Marco Kimmel, der Vorsitzende der Wild Wings Future, hat sich über einige Aspekte in der abgelaufenen Saison gefreut. Foto: Wild Wings Future

Nachwuchsvorsitzender Marco Kimmel spricht über sein Fazit. Sehr starker Zulauf bei den jüngsten Jahrgängen. Der Sprung in den Aktivenbereich bleibt für die Talente sehr groß – aber auch in diesem Punkt wollen sich die Schwenninger besser aufstellen.

Die Teams der Wild Wings Future befinden sich in der verdienten Pause. Im Mai geht es mit dem Athletik-Sommertraining der jeweiligen Mannschaften wieder los. Marco Kimmel, der Vorsitzende der Wild Wings Future, zieht ein Saisonfazit, das gute und weniger gute Momente beinhaltet.

 

Herr Kimmel, wenn wir kurz die Mannschaften und die Saisonbilanzen durchgehen, was alles war für Sie bemerkenswert in der abgelaufenen Saison?

Wir haben Licht und Schatten erlebt. Wir haben bei der U20 in der DNL gewusst, dass wir vor einer schweren Saison stehen. Aber diese wurde noch schwerer als erwartet. Knapp haben wir den Klassenerhalt geschafft. Es war nervenaufreibend.

Die U17 lag mit der Qualifikation für das Playoff-Achtelfinale absolut im Soll. Die U15 hatte sich erneut für die Bayernliga qualifiziert. Unsere U13 schaffte dies nicht, aber sie spielte in Baden-Württemberg eine erfolgreiche EBW-Runde. Sehr erfreulich ist, dass wir bei den jüngsten Jahrgängen, der U11 und U9, einen starken Zulauf mit rund 65 Jugendlichen hatten. Hier spielen die erfolgreichen Wild Wings als attraktives Zugpferd eine wichtige Rolle.

Wäre es nicht gut, die U20 mit noch mehr externen Talenten punktuell zu verstärken, die vielleicht mittelfristig auch eine Perspektive für die Wild Wings haben?

Dies wäre wünschenswert, ist aber schwierig. Die Konkurrenz mit den Ausbildungszentren in Mannheim, Köln, Berlin und immer mehr Salzburg ist sehr groß, auch wenn unser Standort einen sehr guten Namen hat.

Das war knapp: Erst auf den letzten Drücker in der Playdown-Serie schaffte die U20 (hier Leonardo Biafore, links) den DNL-Klassenerhalt. Foto: Roland Sigwart

Vor welchen kommenden Herausforderungen stehen die Wild Wings Future?

Die Zugehörigkeit unserer U20 in der DNL ist in den nächsten Jahren als Unterbau elementar wichtig. Durch den starken Zulauf bei den jüngeren Jahrgängen werden wir bei der U13 und bei der U9 sogar jeweils zwei Mannschaften melden. Dies bedeutet einen personellen, organisatorischen und finanziellen Mehraufwand. Und es gibt noch einen sehr wichtigen Punkt, den wir uns auf die Fahne schreiben.

Jetzt sind wir gespannt.

Wir müssen insgesamt bei unserer Ausbildung noch mehr dafür sorgen, dass der Sprung für die Talente von der Jugend in den Aktivenbereich in den kommenden Jahren wieder etwas kleiner wird. Der Sprung nach oben ist sehr groß geworden. Mit unseren Kooperationspartnern – Freiburg in der DEL2 und Stuttgart in der Oberliga – haben die Jungs gute Optionen. Der Weg in die DEL bleibt für die guten jungen Spieler angesichts der großen Konkurrenz in den Teams hingegen sehr schwer.

Wie sieht das Trainerteam der Wild Wings Future in der kommenden Saison aus?

Wayne Hynes wird weiterhin die U20 trainieren. Neu bei der U17 ist bekanntlich Kevin Richter. Die U15 wird von Karel Bauhof gecoacht. In der U13 werden wir zeitnah den neuen Coach vorstellen.

Das Sommereis in der Helios Arena ist und bleibt in Villingen-Schwenningen von den Kosten her ein großes Thema.

Wir erhalten auch in diesem Sommer keine Zuschüsse. Die Wild Wings und wir finanzieren das Eis erneut selbst. Das Sommereis auf der Bahn 2 ist für eine optimale Saisonvorbereitung unabdingbar. Aber wir beschränken es zeitlich. Wir werden erst ab Juni wieder auf das Eis gehen, da sich die Teams, ja auch die Wild Wings, im Mai erst einmal auf das Athletik-Training konzentrieren. Und wir sparen somit Kosten.