Der Schwenninger Chefcoach muss im Duell beim Direktkonkurrenten – wie auch einige Spieler – krankheitsbedingt passen. Die Partie am Pulverturm läuft für die Wild Wings insgesamt unglücklich. Die Neckarstädter bleiben aber Neunter.
Die Wild Wings haben in der DEL am Mittwochabend im Kampf um einen Play-off-Platz bei ihrem Direktkonkurrenten Straubing mit 1:4 verloren, bleiben aber Neunter.
Die Liste der Ausfälle
Vor dem Spiel gab es bei den Schwenningern einige personelle Hiobsbotschaften. Die interne Erkältungswelle im Team hatte Folgen: Chefcoach Steve Walker musste daheim bleiben und wurde von seinem Co-Trainer Tim Kehler vertreten. Technik-Trainer Kevin Richter assistierte Kehler. Bei den Spielern mussten Torhüter Michael Bitzer, Daryl Boyle und Philip Feist krankheitsbedingt passen. Außerdem fehlte weiterhin der verletzte Kapitän Thomas Larkin. Vom Kooperationspartner EHC Freiburg half Verteidiger und Förderlizenzspieler Daniel Schwaiger als Stürmer aus. Im Tor stand Joacim Eriksson.
Unter diesen Umständen, sicherlich waren auch einige der in Straubing aufgelaufenen Spieler nicht hundertprozentig fit, muss die Kritik nach dieser Niederlage relativiert werden.
Bei den Tigers stand Zane McIntyre zwischen den Pfosten. Straubings Top-Stürmer JC Lipon war immer noch gesperrt.
Das erste Drittel
Die Wild Wings wollten ihre Erfahrungen aus der 0:2-Niederlage am Pulverturm – erst vor fünf Tagen – nun erfolgreich umsetzen. „Unser Wettbewerbsniveau muss besser sein. Es gibt Bereiche, von denen ich weiß, dass wir uns steigern können“, hatte Tim Kehler vor dem ersten Bully am Mittwoch gesagt.
Doch die Partie begann für die Schwenninger nicht gut. Die Tigers drückten – wie am vergangenen Freitag – sofort wieder aufs Tempo und gingen in der 10.Minute – bei der ersten Strafe der Gäste (Brandon McMillan) – mit 1:0 durch Nelson Nogier mit 1:0 in Führung. Wenig später hatte auf der anderen Seite Tyson Spink die Ausgleichsmöglichkeit auf dem Schläger. Defensiv hatten die Neckarstädter aber weiterhin zu wenig Zugriff auf die Straubinger Offensivaktionen.
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt waren fünf Minuten gespielt, als die Niederbayern ihr zweites Powerplay an diesem Abend zum 2:0 durch Travis St.Denis nutzten. Den Wild Wings konnte man in dieser Phase zugute halten, dass sie nun versuchten, offensiv mehr Aktzente zu setzen. Doch das 3:0 der effektiven Gastgeber (Michael Clarke/37.) war aus Sicht der Schwenninger ernüchternd.
„Es ist bisher bei uns so eine Mischung aus fehlendem Scheibenglück und individuellen Fehlern. Wir haben jetzt fünf Drittel in Folge hier kein Tor erzielt. Dies müssen wir ändern“, forderte Gästestürmer Sebastian Uvira vor dem Schlussabschnitt.
Das dritte Drittel
Hier erzielte Justin Scott (44.) das 4:0 für Straubing – im Powerplay kamen die Gäste durch Tyson Spink zum 1:4 (47.). Dies war der Endstand. Nur acht Schüsse hatten die Wild Wings in 60 Minuten auf das Tor der Tigers gebracht!
Tim Kehler bilanzierte: „Wir haben es in beiden Spielen nicht geschafft, auf das Level von Straubing zu kommen. Aber wir müssen es schnell abhaken und uns auf das sehr wichtige Heimspiel am Freitag gegen Frankfurt konzentrieren.“
Straubing – Wild Wings 4:1 (1:0, 2:0, 1:1).
Tore: 1:0 Nogier (9:02/5:4 – Assists: Leier, St.Denis), 2:0 St.Denis (24:30/5:4 – Leonhardt, Brandt), 3:0 Clarke (36:49 – Brunnhuber, Connolly, 4:0 Scott (43:24 – Brunnhuber, McIntyre), 4:1 Tyson Spink (46:16/5:4 – Uvira, Tylor Spink). Strafen: Straubing: 8 plus 10 Minuten für McKenzie (55.) – Wild Wings: 10 plus 10 für Tyson Spink.
Schiedsrichter: Gofman/Rohatsch.Zuschauer: 4530.