Warum der Frankfurter Coach die Wild Wings so schätzt. Weshalb sich Jordan Szwarz so sehr auf die Eisbären am Freitag freut und Alex Karachun Olympia noch nicht abschreibt.
Souverän haben die Wild Wings (8./23) am Mittwochabend in der DEL die Frankfurter Löwen mit einer 1:6-Niederlage zurück nach Hessen geschickt. Nicht nur Angreifer Jordan Szwarz freut sich nun auf das attraktive Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Eisbären Berlin: „Wir spielen gegen ein Top-Team. Das ist für uns genau der richtige Gegner, um zu sehen, wo wir gerade stehen.“ Und sein Teamkollege Alex Karachun verspricht: „Wenn wir die Leistung, die wir gegen Frankfurt zeigten, gegen Berlin wiederholen, dann werden sie es gegen uns nicht einfach haben.“
Große Komplimente
Doch noch einmal zurück zum Mittwochabend. Frankfurts Trainer Tom Rowe gilt in der Szene hier und da als seltsam und introvertiert, doch in Schwenningen sammelte er nach der herben Niederlage seines Teams einige neue Sympathiepunkte.
Manchem Verantwortlichen der Wild Wings müssen die Ohren geklungen haben, als der Löwen-Coach mit seiner Lobeshymne auf den Eishockey-Standort am Neckar loslegte: „Die Wild Wings haben heute eine großartige Leistung gezeigt. Sie müssten in der Tabelle eigentlich weiter oben stehen. Die Gemengenlage hat sich in den vergangenen Jahren hier total verändert. Die Wild Wings haben eine neue Identität entwickelt und ein sehr starkes Team.“
Steve Walker freute sich über das Statement seines Trainerkollegen und bedankte sich. Dann blickte der Schwenninger Coach zurück aufs Spiel: „Unser erstes Drittel bei den Fünf-gegen-Fünf-Situationen war bisher unser bestes in dieser Saison. Wir konnten im zweiten Drittel den Druck aufrechterhalten. Frankfurt hat bis zum Ende nicht aufgegeben, aber unser Team hat es gut gemanagt.“
Danny O’Regan
Der nachverpflichtete Center entpuppt sich nach seinen ersten drei Wochen am Neckar als Volltreffer. Auch gegen Frankfurt gelang ihm – wie am Sonntag in München – erneut ein Doppelpack in der Angriffsreihe zwischen Jordan Szwarz und Hakon Hänelt.
Danny O’Regan hatte in den vergangenen Tagen immer wieder betont, wie sehr er sich bei den Wild Wings wohlfühlt. „Ich genieße den großen Zusammenhalt dieses Teams und diese fantastische Stimmung unser Fans bei den Heimspielen.“
Steve Walker ist voll des Lobes über seinen neuen Schützling: „Danny ist für die gegnerische Defensive schwer auszurechnen. Jetzt belohnt er sich für seine vielen Schüsse. Er ist ein sehr wichtiger Faktor in unserer Offensive und im Powerplay.“
Alex Karachun
Der Stürmer – und auch Verteidiger Dominik Bittner – sind beim Deutschland-Cup nur Zuschauer. Bundestrainer Harold Kreis hat die beiden Schwenninger – etwas überraschend – nicht nominiert. Die erste Enttäuschung sitzt bei Karachun tief, zu gerne hätte er sich beim Turnier in Landshut präsentiert.
Aber er gibt sich kämpferisch: „Es muss für mich noch nicht das Aus für Olympia sein.“ Dann zeigte er am Mittwochabend in Richtung seiner Mannschaftskabine: „Das hier zählt für mich in allererster Linie. Ich möchte mit unserem Team den größten Erfolg in dieser Saison haben und meinen Teil dazu beitragen.“ Wie der Stürmer nun die fünftägige Trainingspause nächste Woche nutzt? „Darüber mache ich mir wirklich jetzt erst meine Gedanken.“
Doch vor dem Kurzurlaub geht es für die Wild Wings noch am Freitag gegen Berlin (6./26) und am Sonntag nach Augsburg (7./25).