Die Wild Wings (hier Tyson Spink gegen Adler-Kapitän Marc Michaelis) taten sich im Derby schwer gegen spielstarke Mannheimer und zogen den Kürzeren. Foto: Roland Sigwart Photographie

Mannheimer zeigen ihre Klasse in der Helios Arena. Allerdings war für die Schwenninger aufgrund ihres guten Mitteldrittels mehr drin. Die Heimserie ist gerissen.

Die Wild Wings haben am Freitagabend daheim das DEL-Derby gegen starke Mannheimer Adler in der ausverkauften Helios Arena mit 2:5 verloren. Nach acht Heimsiegen in Folge mussten die Neckarstädter eine bittere Niederlage hinnehmen. In einem guten Mitteldrittel versäumten es die Gastgeber, einen Zwei-Tore-Rückstand zu wenden.

 

Die Ausgangslage

Bei den Schwenningern stand Michael Bitzer im Tor. Nach rund sechswöchiger Verletzungspause aufgrund einer Gehirnerschütterung war Angreifer Matt Puempel wieder dabei. Für ihn pausierte in der Verteidigung Alex Trivellato. Puempel spielte in einer Reihe mit Mirko Höfflin und Zach Senyshyn. Verteidiger Arkadiusz Dziambor feierte seinen 23. Geburtstag.

Die Mannheimer Adler hatten unter der Woche spielfrei. Das Tor hütete Nationalspieler Arno Tiefensee. Neuzugang Austin Ortega – zum Zuschauen eine Augenweide – absolvierte in Schwennningen sein drittes Spiel für die Badener – in der Paradereihe mit Marc Michaelis und Matthias Plachta.

Das erste Drittel

Die Partie begann mit einer Gedenkminute und bewegenden Worten des Schwenninger Hallensprechers Domenic Liebing für den in dieser Woche verstorbenen Nationalspieler Tobias Eder.

Auch wenn für die Schwenninger das teuerste Team der Liga als Gegner auf dem Eis stand, legten die Wild Wings gut los, besaßen nach 80 Sekunden die erste Chance durch Kyle Platzer. Doch die große Qualität der Adler wurde spätestens erkennbar, als das erste Überzahlspiel für die Gäste eingeläutet wurde. Schwenningen stand in den zwei Minuten brutal unter Druck – elf Sekunden bevor Will Weber wieder zurück aufs Eis durfte, schlug es im Tor der Schwäne zum 0:1 (Kristian Reichel/9.) ein.

Die Adler drückten weiter aufs Gas, spielten in dieser Phase stark nach vorne und erzielten verdient in der 13. Minute durch Ryan MacInnis das 2:0. Es war eine schwierige Situation für die Neckarstädter. Dementensprechend fiel auch der Kommentar von Schwenningens Top-Scorer Tyson Spink in der ersten Drittelspause nüchtern aus: „Wir sind bis jetzt noch nicht gut genug, müssen auch mehr Schüsse aufs Mannheimer Tor bringen. Wir müssen noch härter arbeiten“, forderte er.

Das zweite Drittel

Der Mittelabschnitt ging von den Spielanteilen her klar an die Wild Wings (16:3-Schüsse!), doch die Mannheimer führten nach diesem mit 3:1. „Schwenningen hat gut Druck gemacht in dieser Phase. Wir sind etwas vom Gas runter, haben aber am Ende des Drittels mit dem dritten Treffer eine richtige Antwort gegeben“, erklärte Adler-Verteidiger Lukas Kälble nach dem Mitteldrittel.

Die Wild Wings hatten in der 31. Minute durch Alex Karachun – er fälschte einen Distanzschuss von Thomas Larkin erfolgreich ab – auf 1:2 verkürzt. Schwenningen war auch in der Folgezeit „dran“ am möglichen Ausgleich – Matt Puempel vergab zwei gute Chancen. Als die Gäste wieder ein wenig aktiver im Spiel nach vorne wurden, stand es nach dem Treffer von Luke Esposito (39.) 3:1 für die Badener.

Das dritte Drittel

Im letzten Abschnitt waren sieben Minuten gespielt, als die Adler – im Powerplay – durch Michaelis das vorentscheidende 4:1 erzielten. Matt Puempel gelang (57.) ein Shorthander zum 2:4.

Die Statistik

Wild Wings – Mannheim 2:5 (0:2, 1:1, 1:2). Tore: 0:1 Reichel (8:41/5:4 – Assists: MacInnis, Gawanke), 0:2 MacInnis (12:55 – Kälble), 1:2 Karachun (30:05 – Larkin, Feist), 1:3 Esposito (38:09 – Bennett, Reichel), 1:4 Michaelis (46:01/5:4 – Swarz, Fischbuch), 2:4 Puempel (56:08/4:5 – Bassen), 2:5 Esposito (56:45 – Bennett). Strafen: Wild Wings: 10 – Mannheim: 10.Schiedsrichter: Kohlmüller, MacFarlane.Zuschauer: 5050 (darunter 200 Adler-Fans)