Auch Schwenningens Verteidiger Alex Trivellato (rechts) fordert: „Wir müssen in Straubing von Beginn an bereit sein. Foto: Eibner

Innerhalb von sechs Tagen gastieren die Wild Wings erneut bei ihrem defensivstarken Direktkonkurrenten. Einige Spieler sind angeschlagen. Personell wird es deshalb ganz kurzfristig erst am Mittwoch einige Entscheidungen geben.

Innerhalb von sechs Tagen geht es für die Wild Wings am Mittwochabend (19.30 Uhr) auswärts in der DEL erneut gegen die Straubing Tigers. Nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Freitag wollen sich die Schwenninger revanchieren. Es geht für beide Teams um weitere wichtige Punkte im Kampf um einen Play-off-Platz. Die Tigers haben mit Rang 7 (68) gegenüber den Neckarstädtern (9./65) die etwas bessere Ausgangsposition.

 

Der Plan der Wild Wings

Die Tigers überzeugten vor einigen Tagen beim verdienten Heimsieg gegen Schwenningen vor allem mit einer taktisch disziplinierten Defensiv-Leistung. Diese trägt klar die Handschrift des neuen Straubinger Trainers Craig Woodcroft.

Die große Frage aus Sicht der Wild Wings lautet: Wie können sie am Mittwoch nun die „Blaue Wand“ knacken? „Mitentscheidend dafür wird sein, dass wir einen guten Spielaufbau aus der eigenen Zone sowie insgesamt eine gute Struktur haben. Dann können wir offensiv auch mehr kreieren wie am Freitag“, sagt Schwenningens Co-Trainer Tim Kehler und ergänzt: „Es ist eine großartige Möglichkeit für uns, in nur wenigen Tagen die Dinge in Straubing wieder zurechtzurücken.“

Vom Gegner spricht Tim Kehler mit viel Respekt: „Straubing ist ein Top-6-Team. Sie verzeichneten zuletzt viel Aufschwung.“

Für Schwenningens Angreifer Kyle Platzer ist vor der schweren Aufgabe klar: „Wir müssen in Straubing von der ersten Minute an die volle Energie aufs Eis bringen.“ Verteidiger Alex Trivellato sieht es ebenso: „Wir müssen von Beginn an wieder bereit sein.“

Die Personalien

Möglicherweise muss in Straubing Tim Kehler als Cheftrainer fungieren, denn Steve Walker ist gesundheitlich angeschlagen. Dies gilt auch für einige Spieler, deshalb wird sich erst ganz kurzfristig am Mittwoch entscheiden, wie die Formation der Wild Wings aussieht. Förderlizenzspieler Daniel Schwaiger (zuletzt beim Kooperationspartner Freiburg im Einsatz) könnte optional zum Kader für das Spiel in Straubing zählen. Der formstarke Joacim Eriksson steht im Tor.

Die Lage bei den Tigers

Nach der guten Leistung am Freitag gegen Schwenningen kassierten die Niederbayern mit dem 1:4 am Sonntag in Mannheim einen leichten Rückschlag. Aber insgesamt hat sich der Trainerwechsel von Tom Pokel auf Craig Woodcroft positiv ausgewirkt. Im Straubinger Team herrscht ein neuer Wind – unter Woodcroft zeigen sich die Tigers spielerisch wieder strukturierter als noch in den ersten beiden Dritteln der Hauptrunde. Der Kanadier macht aber in diesen Tagen immer wieder deutlich: „Es geht nur, wenn wir als Team komplett funktionieren.“ So wollen die Straubinger auch erneut Schwenningen am Mittwoch ärgern.