Die Wild Wings verkaufen sich in der ausverkauften Helios Arena gegen DEL-Spitzenreiter Köln beim 2:3 teuer. Die Haie stellen mit dem 15. Sieg in Folge Mannheimer Rekord ein.
Schade, die Schwenninger sind doch keine Partycrasher für die Haie! Die Wild Wings haben am Freitag abend daheim in der ausverkauften Helios Arena die bislang beeindruckende Erfolgsserie von DEL-Tabellenführer Köln beim 2:3 nicht stoppen können. Dabei zeigten die Schwenninger insgesamt eine starke Leistung, hätten mehr verdient gehabt.
Schwenningens Phil Hungerecker sagte nach dem Spiel: „Wir waren nicht schlechter als Köln, stehen aber leider mit leeren Händen da.“
Die personelle Ausgangslage
Bei den Wild Wings war im Angriff Tyson Spink nach muskulärer Verletzung zurückgekehrt. Der lange verletzte Verteidiger Will Weber wurde als siebter Defensiv-Mann eingesetzt – und überzeugte gleich wieder. Im Tor stand Joacim Eriksson.
Bei den Haien hütete Top-Keeper Janne Juvonen den Kasten, der in der Crunchtime sensationell hielt. Stürmer Patrick Russell hatte sich im Vorfeld auf das Spiel in Schwenningen gefreut: „Da ist immer eine sehr gute Stimmung.“
Erstes Saisontor von Ben Marshall
Die Neckarstädter zeigten ein gutes erstes Drittel gegen die favorisierten Kölner, verteidigten insgesamt geschickt und hielten das Spiel sehr offen. Einziges Problem: Zweimal bot Schwenningen kurz etwas an – zweimal nutzten die Haie ihre Chance. So in der 14. Minute, als Kölns Robin Van Calster mal eben aus der Distanz abzog und großes Glück hatte, dass die Scheibe – ganz „fies“ – als Aufsetzer vor Eriksson auf dem Eis aufkam und der Schwede beim 0:1 überwunden wurde. Auch unnötig war aus Sicht der Gastgeber das 0:2 (19.) durch Gregor MacLeod aus kurzer Distanz – hier verteidigte Phil Hungerecker etwas zu locker.
Aber die Wild Wings wurden eine Sekunde vor der ersten Pause für ihren großen Aufwand belohnt, als Ben Marshall mit einem One-Timer – in Überzahl – seinen ersten Saisontreffer zum 1:2 markierte. Kyle Platzer hatte hervorragend vorbereitet.
Der Ausgleich liegt in der Luft
Im Mittelabschnitt besaßen zunächst Tim Gettinger und Hakon Hänelt gute Chancen zum Ausgleich. Die Kölner taten sich in dieser Phase schwer im Umschaltspiel nach vorne, wurden von den Schwänen intensiv beschäftigt. Tylor Platzer (36.) verzeichnete die nächste gute Möglichkeit. Das Spiel der Haie sah in dieser Phase nach sehr harter Arbeit aus – nicht nach Lockerheit eines souveränen Spitzenreiters.
Vor dem letzten Drittel erklärte Schwenningens Rückkehrer Will Weber: „Es fühlt sich für mich gut nach dieser langen Pause an. Es ist ein enges Spiel. Wir müssen nun das Momentum auf unsere Seite ziehen.“
Die Entscheidung
In den letzten 20 Minuten drückten die Wild Wings aufs Tempo und belohnten sich nach weiteren guten Chancen mit dem „Nach-Stochertor“ von Phil Hungerecker (53.) zum 2:2. Pech dann für die bis dahin weitgehendst von der Strafbank weggebliebenen Schwäne: In der Crunchtime musste Mirko Höfflin in die Kühlbox – Maxi Kammerer traf zum schmeichelhaften 3:2 für die Haie.
Statistik
Wild Wings – Köln 2:3 (1:2, 0:0, 1:1).
Tore: 0:1 Van Calster (13:59 – Assist: Müller), 0:2 MacLeod (18:42 – Schnarr), 1:2 Marshall (19:59/5:4 – Platzer, Swarz), 2:2 Hungerecker (52:33 – Tylor Spink), 2:3 Kammerer (56:27/5:4).
Strafen: Wild Wings: 4 – Köln: 8.
Schiedsrichter: Hebert/Schadewaldt.
Zuschauer: 5125.