Chapeau, Wild Wings! Ben Marshall (links) und Sebastian Uvira jubeln beim wichtigen 4:2-Heimerfolg gegen Wolfsburg. Foto: Roland Sigwart

Schwenningens dezimierter Kader gibt gegen einen Direktkonkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz alles. U20-Stürmer Louis Majher wird erstmals nominiert.

Die Wild Wings haben am Freitagabend in der ausverkauften Helios Arena mit einer sehr intensiven Leistung einen wichtigen 4:2-Sieg gegen Wolfsburg gelandet. Großer Respekt, was der dezimierte Kader aktuell leistet.

 

Die Ausgangslage

Bei den Schwenningern kehrte der nach einer Erkältung genesene Joacim Eriksson ins Tor zurück. Matt Puempel (Gehirnerschütterung), Tylor Spink (Kreislaufbeschwerden) und Phil Hungerecker (Schlüsselbein-Fraktur) fehlten weiterhin. Dafür zählte erstmals U20-Topscorer Louis Majher zum Kader der Wild Wings. Nominell war er auf dem Aufstellungsbogen in der vierten Reihe neben Daniel Neumann und Daniel Schwaiger geführt.

Bei den Wolfsburgern stand Ex-Schwenninger Dustin Strahlmeier zwischen den Pfosten. Coach Mike Stewart hatte vor dem Spiel gesagt: „Schwenningen ist enorm heimstark. Für uns wird es wichtig sein, gut dagegenzuhalten.“

Erstes Drittel

Die Wolfsburger erwischten einen Auftakt nach Maß. Nach nur 1:59 Minuten schob Phil Varone nach einem genialen Pass von Fabio Pfohl die auch noch abgefälschte Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:0. ein. Es folgte eine Phase, in der die Wild Wings sehr bemüht waren, jedoch einige Wackler in ihrem Passspiel hatten. Dann konnten die Gastgeber eine vierminütige Überzahlsituation nicht zum Ausgleich nutzen. Doch noch vor der ersten Pause gelang dies den Neckarstädtern. Im zweiten Schussversuch erzielte Brandon McMillan (2.Saisontreffer) das nicht unverdiente 1:1. Sebastian Uvira und Daryl Boyle hätten sogar noch im ersten Drittel das 2:1 erzielen können.

Wolfsburgs Björn Krupp zeigte sich angetan vom bisherigen Spiel: „Beide Teams bringen viel Energie rein. Das ist eine richtig gute Partie.“

Das zweite Drittel

Im Mittelabschnitt waren drei Minuten gespielt, als Boaz Bassen eine gute Chance vergab. In den Folgeminuten investierten beide Mannschaften viel, aber beide Torhüter zeigten starke Reaktionen. In der 34. Minute (2:1) brandete wieder Jubel in der Helios Arena auf. Zach Senyshyn hatte einen Fehlpass der Norddeutschen in der neutralen Zone aufgenommen und startete durch. Gegen Senyshyns trockenen Schuss aus dem Handgelenk hatte Strahlmeier keine Chance. Es war der 17. Saisontreffer des Schwenningers.

Wolfsburg antwortete jedoch mit dem 2:2 in der 37. Minute durch Andy Miele. Vor dem Schlussabschnitt forderte Schwenningens Ben Marshall: „Wir müssen wieder ein besseres Puckmanagement haben, dann bekommen wir auch unsere Chancen.“

Das dritte Drittel

Im Schlussabschnitt waren erst 59 Sekunden gespielt, als die Wild Wings (3:2) erneut in Führung gingen. Der gute Mirko Höfflin (7.Saisontreffer/15 Punkte aus den letzten 14 Spielen) hatte nach Vorarbeit von Alex Karachun mit einem Geniestreich getroffen. Wolfsburg erhöhte den Druck – doch Schwenningen legte durch Philip Feist (49.) zum 4:2 nach und ließ sich den hochverdienten Sieg nicht mehr nehmen.

Statistik

Wild Wings – Wolfsburg 4:2 (1:1, 1:1,2:0).

Tore: 0:1 Varone (1:59 – Assists: Pohl, Krupp), 1:1 McMillan (17:41 – Marshall), 2:1 Senyshyn (33:22), 2:2 Miele (37:22 – Pfohl, Schinko), 3:2 Höfflin (40:59 – Karachun), 4:2 Feist (48:49 –Tyson Spink, Platzer).

Strafen: Wild Wings: 0 – Wolfsburg: 6.Schiedsrichter: Anderson/Palkövi.

Zuschauer: 5040 (ausverkauft).