Die Adler Mannheim – Denis Reul (rechts) – erster Saisongegner der Wild Wings, kassierten zuletzt eine empfindliche Testspielniederlage gegen die Kölner Haie. Foto: Eibner/Denkinger

Am Donnerstag, 15. September, startet die neue DEL-Saison. Alle 15 Klubs biegen nun in der Vorbereitung auf die Zielgerade ein.

Die Schwenninger Wild Wings haben zum Beispiel am Sonntag (16.30 Uhr) bereits ihr vorletztes Testspiel daheim gegen die Frankfurter Löwen – am Freitag, 9. September, geht es für die Neckarstädter dann noch gegen Nürnberg, einem weiteren Liga-Konkurrenten. Cheftrainer Harold Kreis und auch Wild-Wings-Sportdirektor Christof Kreutzer sehen den Zeitpunkt, am Ende der Vorbereitung noch zwei DEL-Ligisten als Testgegner zu haben, als "ideal" an. "Mit verdeckten Karten werden unsere Liga-Konkurrenten und auch wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr agieren können. Diese beiden Tests geben uns noch einige wertvolle Erkenntnisse", so Harold Kreis und Christof Kreutzer übereinstimmend.

Internationales Flair für Straubing Tigers

Als idealen Vorbereitungsteil sehen einige Erstligisten natürlich auch die Teilnahme an der Champions-Hockey-League. Die Straubing Tigers feiern in diesem Sommer Premiere.

Kurios ist dabei, dass Red Bull München und auch die Eisbären Berlin in ihren ersten Champions-Hockey-League-Spielen auf Gegner am Donnerstag trafen, die die Wild Wings ebenfalls in ihren Testspielen hatten. Die Münchner gewannen mit 4:1 bei den Rapperswil-Jona Lakers, die von Schwenningen mit 1:5 vor zwei Wochen besiegt worden waren.

Eisbären überzeugen in Grenoble

Die Eisbären Berlin ließen bei ihrem ersten internationalen Auftritt in dieser neuen Saison beim 8:2 in Grenoble nichts anbrennen. "Wir werden unsere beste Leistung brauchen, um die Franzosen zu besiegen", hatte Eisbären-Coach Serge Aubin noch vor der Reise in die französischen Alpen gesagt.

Die Straubinger steigen am Freitagabend in den immer populärer werdenden Wettbewerb der Champions-Hockey-League mit dem Spiel beim polnischen Vertreter aus Krakau ein. Die Wolfsburg Grizzlys, vierter deutscher Klub, stehen zeitgleich dem EV Zug gegenüber.

"Ich denke, dass wir uns diese CHL-Teilnahme als Mannschaft und als Verein verdient haben. Wir wollen international unseren Fußabdruck hinterlassen und uns beweisen. Die Euphorie um das Team ist riesig, aber auch innerhalb der Mannschaft merkt man, dass die Anspannung und die Vorfreude auf den Wettbewerb von Woche zu Woche gestiegen ist", betonte Straubings Kapitän Sandro Schönberger.

Bremerhavens Manager Alfred Prey ist Realist

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven wurden von einer großen Fanschar auf der langen Reise zum Turnier "Coupe de Bains" ins schweizerische Düdingen begleitet. Und die Norddeutschen zeigten ihr Potenzial bei drei starken Auftritten gegen Fribourg (2:1 nach Verlängerung), gegen die ZSC Lions (2:3 nach Penaltyschießen) und dem 4:3 nach Penaltyschießen gegen Lausanne. Fischtown-Manager Alfred Prey lobte zwar die Leistungen des Teams um Coach Thomas Popiesch "gegen europäische Eliteklubs, doch die Ergebnisse sind hinsichtlich der neuen DEL-Saison leider ein Muster ohne Wert".

Interne Kritik bei den Adlern

Bei den Mannheimer Adlern, dem ersten Saisongegner der Wild Wings am Freitag, 16. September, hatte es zuletzt nach der enttäuschenden Testspiel-Leistung gegen die Kölner Haie (1:3) intern richtig gekracht. "Wir alle waren nicht bereit für diese Partie", schimpfte Angreifer Luca Tosto. An diesem Wochenende nehmen die Adler am "Energie-Steiermark-Trophy-Turnier im österreichischen Graz teil.