Trotz des Null-Punkte-Wochenendes sieht Coach Steve Walker auch positive Aspekte. Die Gegentorquote ist aktuell aber unterirdisch. Es wartet ein sehr schweres Programm.
Immerhin: Die Wild Wings haben nach dem 2:6-Heimdebakel am Freitag gegen Bremerhaven am Sonntag beim Top-Team Ingolstadt (2:5) eine ordentliche Reaktion gezeigt. Lange Zeit waren die Schwenninger im Spiel, schossen sich aber mit der vierminütigen Strafzeit von Phil Hungerecker in der Crunchtime am Ende wieder selbst ins Knie.
Die Ist-Situation in der DEL-Tabelle
Nach dem Null-Punkte-Wochenende bleiben die Schwäne dennoch Achter mit 39 Punkten. Die Tabelle täuscht aber momentan: Die Neckarstädter haben aber schon ein Spiel mehr (27) als die Verfolger Nürnberg (9./36), Wolfsburg (10./35) und Augsburg (11./33). Was gravierend ist: Die ersten fünf Teams geraten für Schwenningen (Straubing ist nach 26 Spielen Fünfter mit schon 48 Zählern) immer mehr außer Reichweite.
Die kommenden Aufgaben werden für die Wild Wings richtig knackig und könnten für eine magere Punkteausbeute sorgen: Am Freitag kommt Mannheim, am Sonntag sind die Schwenninger zu Gast in Berlin und treten dann am Donnerstag, 18. Dezember, in München an.
Steve Walker bleibt positiv
Für Coach Steve Walker zählten in Ingolstadt am Sonntag trotz der Niederlage auch die positiven Aspekte: „Die Mannschaft hat nach unserer enttäuschenden Leistung gegen Bremerhaven eine gute Antwort gezeigt. Wir haben über weite Phasen des Spiels sehr gut gegen Ingolstadt verteidigt und hatten im letzten Drittel nach dem 2:3 zwei große Chancen. Vier Minuten Strafzeit waren dann aber eine zu große Hypothek.“
Zu viele Gegentore – zu schlechte Breakouts
Bis zum 21. Spieltag hatten die Schwäne lediglich 51 Gegentore kassiert (2,42 Gegentore im Schnitt pro Partie – drittstärkste Abwehr zu diesem Zeitpunkt in der DEL). Nun hat sich diese Statistik total verschoben. In den vergangenen sechs Spielen schlug es 25 Mal bei Eriksson und Co. ein. Der Schnitt stieg auf 4,16 Gegentore pro Spiel!
Steve Walker nennt das Grundproblem: „Wir haben zuletzt die Scheibe in einigen Situationen nicht gut aus dem eigenen Drittel herausgespielt. In Ingolstadt passierte dies auch. An diesem Problem arbeiten wir weiter.“
Italien ruft Schwenninger Verteidiger-Duo
Am Freitag im Derby gegen Mannheim werden die beiden Olympiateilnehmer Thomas Larkin und Alex Trivellato fehlen. Sie absolvieren in dieser Woche mit der italienischen Nationalmannschaft einer der letzten Vorbereitungslehrgänge vor ihrem „Heimspiel“ in Mailand im Februar des neuen Jahres.
Wild-Wings-Geschäftsführer Stefan Wagner erklärt dazu: „Wir sind mit dem italienischen Verband seit Wochen in einem konstruktiven und verständnisvollen Austausch gewesen. Wir arbeiten an einer Lösung, die so aussehen könnte, dass uns beide Spieler zumindest für die Begegnung am Sonntag in Berlin wieder zur Verfügung stehen.“