Die Wild Wings peilen am Freitag in Dresden einen erfolgreichen Re-Start gegen den DEL-Aufsteiger an. Die Eislöwen stehen als Tabellenschlusslicht mit dem Rücken zur Wand.
Es geht nach der Deutschland-Cup-Pause für die Wild Wings in der DEL wieder los. An diesem Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Schwenninger (10./24) beim Schlusslicht und Aufsteiger Dresden. Am Sonntag (14 Uhr) kommen die Iserlohn Roosters und – kurioserweise – geht es für die Neckarstädter am nächsten Mittwoch (16.30 Uhr) wieder auswärts gegen Dresden.
Gute Voraussetzungen für den Re-Start
Mit seiner Vertragsverlängerung (bis 2028) hat Coach Steve Walker in Schwenningen ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Die Vorfreude auf das, was auf ihn noch alles mit den Wild Wings in den kommenden zweieinhalb Jahren zukommt, war dem Kanadier an diesem Donnerstag – kurz vor der Abfahrt nach Dresden – deutlich anzumerken. Der Trainer zeigt sich insbesondere auch darüber glücklich, „dass wir zu einem frühen Zeitpunkt in dieser Saison schon Klarheit haben. Ich freue mich sehr auf die Zukunft hier. Aber natürlich zählt ab sofort wieder unser Tagesgeschäft“, sagte und lächelte Steve Walker.
Fünf freie Tage sorgten beim Großteil der Mannschaft für das Aufladen der „Akkus“. „Die Pause tat gut. In dieser Woche sind wir im Training wieder sehr gut reingekommen. Ich habe für das Wochenende ein positives Gefühl“, betont Wild-Wings-Angreifer Hakon Hänelt.
Viele internationale Einsätze
Doch nicht alle Spieler hatten frei: Mit ihren Nationalteams waren erfolgreich Kapitän Thomas Larkin und Alex Trivellato (beide Italien – Testspiele in Polen gegen die Gastgeber, gegen Großbritannien und gegen Slowenien), Felix Scheel (Dänemark – in Frankreich gegen die Gastgeber, gegen Norwegen und gegen Ungarn ) sowie Niclas Hempel (U20 Nationalteam – dem Verteidiger-Talent gelang ein Treffer gegen Finnland in Füssen) in der Vorwoche im Einsatz.
Steve Walker hofft, dass sein Team am Freitag in Dresden schnell wieder in den Spielrhythmus findet. „Dresden wird hungrig sein, weil ihre Tabellensituation eng ist. Es wird für uns ein schweres Spiel“, ist der Wild-Wings-Coach überzeugt.
Die Personalien
Joacim Eriksson wird am Freitag im Tor stehen. Nach seiner ausgeheilten Handfraktur bekam Angreifer Tim Gettinger nach achtwöchiger Pause an diesem Mittwoch von den Medizinern wieder grünes Licht für das Mannschaftstraining. Steve Walker plant den Angreifer am kommenden Mittwoch beim zweiten Auswärtsspiel in Dresden wieder zu bringen. „Es wird Tim guttun, dass er über das Wochenende noch einige Trainingseinheiten absolvieren kann“, so der Wild-Wings-Coach.
Die Lage in Dresden
Die Dresdner haben sich in der Pause mit dem kanadischen und NHL-erfahrenen Stürmer Rourke Chartier (29) verstärkt. Er spielte zuletzt für den KHL-Club Kunlun Red Star.
Damit dürften aber die großen Probleme des DEL-Neulings im ersten Teil der DEL-Hauptrunde nicht vom Tisch sein. Etwas vollmundig hatten die Dresdner Eislöwen nach ihrem Sprung in die deutsche Eishockey-Eliteklasse den Begriff „Playoffs“ als Saisonzielsetzung genannt. Doch die Realitität sieht anders aus.
Erst zwei Siege haben die Eislöwen eingefahren. Mit 76 Gegentoren ist die Abwehr die schwächste in der Liga. Gravierend ist vor allem, dass der Kader falsch zusammengestellt und überaltert scheint, ein hohes Tempo konstant in den Spielen nicht gehen kann.
Wenn der Knoten in Dresden nicht in den kommenden Wochen endlich platzt, dürfte auch Coach Niklas Sundblad nicht mehr zu halten sein.
Im ersten Aufeinandertreffen am 2. Oktober gewannen die Wild Wings in der Helios Arena souverän mit 4:1.