Die Wild Wings bejubeln einen wichtigen Heimerfolg nach einem Geduldsspiel gegen ihren Direktkonkurrenten Wolfsburg. Foto: Victoria Lang

Neckarstädter feiern 3:2-Heimerfolg und zwei Punkte im Kampf um einen Play-off-Platz. Wild Wings rücken auf Rang neun vor. Der Siegtorschütze mit der Nummer 96 atmet anschließend erleichtert durch und sagt: „Es war ein ganz wichtiger Sieg.“

Die Wild Wings haben am Sonntag daheim in der DEL gegen Wolfsburg – ein Direktkonkurrent im Kampf um die Play-off-Plätze – nach einem Geduldsspiel mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen. Damit konnten sich die Schwenninger (9./65) von ihrem Verfolger Frankfurt (11./63) absetzen.

 

Den entscheidenden Penalty verwandelte Tyson Spink: „Es war ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben als Team sehr gut gearbeitet. Bei dem Penalty wollte ich Dustin Strahlmeier mit Tempo in Bewegung halten. Dies hat geklappt.“

Die Ausgangslage

Der Sonntagnachmittag begann in der DEL mit einem Paukenschlag, denn der Tabellenelfte Frankfurt, der ebenfalls noch auf Platz zehn schielt, kassierte mit dem 4:8 daheim gegen die abstiegsbedrohten Düsseldorfer einen Rückschlag.

Bei den Wild Wings stand Joacim Eriksson im Tor. Der in Straubing aufgrund einer Erkältung fehlende Verteidiger Jordan Murray war wieder zurück, dafür fehlte der erneut angeschlagene Kapitän Thomas Larkin.

Bei den Grizzlys hütete der Ex-Schwenninger Dustin Strahlmeier den Kasten. Kurzfristig aus privaten Gründen hatte Luis Schinko aus Schwenningen die Heimreise antreten müssen.

Die Stimmen vor dem Spiel

Wild-Wings-Geschäftsführer setzte darauf, „dass wir uns wieder mit Toren mehr für unseren Aufwand belohnen“. Für Wolfsburgs Trainer Mike Stewart war vor dem ersten Bully klar, „dass die Mannschaft heute gewinnt, die den größeren Willen zeigt“.

Das erste Drittel

In einer ausgeglichenen Anfangsphase verzeichnete Schwenningens Verteidiger Alex Trivellato nach sieben Minuten die erste Chance, die Strahlmeier parierte. Die Neckarstädter besaßen zwar in den ersten 20 Minuten mehr Spielanteile, scheiterten aber einige Male am guten Wolfsburger Keeper.

Das zweite Drittel

Im Mittelabschnitt verteidigten beide Teams gut, konnten zunächst keine großen Chancen kreieren. Doch in der 34. Minute fiel der erste Treffer des Tages – 1:0 für Wolfsburg: John Ramage hatte abgezogen, Spencer Machacek fälschte erfolgreich ab. Elf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels traf Jordan Murray von der blauen Linie zum 1:1.

„Unser Ausgleichstreffer war in dieser Situation extrem wichtig. Man merkt, um wieviel es hier für beide Teams geht. Es ist in dieser Saisonphase generell schwer geworden, Tore zu schießen“, betonte Wild-Wings-Verteidiger Alex Trivellato vor den letzten 20 Minuten.

Entscheidung fällt im Penaltyschießen

Hier ging es mit dem Geduldsspiel so weiter – beide Teams waren darauf bedacht, wenig Fehler zu machen. 8:15 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Boaz Bassen seinen großen Auftritt. Er legte ein fantastisches Solo hin und überwand Strahlmeier zum 2:1. Doch die Schwenninger Freude hielt nicht lange. Andy Miele glich nach einem klasse Move zum 2:2 aus (57.).

Es ging bis ins Penaltyschießen: Hier traf Tyson Spink entscheidend – Joacim Eriksson hatte zuvor alle drei Penaltys pariert.

Statistik

Wild Wings – Wolfsburg 3:2 (0:0, 1:1, 1:1 – 1:0) n.P.

Tore: 0:1 Machacek (33:47 – Assist: Ramage). 1:1 Murray (39:49 – Tylor Spink, Marshall), 2:1 Bassen (51:45 – Tylor und Tyson Spink), 2:2 Miele (56:06 – Machacek) – Tyson Spink.Strafen: Wild Wings: 6 – Wolfsburg: 4.Schiedsrichter: Ansons/Polaczek.Zuschauer: 4915.