Dicke Luft vor dem Tor von Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson. Schwenningens Kapitän John Ramage (rechts) will Eric Cornel ausbremsen. Foto: Eibner/Brockmann

Die Wild Wings haben in der DEL ihr erstes Spiel nach der Länderspielpause in Iserlohn am Sonntagabend mit 1:4 verloren. Schwenningen nutzte gute Chancen nicht zu einem besseren Resultat. Das alte Problem eben.

Schwenningens Verteidiger Peter Spornberger war nach dem Schlusszeichen enttäuscht: "Iserlohn hat die Tore gemacht – wir nicht. Dabei haben wir insgesamt aber ein gutes Spiel gemacht."

Bei den Gästen feierte Nationalstürmer Alex Karachun nach einem halben Jahr Pause sein Comeback. Er spielte in einer Angriffsreihe mit den beiden starken Technikern David Ullström und Miks Indrasis. Alex Karachun war kurz vor dem Spielbeginn glücklich: "Es fühlt sich nach so einer langen Pause wie ein erstes DEL-Spiel an. Ich erhielt auch eine tolle Unterstützung in der nicht einfachen Zeit von meiner Freundin und von meiner Familie", bedankte er sich."

Im Tor stand Joacim Eriksson, obwohl Marvin Cüpper eingeplant war. Aber Cüpper war ebenso kurzfristig erkrankt wie auch Stürmer Tyson Spink.

Die Iserlohner hatten am Freitag in Berlin mit 4:2 gewonnen, einen optimalen Ligaeinstieg nach der Pause geschafft und waren voller Selbstvertrauen in den ersten Saisonvergleich mit Schwenningen hineingegangen. "Gegen gute Wild Wings werden wir aber heute sehen, wo wir gerade in unserem Entwicklungsprozess stehen", so Roosters-Coach Greg Poss vor dem ersten Bully.

Das erste Drittel

Das Schwenninger Team baute am Iserlohner Seilersee sofort viel Druck auf. Tylor Spink scheiterte in der achten Minute mit der ersten Großchance an dem sehr starken Iserlohner Schlussmann Hannibal Weitzmann. Doch die Sauerländer steigerten sich in der zweiten Hälfte des ersten Drittels. Als die Wild Wings im eigenen Drittel die Scheibe nicht sauber klärten, traf Sena Acolatse (16.) zum 1:0 für die Roosters. Im Gegenzug hätte David Ullström fast den Ausgleich erzielt.

Der zweite Abschnitt

Im zweiten Drittel waren erst 83 Sekunden gespielt, als die Gastgeber in Überzahl durch Ryann O’Connor mit 2:0 in Führung gingen. Es folgte eine Phase, in der die Iserlohner durch ein schnelles Umschaltspiel nach vorne gefährlich waren. Dann aber gelang den Wild Wings der 1:2-Anschlusstreffer (36.) durch ein "halbes" Eigentor von Roosters-Keeper Weitzmann. Alex Trivellato wurde als Schwenninger Torschütze offiziell genannt.

"Wir machen bisher ein gutes Spiel, das Ergebnis spiegelt nicht unsere Leistung wider", monierte Schwenningens Angreifer Phil Hungerecker nach den ersten 40 Minuten.

Die letzten 20 Minuten

Der gebürtige Lüneburger war es auch, der zum Beispiel in der 51. Minute eine große Möglichkeit zum Ausgleich nicht nutzte. Iserlohn war viel effektiver als die Gäste: Kristopher Foucault (57.) hämmerte das Spielgerät durch die Armbeuge von Eriksson zum 3:1 – 62 Sekunden vor dem Ende war Roosters-Angreifer Kaspars Daugavins per empty-net-goal für das 4:1 der Roosters zuständig. Die Wild Wings legen nach der Länderspielpause einen klassischen Fehlstart hin, weil ihre Offensive insgesamt wieder zu stumpf war. Nur ein Treffer bei 37 Torschüssen spricht Bände.

Iserlohn Roosters – Wild Wings 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Tore: 1:0 Acolatse (15:30 – Assist: Proske), 2:0 O’Connor (21:23/5:4 – Poirier und Acolatse), 2:1 Trivellato (35:35), 3:1 Foucault (56:59 – Rutkowski und Ziegler), 4:1 Daugavins (58:58/5:6 – Ugbekile und Bailey). Strafen: Iserlohn: 10 – Wild Wings: 8. Schüsse: Iserlohn: 28 – Wild Wings: 37. Schiedsrichter: Köttstorfer/ Rohatsch. Zuschauer: 3855.