re-Start nach der Deutschland-Cup-Pause passt nun auch die Punkteausbeute.
Im Kampf um die Play-off-Plätze, zumindest sieben bis zehn, besitzen die Schwäne gute Chancen. Platz sechs (Köln/46) ist zwar zehn Zähler entfernt, doch bei der großen Anzahl der kommenden Spiele in den nächsten Wochen könnten die Wild Wings weiter aufholen.
Halbzeit-Gedanken von Steve Walker
Auf der Fahrt am Dienstag nach Iserlohn machte sich Coach Steve Walker auch ein paar Gedanken über die kommenden 26 Hauptrunden-Partien. Seine Vorfreude war klar herauszuhören: „Die Spiele werden noch enger und spannender als in den ersten Monaten. Unsere Entwicklung ist ein Prozess. Wir müssen das sehr gut machen, was wir in den Spielen beeinflussen können“, will der Schwenninger Coach an seiner Gewohnheit festhalten, nicht ständig auf die Tabelle zu schauen. Seine These: Gute Leistungen werden am Ende immer belohnt und zahlen sich aus.
Ein Vergleich mit 2023/24
In ihrer fantastischen Vorsaison standen die Wild Wings mit 42 Punkten – also nur sechs Zählern mehr – nach den ersten 26 Hauptrundenpartien auf Rang sieben. Der große Unterschied aber zu heute: Zum letzten direkten Play-off-Platz (Rang sechs) hatten die Schwäne nur einen Zähler Rückstand. Zwei Tore hatten sie zu diesem Zeitpunkt (81) mehr erzielt – die Anzahl an Gegentreffern (76) war gleich.
Auch interessant: Der Vorsprung zu Platz zehn (Mannheim/35) betrug für die Wild Wings damals sieben Punkte. Heute sind die Schwenninger punktgleich mit den Plätzen 9 (Wolfsburg) und 10 (Nürnberg – alle 36).
Der Ist-Stand – die Special Teams
Im Powerplay haben die Wild Wings (13,3 Prozent Erfolgsquote) die Rote Laterne an Augsburg (13,0) in den vergangenen Wochen abgegeben. Es bleibt weiterhin eine große Baustelle beim Walker-Team. Die Nürnberger verzeichnen aktuell mit 30.3 Prozent das beste Powerplay der Liga.
Im Unterzahlspiel ist der Wert der Schwenninger (Platz sieben, 80,2 Prozent) solide. Bremerhaven (1./89,9) betreibt momentan das beste Penalty-killing.
Bully-Quote und Teamstrafen
Beim Face-off ist bei den Wild Wings weiterhin Luft nach oben. Mit 45,74 Prozent Erfolgsquote stehen sie auf Platz 12. Die meisten gewonnenen Bullys gingen bislang an Mannheim (54,59).
In der Fair-Play-Tabelle nimmt das Walker-Team Rang neun mit 10,7 Strafminuten im Schnitt pro Spiel ein. Fairste Mannschaft sind die Kölner Haie (8,2).
Zuschauertabelle
Hier rangieren die Wild Wings mit 4695 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel auf Rang 10. Dieser Wert liegt absolut im grünen Bereich, wird sich aber in den nächsten Wochen noch erhöhen. Es führen die Kölner Haie mit 17 562 Besuchern durchschnittlich.
Zach Senyshyn
Eine persönlich überragende Saison spielt bei den Neckarstädtern bisher Zach Senyshyn, der zusammen mit Ty Ronning (Eisbären Berlin, jeweils 15 Treffer) Top-Torjäger der Liga ist. Interessant auch: Senyshyn nimmt bei der Plus/Minus-Statistik mit 16 plus immerhin den vierten Platz in der DEL ein.
Bester Topscorer der DEL ist aktuell Evan Barratt (Nürnberg, 8 Tore, 29 Assists/37 Punkte. Als bester Schwenninger steht hier Tyson Spink auf Platz 15 mit 23 Punkten (9/14).
Top-Torhüter und beste Verteidiger
Bei den Torhütern führt Kristers Gudlevskis (Bremerhaven) mit 94,1 Prozent Fangquote die Bestenliste an. Joacim Eriksson weist momentan 90,2 Prozent auf – Platz 13.
Bei den Verteidigern steht Ben Marshall mit 14 Punkten (2/12) als bester Schwenninger Defensiv-Akteur auf Platz 18. Hier führt der Ingolstädter Alex Breton (12/13/25) die Rangliste an.
Schwenningens „Dauerbrenner“
Die meisten Einsatzzeiten bei den Wild Wings verzeichnen bislang Thomas Larkin (19:56 Minuten im Schnitt pro Spiel), Jordan Murray (19:26) sowie Ben Marshall (17:54).