Die Wild Wings sind heiß auf das Heimspiel-Wochenende gegen Mannheim (Freitag) und gegen Wolfsburg (Sonntag). Kommt in Dresden Pavel Gross für Niklas Sundblad?
Endlich einmal wieder ein komplettes DEL-Wochenende daheim! Nach dem langen, teilweise auch nervigen Deutschland-Trip in den vergangenen Tagen freuen sich die Schwenninger auf das Derby gegen Mannheim (Freitag, 19.30 Uhr) und gegen Wolfsburg (Sonntag, 16.30 Uhr).
Das Ziel ist aus Sicht der Schwäne (6./36) klar: Mit einer möglichst großen Punkteausbeute in beiden Spielen möchten Coach Steve Walker und sein Team eine gewisse Ruhe in die zuletzt verzeichnete „Achterbahnfahrt“ reinbringen. Oder anders ausgedrückt: Die Leistungen sollen gegen Mannheim und Wolfsburg wieder konstanter werden. Besonders aus den Fehlern im letzten Drittel in Nürnberg (5:4-Sieg nach Penaltyschießen – nach 4:2-Führung in der 47. Minute) wollen die Neckarstädter weiter lernen.
Große Vorfreude
Steve Walker, die Spieler und natürlich die Wild-Wings-Fans freuen sich auf den Freitagabend. Die Helios Arena wird ausverkauft sein. Derbys gegen Mannheim sind Eishockey-Festtage.
Aber der Schwenninger Coach fordert von seinen Jungs einen kühlen Kopf: „Ich weiß natürlich, was für eine Brisanz und Bedeutung dieses Derby für uns alle hier hat, besonders auch für unsere Spieler mit einer Mannheimer Vergangenheit. Die Adler haben das zweitbeste Powerplay und können auch mit sehr viel Geduld spielen. Wir müssen diszipliniert sein und ebenso in unseren Entscheidungen auf dem Eis nichts überstürzen.“
Erstmals erlebt auch Tim Gettinger ein Derby mit. Der Schwenninger Stürmer hat nach seiner achtwöchigen Verletzungspause gut ins Team zurückgefunden, erklärt aber auch: „In Nürnberg hatten wir uns ein anderes Ende erhofft. Wir müssen manche Dinge besser machen.“
Die Lage in Mannheim
Die Mannheimer erlebten am Dienstag in Köln ein Topspiel auf sehr hohem Niveau. Die 3:2-Entscheidung zugunsten der Haie fiel erst nach 24 Penaltys! Nicht nur dieses Spiel hat gezeigt, dass die Adler (3./44) in dieser Saison eine sehr gute Rolle spielen werden. Beim neu formierten Kader um Coach Dallas Eakins passt sehr viel. Die Mannheimer verzeichnen mit bisher 48 Gegentreffern unter den Top-Mannschaften mit Abstand die wenigsten Gegentore.
Dies vor allem auch, weil der Schwenninger Erzrivale mit Johan Mattsson (1,90 Gegentore im Schnitt) und Maximilian Franzreb (1,98) das beste Torhüter-Gespann der Liga hat. Dazu kommt Top-Verteidiger Nicolas Mattinen. Der Ex-Straubinger musste seinen NHL-Traum im Sommer erst einmal verschieben und nahm seinen Vertrag in Mannheim wahr. Mattinen ist auch Topscorer mit acht Toren und zwölf Assists, gefolgt von einem in ebenfalls starker Form befindlichen Matthias Plachta (6/13/19).
Was passiert in Dresden?
Keine Überraschung mehr ist das Personal-Beben beim abgeschlagenen Liga-Schlusslicht Dresden nach der 1:6-Heimpleite am Mittwoch im Kellerduell gegen Iserlohn. Trainer Niklas Sundblad und Sportdirektor Matthias Roos wurden freigestellt. „Niklas und ich haben die Verantwortung für unser bisheriges Abschneiden“, betonte Roos kurz nach dem Spiel. Vorübergehend übernimmt der bisherige Co-Trainer Petteri Kilpivaara.
Der zuletzt bei Sparta Prag entlassene Pavel Gross wird als möglicher neuer Chefcoach gehandelt. Die Frage ist nur, ob sich der frühere Mannheimer Meistertrainer dieses sportliche Höllenfeuer beim DEL-Aufsteiger antut.