Walker-Team hat jede Menge Chancen zu einem klaren Sieg, doch die Gäste machen die wichtigen Tore. Dieses Heimspiel bedeutet leistungsmäßig wieder einen Rückschritt.
Die Wild Wings haben in der DEL am Sonntagnachmittag ihr Heimspiel gegen Augsburg mit 1:2 verloren. Erst in der letzten Sekunde gelang den Gastgebern ein Tor. Überlegene Schwenninger vergaben eine Vielzahl an Chancen. Ging es am Freitag in Köln leistungsmäßig für das Walker-Team wieder in die richtige Richtung – so bedeutete diese Heimpartie wieder einen Schritt zurück.
Die Ausgangsposition
Bei den Schwenningern kehrte – im Vergleich zum 3:2-Sieg in Köln nach Verlängerung – Mirko Höfflin zurück. Er spielte in einer Reihe mit Philip Feist und Sebastian Uvira. In der Verteidigung pausierte Alex Trivellato. Großer Wunsch der Wild Wings: Das erste Spiel der Saison mit drei Punkten abschließen.
Auch wenn Augsburg mit Anrei Hakulinen, Jason Bast und Anthony Louis drei verletzte Top-Stürmer fehlen, besiegte der letztjährige Abstiegskandidat am Freitag eindrucksvoll Frankfurt daheim mit 4:1. In Schwenningen stand Markus Keller im Tor.
Vor dem Spiel wurde die SERC-Legende George Fritz, der heute wieder in Kanada lebt, mit herzlichem Applaus in der Helios Arena begrüsst.
Das erste Drittel
Im ersten Drittel sah Fritz überlegene Schwenninger: 14:4-Schüsse zeigten dies auf. Doch die Wild Wings waren zu wenig effektiv gegen tiefstehende Augsburger. Ob die Spink-Brüder, Alex Karachun, Kyle Platzer oder Miro Höfflin – gute Chancen wurden fast schon fahrlässig nicht gemacht.
Zwei Überzahlspiele der Hausherren versandeten ebenfalls. 0:0 hieß es nach den ersten 20 Minuten. Der Augsburger Alex Oblinger brachte es auf den Punkt: „Wenn wir weiter so spielen, hält die Null bei uns hinten nicht lange.“
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt sahen die 200 Gästefans ihr Team offensiver auftreten. In der 27. besaß Mirko Höfflin – in Unterzahl – dennoch bei einem Break die große Chance auf das mögliche 1:0. Doch er scheiterte an Keller. Es kam aus Sicht der Schwenninger nach den vielen vergebenen Chancen, wie es kommen musste. In der 29. Minute nutzte Augsburg ein 5:3-Powerplay zum ersten Treffer des Tages (1:0) durch Thomas Schemitsch. Anschließend war das Spiel der Wild Wings ziemlich verfahren, dazu erwischte Gästekeeper Keller einen Sahnetag. Die Panther führten beim Gang in die letzte Pause mit 1:0.
Schwenningens Verteidiger Boaz Bassen zeigte sich selbstkritisch: „Wir spielen zu hektisch und müssen wieder zu unserem Spiel aus dem ersten Drittel zurückfinden.“
Das letzte Drittel
Im Schlussabschnitt waren sieben Minuten gespielt. Eine unfassbare Szene dann: Die Wild Wings vergaben vorne ihre xte-Chance in diesem Spiel – exakt im Gegenzug passierte Keeper Joacim Eriksson ein dicker Patzer beim Herauslaufen. Alex Oblinger sagte in Unterzahl „Danke“ und machte das 2:0 für Augsburg. Die Wild Wings schafften es wenig später auch nicht in 6:4-Überzahl. 1,7 Sekunden vor dem Ende traf Jordan Murray zum 1:2 – viel zu spät. Das Schussverhältnis lag um 16.25 Uhr beim Schlusszeichen bei 45:26! Ein Wahnsinn aus Schwenninger Sicht.
Die Statistik
Wild Wings – Augsburg 1:2 (0:0, 0:1, 1:1).
Tore: 0:1 Schemitsch (28:23/5:4 – Assist: Zengerle), 0:2 Oblinger (46:37), 1:2 Murray (59:59/6:5). Strafen: Wild Wings: 12 – Augsburg: 14.Schiedsrichter: Hinterdobler/Huber.Zuschauer: 4750.