Schwenninger ziehen mit 3:4 nach Penaltyschießen den Kürzeren. Auch die Partie der Wild Wings am Mittwochabend wird überschattet vom Tod von Tobias Eder. Vor dem ersten Bully gibt es eine Gedenkminute und eine bewegende Ansprache.
An einem sehr traurigen Tag für das deutsche Eishockey, an dem der Liga-Alltag in den Hintergrund rückte, haben die Wild Wings mit 3:4 nach Penaltyschießen im Düsseldorfer PSD Bank Dome verloren.
Die DEL-Partie wurde natürlich überschattet vom Tod von Nationalspieler Tobias Eder (Eisbären Berlin), der früher auch vier Jahre lang für die Düsseldorfer EG das Trikot trug. Vor dem Spiel gab es eine Gedenkminute und eine bewegende Ansprache des Hallensprechers.
Tylor Spink schildert die Gefühle auf dem Eis
In der ersten Drittelspause schilderte Schwenningens Angreifer Tylor Spink die Gefühlslage der Spieler auf dem Eis: „Es ist eine schwierige Situation, denn heute ist ein Teil unserer Eishockey-Familie gegangen. Dieses Spiel soll auch eine Ehre für Tobias Eder sein.“
Das erste Drittel
Vom ersten Bully weg wurde klar, dass es kein normaler Eishockey-Abend wird. Eine relativ große Stille herrschte zumindest in den ersten beiden Dritteln des Spiels im PSD Bank Dome.
Die Wild Wings führten nach ersten sehr guten 20 Minuten mit 3:0. Brett Ritchie (bereits 4. Saisontor) erzielte – in Überzahl – nach einem Schuss von Mirko Höfflin gegen DEG-Schlussmann Henrik Haukeland das 1:0 (7.). Die Neckarstädter kamen in der 9. Minute zum 2:0 durch Tylor Spink, der sehr entschlossen nach Vorarbeit von Philip Feist abschloss. Eine Sekunden vor der ersten Pausensirene verbuchte Zach Senyshyn seinen 23. Saisontreffer zum 3:0 für die Gäste.
Das zweite Drittel
Die DEG steigerte sich in den zweiten 20 Minuten, nutzte ihr erstes Überzahlspiel des Abends mit dem 1:3 durch Brendan O’Donnell (25.). Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson war erstmals an diesem ungewöhnlichen Abend geschlagen.
In der 35. Minute verkürzte Bernhard Ebner auf 2:3. Schwenningen konnte in diesen Minuten nicht mehr den Hebel umlegen.
Die Entscheidung
Im Schlussabschnitt waren sechs Minuten gespielt, als die Rheinländer durch Philip Gogulla zum 3:3 ausglichen. Dieser Spielstand war zu diesem Zeitpunkt verdient. Die Wild Wings konnten ein Überzahlspiel nicht nutzen. Am Ende musste das Penaltyschießen entscheiden.
Hier ging es über neun Runden! Tyler Gaudet erzielte schließlich das 4:3.
Wild-Wings-Angreifer Mirko Höfflin war enttäuscht: „Wir haben überragende erste 20 Minuten gespielt, dann aber die einfachen Sachen nicht mehr richtig gemacht.“
Statistik
Düsseldorfer EG – Wild Wings 3:4 n.P. (0:3, 1:0, 2:0 – 1:0).
Tore: 0:1 Ritchie (6:51/5:4 – Assists: Höfflin, Murray), 0:2 Tylor Spink (8:56 – Feist), 0:3 Senyshyn (19:59 – Höfflin, Boyle), 1:3 O’Donnell (24:12/5:4 – Angle, Cumiskey), 2:3 Ebner (34:43 – O’Donnell, Gaudet), 3:3 Gogulla (45:34 – Wirth, Rymsha) – 4:3 Tyler Gaudet.Strafen: DEG: 6 – Wild Wings: 4.Schiedsrichter: Rohatsch/Schrader.Zuschauer: 5303.