Beide Teams brauchen im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze jeden Punkt. Coach Steve Walker setzt bei seinen Jungs – nach der Niederlage gegen Dresden – auf eine Trotzreaktion.
Es wird noch heißer, intensiver und härter: Fünf Spieltage vor dem DEL-Hauptrunden-Ende biegt der Kampf um einen aussichtsreichen Pre-Playoff-Platz so langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Die Wild Wings (9./63) gastieren bei ihrem Direktverfolger Nürnberg (10./62). Bei einem Sieg der Ice Tigers würden beide Teams die Plätze tauschen. Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die sich auch in den Pre-Playoffs der Vorsaison in drei sehr engen Spielen gegenüberstanden. Doch dies ist längst Geschichte.
Für die Wild Wings ist es in dieser Woche ein ausgedehnter Bayern-Trip. Nach der Partie in Nürnberg gastieren die Schwenninger am Freitag in Straubing.
Die große Frage lautet am Mittwoch vor der Partie in der Nürnberger PSD Bank Arena: Welche der beiden Teams hat das jeweils erfolglose Sonntagspiel besser verkraftet? Die Wild Wings erlitten beim 2:5 daheim gegen den sportlichen Absteiger Dresden einen kleinen Crash. Die Nürnberger gingen am Sonntagabend nach einem starken ersten Drittel in Ingolstadt mit 4:1 unter.
Was Steve Walker vor den „Endspielen“ fordert
Coach Steve Walker hat mit seinem Team die Niederlage gegen Dresden aufgearbeitet, abgehakt und fordert klar: „Vielleicht hat sich nach unseren beiden Siegen etwas Bequemlichkeit eingeschlichen. Die Jungs müssen sich ihre Eiszeit weiter verdienen und gut ihre Rollen im Team ausfüllen.“
Kapitän Thomas Larkin betont: „Wir wollen zumindest den achten Platz für das Heimrecht in den Pre-Playoffs erreichen. Wir wissen, wie wichtig, die Spiele nun sind. Diese haben inzwischen schon Play-off-Charakter.“
Schwenninger Personalien in Nürnberg
Personell ist bis auf vielleicht Backup Michael Bitzer alles am Mittwoch an Bord. Der Keeper und seine Frau erwarten in diesen Tagen Nachwuchs. Steve Walker will erst kurzfristig seine Startformation entscheiden.
Ice Tigers sind aktuell eine Wundertüte
Generell sind die Nürnberger nur mäßig aus den Startlöchern nach der Olympiapause gekommen. Nach einem schwachen Heimauftritt gegen Iserlohn (1:4), über den sich Nürnbergs Coach Mitch O’Keefe mächtig ärgerte, zeigten die Franken am vergangenen Freitag in Dresden nach einem 1:3-Rückstand eine tolle Moral und brachten in den Schlussminuten noch einen 4:3-Sieg auf ihre Seite. Cole Maier schnürte einen Dreierpack, wird aber nach der Saison wohl nach Iserlohn wechseln.
Insgesamt ist Mitch O’Keefe mit der Entwicklung seines Teams nach der Olympia-Pause nicht zufrieden: „Wir müssen mit der Scheibe wieder besser umgehen. Wir haben alles in Sachen Pre-Playoffs noch selbst in der Hand.“
Wie es bisher zwischen beiden Teams lief
Nach den bisherigen drei Saisonduellen zwischen Schwenningen und Nürnberg führen die Wild Wings mit 2:1. Dem überzeugenden 5:2-Heimerfolg am 24. Oktober ließen die Schwäne bei den Ice Tigers am 25. November einen 5:4-Sieg nach Penaltyschießen folgen. Am 21. Dezember unterlagen die Neckarstädter daheim mit 3:4 nach Verlängerung.