Die Wild Wings (hier Jordan Szwarz, links – gegen Luke Esposito) waren zumindest in den ersten 28 Minuten mit Mannheim auf Augenhöhe. Doch am Ende gewannen die Adler klar. Foto: Roland Sigwart

Am Ende steht eine klare 0:5-Heimniederlage der Schwenninger. Doch Phil Hungerecker sagt: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Kleinigkeiten haben es entschieden.“

Die Schwenninger unterlagen in ihrem ausverkauften Wohnzimmer nach einer anfangs guten Leistung am Ende klar mit 0:5 und rutschen auf den neunten Platz ab. Seit 254 Minuten! haben die Adler kein Gegentor mehr kassiert!

 

Die Ausgangslage

Bei den Wild Wings fehlten in der Abwehr die drei Routiniers Thomas Larkin, Alex Trivellato (beide beim italienischen Nationalteam) und Will Weber (verletzt). Im Angriff rotierte Tim Gettinger raus.

In den beiden Toren standen Joacim Eriksson und Maximilian Franzreb (Adler). Die Mannheimer kamen mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge mit 15:0 Tore.

Das erste Drittel

Für den Zuschauer war es sofort ein Genuss: Mannheimer Spielkunst gegen Wild Wings, die viel aktiver agierten als noch vor zwei Wochen (2:4) und ihre Chancen auch bekamen – plus einem Pfostenschuss von Zach Senyshyn.

Doch die Adler gingen in der 16. Minute im Powerplay (Überzahlstärkstes Team der DEL) mit 1:0 in Führung. Nationalspieler Matthias Plachta hatte energisch nachgesetzt. Gegen Ende des ersten Abschnitts verzeichneten die Wild Wings zwei gute Möglichkeiten durch Kyle Platzer (Break in Unterzahl) und Jordan Szwarz.

Adler-Torschütze Matthias Plachta war bis dahin zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben aber ja noch zwei Drittel, um uns noch weiter zu steigern.“

Das zweite Drittel

Im Mittelabschnitt setzten die Schwäne ersteinmal ihre gute Leistung aus dem ersten Drittel fort, besaßen zunächst mehr Spielanteile. Die Mannheimer mussten nun die Arbeitsschuhe anziehen. In der 28. Minute besaßen Phil Hungerecker und Senyshyn zwei große Chancen – fast im Gegenzug machten die Gäste – richtig clever – jedoch das 2:0. Ein Pass aus der neutralen Zone von Tom Kühnhackl landete beim freistehenden Kristian Reichel, der sein kurzes Solo erfolgreich abschloss.

Nur 146 Sekunden später stand es 0:3. Mannheimer machte – ohne Scheibe – viel Verkehr vor Eriksson – der Distanzschuss von Leon Gawanke schlug ein. Jetzt waren die eigentlichen Kräfteverhältnisse in der Arena wieder zurechtgerückt.

In der letzten Pause war Wild-Wings-Angreifer Alex Karachun sauer: „Mannheim spielt stark, aber wir müssen uns mehr als kompakte Einheit präsentieren. Die Harmonie stimmt in unserem Spiel vorne und hinten nicht.“

Das dritte Drittel

Im Schlussabschnitt waren zwei Minuten gespielt, als John Gilmour das 4:0 für die Badener erzielte. In der 57. Minute machte Anthony Greco mit dem 5:0 den Deckel drauf.

Statistik

Wild Wings – Mannheim 0:5 (0:1, 0:2, 0:2).

Tore: 0:1 Plachta (15:56/5:4), 0:2 Reichel (27:39 – Assists: Kühnhackl, Gawanke), 0:3 Gawanke (30:05 – Ehl), 0:4 Gilmour (42:00), 0:5 Greco (56:18/5:4 – Solow, Plachta). Strafen: Wild Wings: 8 plus zehn Minuten Tyson Spink (47.) – Mannheim: 8. Schiedsrichter: Kohlmüller/Mac Farlane. Zuschauer: ausverkauft.