Schwenninger verlieren beim DEL-Titelverteidiger in Berlin nach einer in der Offensive enttäuschenden Leistung mit 0:2. Das Schussverhältnis von 10:31 sagt alles aus.
Die Wild Wings haben in der DEL am Sonntagnachmittag in Berlin (0:2) ihre vierte Niederlage in Folge kassiert, im zweiten Spiel hintereinander kein Tor erzielt. Die Krise am Neckar verschärft sich.
Nach dem Schlusszeichen in der Uber-Arena zog Schwenningens Angreifer Mirko Höfflin ein Fazit: „Zweimal kein Tor erzielt, das ist natürlich bitter. Wenigstens waren wir aber bis zum Ende im Spiel drin.“
Vor dem Spiel machte Wild-Wings-Coach Steve Walker deutlich: „Wir haben zwar die letzten drei Spiele gewonnen, aber auch aus diesen Partien wollen wir das Positive für heute herausziehen.“
Die Ausgangslage
Bei den Neckarstädtern waren die beiden italienischen Nationalspieler Thomas Larkin und Alex Trivellato wieder dabei. Sie wurden aus Budapest, wo die Italiener in dieser Woche ein Testturnier für Olympia bestritten, direkt nach Berlin eingeflogen. In der Abwehr fiel weiterhin Will Weber verletzt aus.
Es fehlten im Angriff Alex Karachun (Ein Spiel Sperre) und Jordan Szwarz (verletzt). Sebastian Uvira rotierte raus, dafür war der am Freitag fehlende Tim Gettinger wieder dabei. Den Kasten hütete Joacim Eriksson.
Die Verletztenliste bei den Eisbären ist seit Wochen lang. So fehlt beispielsweise auch Top-Stürmer Ty Ronning. Im Tor stand Jake Hildebrand.
Das erste Drittel
Die Berliner machten sofort Druck. Den Wild Wings unterliefen in den ersten Minuten zu viele Fehler in der neutralen Zone. Die Gäste konnten dann ein Powerplay (Das zehnte in Folge erfolglos) nicht nutzen.
Die Eisbären machten es 2:13 Minuten vor dem Ende des ersten Drittels besser und schafften in ihrem ersten Überzahlspiel des Tages die 1:0-Führung durch Liam Kirk. Mit 12:0-Schüssen für Berlin endete dieser erste Abschnitt.
In der ersten Pause war Wild-Wings-Verteidiger Dominik Bittner dennoch nicht unzufrieden: „Im Großen und Ganzen verteidigen wir es ganz gut. Dieser Rückstand ist deshalb ärgerlich.“
Das zweite Drittel
Im Mittelabschnitt bestimmten die Eisbären weiterhin das Geschehen. Immer wieder rückte der gute Joacim Eriksson in den Mittelpunkt. Nach vorne hin gelang den Wild Wings in dieser Phase weiter zu wenig. Beim Zwischenstand von 20:1 Schüssen für den DEL-Titelverteidiger (33.) besaß Dominik Bittner eine gute Chance, doch die Scheibe landete auf dem Berliner Tor. Zwei Minuten später scheiterte Kyle Platzer im Powerplay knapp.
In der 37. Minute stand es 2:0 für Berlin. Die Wild Wings hatten die Scheibe vor Eriksson nicht geklärt – Yannick Veilleux sagte „Danke“. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die letzte Pause.
Das letzte Drittel
Im letzten Abschnitt änderte sich an den Kräfteverhältnissen weiter nicht viel. Den Schwenningern fehlte insgesamt die Durchschlagskraft im Spiel nach vorne, auch wenn Mirko Höfflin neun Minuten vor dem Ende Pech bei seinem Pfostenschuss hatte. Erst in den letzten Minuten starteten die Neckarstädter so etwas wie eine Schlussoffensive. Walker nahm Eriksson aus dem Tor, aber das brachte alles nichts mehr.
Statistik
Eisbären Berlin – Wild Wings 2:0 (1:0,1:0, 0:0).
Tore: 1:0 Kirk (17:47/5:4 – Assist: Dea), 2:0 Veilleux (36:29 – Dea, Noebels).
Strafen: Berlin: 6 – Wild Wings: 6.
Schiedsrichter: Ansons/Cespiva.
Zuschauer: 14 200 (ausverkauft).