Schwenningens Verteidiger Will Weber (links), der eine gute Leistung zeigte, setzt sich in dieser Szene gegen den Münchner Ben Street durch. Foto: Sigwart

Die Wild Wings warten in der neuen DEL-Saison weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Am Donnerstagabend unterlagen sie daheim Red Bull München unglücklich mit 1:2.

Die Leistung der Wild Wings stimmte, viele Chancen spielten sie gegen München heraus. Aber am Ende stand ein bitteres 1:2. Das Fazit: Den Schwenningern fehlt momentan vor dem gegnerischen Tor auch die Cleverness.

"Ein Tor ist zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen. Wir hatten Chancen genug. München war den Tick cleverer", brachte es Wild-Wings-Angreifer Marius Möchel nach dem Schlusszeichen auf den Punkt.

Siehe auch: Niklas Sundblad sieht sein Team immer mehr unter Druck.

Bei den Gastgebern fehlten weiterhin Maximilian Görtz und Tylor Spink. Angreifer Patrik Lundh zeigte sich vor dem ersten Bully zuversichtlich: "Wir sind gut vorbereitet."

Druckvoller Start

Die Schwenninger drückten sofort aufs Gaspedal und setzten Red-Bull-Torhüter Daniel Fießinger gleich unter Druck, konnten ihre Möglichkeiten aber nicht nutzen. Ab der 10. Minute befreiten sich die Bayern von dem Anfangsdruck und demonstrierten clevere Wechsel plus guten Scheibenbesitz im offensiven Drittel. Schwenningens Keeper Joacim Eriksson sah nun "Münchner Rush Hour" vor seinem Kasten, parierte toll Großchancen von Philip Gogulla (10.) und Austin Ortega (12.). Die Gastgeber konnten dann ein Überzahlspiel nicht verwerten und wurden anschließend eiskalt erwischt.

München schlägt zu

Denn 7,1 Sekunden vor der ersten Drittelspause war Eriksson erstmals geschlagen. Münchens Trevor Parkes spielte einen halben No-look-Pass auf Konny Abeltshauser, der zum 1:0 einnetzte. Wild-Wings-Angreifer Daniel Pfaffengut zeigte sich in der ersten Pause kritisch: "Wir haben nach einem guten Beginn dann ab der 10. Minute München zu viel Luft gelassen. Es wird Zeit, dass wir auch einmal vorne ein dreckiges Tor schießen." Schwenningens Manager Christof Kreutzer ärgerte sich ebenfalls. "Wir müssten vorne liegen."

Völlig offenes Spiel

Im zweiten Abschnitt konnten sich beide Teams weitere Chancen erarbeiten, aber auf der Anzeigentafel stand nach den 40 Minuten weiterhin "nur" ein 0:1. Das Red-Bull-Team hatte in dieser Phase Pech bei zwei Pfostenschüssen durch Maxi Daubner (33.) und Gogulla (40.) gehabt. "Es hätten auf beiden Seiten bisher viel mehr Tore fallen müssen. Es ist ein schweres Auswärtsspiel für uns," sagte Münchens Center Patrick Hager vor dem Schlussdrittel.

In diesem konnten Turnbull, Olimb und Cerny gute Ausgleichsmöglichkeiten weiter nicht nutzen. Und dann stand es 2:0 für die Mannschaft von Coach Don Jackson. Nach fünfminütigem Videostudium! der Schiedsrichter wurde der ››Gestocher-Treffer" von Maximilian Kastner (53.) anerkannt. Niclas Burström verkürzte 40 Sekunden vor dem Ende auf 1:2, doch dieser Treffer kam zu spät.