Positive Schwenninger Erinnerungen an das erste Saisonspiel in Augsburg, als am 4. November ein 4:2-Sieg gelang. Unser Bild zeigt Wild-Wings-Angreifer Phil Hungerecker (rechts) und Panther-Torhüter Markus Keller. Foto: Eibner/Feiner

Nach dem wichtigen 4:3-Sieg nach Penaltyschießen in Köln geht es für die Wild Wings in der DEL am Freitag (19.30 Uhr) bei den abstiegsbedrohten Augsburgern im Kampf um Platz zehn weiter. Am Sonntag (16.30 Uhr) kommt Frankfurt.

Wild-Wings-Coach Harold Kreis feierte am Donnerstag seinen 64. Geburtstag. "Aber ich habe nichts Besonderes geplant. Es ist ein normaler Arbeitstag. Während einer Eishockey-Saison Geburtstag zu haben, ist nicht unbedingt von Vorteil", lachte er und blickte zurück auf den Mittwochabend mit dem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen in Köln.

Was den Schwenninger Coach besonders freute? "Wir haben all die Dinge wie Einsatz, läuferische Bereitschaft und Disziplin aufs Eis gebracht, die wir mit der Mannschaft vorher besprochen hatten. Unsere Einstellung hat absolut gestimmt. Insgesamt hat uns dieses Spiel in der Entwicklung wieder einen Schritt nach vorne gebracht", so der Schwenninger Trainer.

Das meint Marvin Cüpper

Wild-Wings-Keeper Marvin Cüpper sprach in Köln von einem "sehr wichtigen Sieg". Er lobte sein Team: "Wir haben in der regulären Spielzeit sehr konstant gespielt und uns das Penaltyschießen auch verdient."

Kölns Trainer Uwe Krupp war am Ende sogar froh darüber, "dass wir zumindest einen Punkt gegen dieses starke Schwenninger Team holten. Nach einem erfolgreichen Start haben wir es in der regulären Spielzeit versäumt, nachzulegen."

Der Blick nach Augsburg

Die Wild Wings schalten nun um auf das Spiel in Augsburg. Die Partie am Freitag im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion dürfte fast ausverkauft sein. Bis jetzt wurden bereits über 5000 Tickets verkauft.

Die Panther stehen als Tabellenvorletzter mit dem Rücken zur Wand. Nach vier Niederlagen in Folge beträgt der Rückstand für den Traditionsklub aus Schwaben zum rettenden Ufer (Platz 13, Eisbären Berlin) bereits zehn Punkte. Doch müssen sich die Augsburger inzwischen in der Tabelle ebenso nach hinten umdrehen. Schlusslicht Bietigheim ist bis auf sechs Zähler an den vorletzten Rang herangerückt. Für die Mannschaft von Coach Kai Suikkanen ist das Duell gegen Schwenningen eine der letzten Chancen in der Hauptrunde, um noch einmal eine Trendwende einzuleiten. Ein Abstieg in die DEL2 würde für das Eishockey in Augsburg den sportlichen Super-Gau bedeuten. Einige Spieler dürften den Weg in die Zweitklassigkeit nicht mitmachen. Es steht also am Freitag – für beide Teams – viel auf dem Spiel.

Die Einschätzung von Harold Kreis

Harold Kreis misst die Panther nicht an ihrem Tabellenstand: "Sie haben momentan das viertbeste Überzahlspiel, sind läuferisch stark. Ich erwarte eine Augsburger Mannschaft, die sofort viel Druck gegen uns aufbaut. Dabei wird es wichtig sein, dass wir genau die gleiche Einstellung wie gegen Köln zeigen." Die ersten beiden Saisonduelle gegen Augsburg konnten die Wild Wings (4:2/1:0 nach Verlängerung) für sich entscheiden.

Die Personalien

Im Vergleich zum Mittwoch wird es nur auf der Torhüterposition eine Änderung geben – Joacim Eriksson kehrt zurück.

Noch nichts Neues gibt es bei der aktuellen Suche der Wild Wings in Sachen ausländischer Verteidiger. Laut Geschäftsführer Stefan Wagner laufen "weiterhin die Gespräche".