Wild-Wings-Angreifer Phil Hungerecker (vorne) kehrt nach seiner Pause gegen Bietigheim in München wieder zurück in die Reihe mit Tylor und Tyson Spink. Foto: Eibner/Lägler

Für die Wild Wings beginnen in der DEL-Hauptrunde die Wochen der Wahrheit: Play-off-Chancen oder Abstiegskampf? Am Donnerstag (19.30 Uhr) gastieren die Schwenninger beim Top-Team aus München.

Nur die Zuschauerzahlen stimmen beim souveränen DEL-Spitzenreiter München nicht: 4362 Fans besuchten bislang im Schnitt die Heimspiele. Eine ernüchternde Zahl angesichts dessen, was die Mannschaft von Coach Don Jackson in diesen Monaten an starken Leistungen auf dem Eis bietet. Also soll der Schnitt mit Sonderaktionen nach oben getrieben werden. Wenn die Wild Wings am Donnerstag in der Olympia-Eishalle als Außenseiter aufkreuzen, werden die Gastgeber zum Beispiel zu einem "Mädelsabend" einladen: Nur fünf Euro Eintritt für die weiblich Interessierten – dazu gibt es ein Freigetränk.

Auf was Torhüter-Talent Allavena hofft

Münchens Torhüter-Talent Daniel Allavena freut sich deshalb auch schon auf das Duell gegen Schwenningen. "Sollten tatsächlich viele Frauen zum Spiel kommen, wäre das für uns auch einmal eine schöne Abwechslung", sagt und lacht er.

Die Situation der Münchner

Red Bull München ist bis jetzt das DEL-Team der Superlative. Ein paar Fakten: 15 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Mannheim, stärkstes Powerplay, mit 141 Toren der beste Angriff und mit nur 86 Gegentoren die stabilste Abwehr. Seit Jahresbeginn sind die Münchner ungeschlagen. Als die Wild Wings am 23. Dezember daheim gegen ein auftrumpfendes Red-Bull-Team "nur" mit 2:5 unterlagen, waren die Neckarstädter in diesen 60 Minuten noch mit einem blauen Auge davongekommen.

Wild Wings vor wichtigen Wochen

Die Schwenninger (12. Platz, 48 Punkte) stehen vor ihren letzten 19 Hauptrundenspielen mitten zwischen möglicher Play-off-Teilnahme oder doch Abstiegskampf. In den vergangenen sieben Spielen unterlagen die Wild Wings sechsmal. In München möchte das Team von Coach Harold Kreis den Hebel wieder umzulegen. Überwiegend stimmten die Leistungen von Kapitän John Ramage und Co. in den vergangenen Wochen – ergebnistechnisch jedoch nicht.

Die Wild Wings haben am Donnerstagabend in München als Außenseiter nichts zu verlieren. Für Verteidiger Will Weber ist dieses Spiel "eine tolle Herausforderung. Ich bin weiterhin überzeugt davon, dass wir die Play-off-Teilnahme schaffen können", sagt er.

Der Plan von Coach Harold Kreis

Für Coach Harold Kreis kommt diese schwere Aufgabe für sein Team nach der Negativserie zu einem guten Zeitpunkt: "Wir sind absolut gefordert. Wenn wir uns nicht von Anfang an gegen dieses Topteam auf unser Spiel konzentrieren und läuferisch nicht alles einsetzen, dann werden wir nichts holen."

Wie der Plan von Harold Kreis noch aussieht? "Wir dürfen diesem sehr gut eingespielten Münchner Team nicht zu viel Raum lassen und müssen uns bei eigenem Scheibenbesitz untereinander immer gut unterstützen."

Zwei Rückkehrer – die Personalien

Der Schwenninger Coach plant in seinen Reihen Umstellungen, möchte diese aber vor der Partie nicht an die große Glocke hängen. Nur so viel: Im Tor steht Joacim Eriksson. Peter Spornberger und Phil Hungerecker kehren zurück. Dafür zählen David Ullström und Mitch Wahl am Donnerstag nicht zum Kader.