Kurioser DEL-Spielplan: Nur zwei Wochen nach der Derby-Heimniederlage kreuzen die Mannheimer schon wieder in der Helios Arena auf. Am Sonntag warten die Eisbären.
Irgendwie ist dieser DEL-Spielplan in dieser Saison für die Wild Wings seltsam: Erst die Flut an Auswärtsspielen zum Rundenstart, dann zweimal in wenigen Tagen nach Dresden. An diesem Freitag (19.30 Uhr) geht es – nach nur zwei Wochen – daheim schon wieder gegen die Adler. Die Helios Arena ist dennoch ausverkauft.
Der Rückblick
Der Auftritt der Schwenninger (8./39) im bereits dritten Saisonderby gegen den Erzrivalen und Spitzenreiter aus Baden sollte besser sitzen, als bei der 2:4-Niederlage vor zwei Wochen. Zwei Drittel lang sahen nicht gut eingestellte Wild Wings kein Land gegen auftrumpfende Mannheimer. Mit 1:4 ging es in das Schlussdrittel. Was dann passierte, sollte den Schwänen für das kommende Duell aber Mut geben.
Die Mannschaft von Coach Steve Walker begann in den letzten 20 Minuten – endlich – aggressiv forezuchecken. Dies behagte den Adlern überhaupt nicht. Kyle Platzer stellte schnell auf 2:4 – Schwenningen besaß einige Chancen. Mannheim wackelte, kippte aber am 28. November nicht um.
Im Derby Nummer 3 gilt es für die Wild Wings, von Anfang an gegen dieses spielerisch – im Vergleich zu den Vorjahren – stark verbessertes Mannheimer Team voll da zu sein. Ein Erfolgserlebnis wäre nach einen Null-Punkte-Wochenende wichtig für die Neckarstädter.
Die Stärken des Schwenninger Erzrivalen
Aber die Hürde gegen aktuell sehr starke Adler ist für die Wild Wings hoch. Ein paar beeindruckende Fakten: Die Mannschaft um Coach Dallas Eakins besitzt mit bisher nur 50 Gegentoren die mit Abstand beste Abwehr der Liga – dies auch begründet darin, dass die Badener mit Maximilian Franzreb und Julian Mattson das stärkste Torhüter-Duo in ihren Reihen haben. Der Spitzenreiter hat momentan das beste Powerplay und mit Nicolas Mattinen einen Top-Verteidiger. Zuletzt gewann Mannheim souverän mit 4:0 in Straubing – und daheim mit 7:0 gegen Augsburg.
Schwenningens Coach Steve Walker weiß, was auf sein Team am Freitag zukommt: „Wir wollen die positiven Dinge aus dem Spiel gegen Ingolstadt nun mitnehmen und darauf aufbauen. Natürlich brauchen wir am Freitag eine sehr gute Leistung und wir müssen unsere Chancen besser nutzen als gegen Ingolstadt.“
Will Weber fehlt weiterhin
Personell wird es bei den Wild Wings spannend: In der Abwehr fehlen mit Thomas Larkin und Alex Trivellato (beide spielen mit Italien beim Vierländerturnier in Budapest) sowie Will Weber (Handverletzung) drei Routiniers. Walker füllt die Defensive mit jugendlichem Elan auf: Arkadiusz Dziambor, Niklas Hübner und Niclas Hempel werden relativ viel Eiszeit bekommen. Larkin und Trivellato könnten vielleicht am Sonntag in Berlin wieder zurück sein.
Im Angriff steht noch ein Fragezeichen hinter Alex Karachun. Egal, wie nun der Kader aussieht, auf die Schwenninger wartet am Freitagabend Schwerstarbeit.