Er meldet sich mit einer verbesserten Form zurück: In der 38. Minute erzielte Sebastian Uvira den 2:1-Siegtreffer am Sonntag gegen Frankfurt. Foto: Eibner

Warum sich die Schwenninger im ersten Jahresspiel den Sieg in Frankfurt verdienten. Mit Wolfsburg kommt am Dienstag (14 Uhr) der nächste Direktkonkurrent. Kölner Odysee.

Die Wild Wings (10./46) sind am Sonntagabend mit einem verdienten und wichtigen 2:1-Sieg aus Frankfurt zurückgekehrt. Defensiv sehr stark, insgesamt diszipliniert und strukturiert plus zwei sehenswerte Treffer von Alex Karachun (200. DEL-Punkt) und von Sebastian Uvira. So lässt sich der erste Erfolg des neuen Jahres der Schwenninger in Frankfurt schnell umschreiben.

 

Die Stimmen in Frankfurt

Coach Steve Walker lobte nach dem Schlusszeichen gegen die Löwen die Wild-Wings-Fans für eine „großartige Unterstützung in Augsburg und heute in Frankfurt. Es war ein sehr gutes DEL-Spiel, geprägt von einer guten Defensive auf beiden Seiten. Wir haben vielleicht ein wenig mehr Chancen kreiert, aber Mirko Pantkowski hat sehr gut gehalten. Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg.“ Ingesamt rund 1200 Schwenninger Anhänger hatten die beiden Auswärts-Trips mitgemacht.

Siegtorschütze Sebastian Uvira, dessen Formkurve wieder nach oben zeigt, sprach von „einem ganz wichtigen Sieg, der uns natürlich viel Selbstvertrauen gibt. Auch wenn unser Programm bis zur Olympiapause schwer ist, wissen wir, dass wir jeden schlagen können. Wir müssen einfach unser Spiel spielen, indem wir defensiv gut stehen und vorne die Dinger reinhauen.“

Frankfurts Coach Tom Pokel hatte einen guten Start seiner Mannschaft gesehen: „Beide Teams haben sehr gut verteidigt. Am Ende hatten wir unsere Chancen, um zu punkten. Jetzt ist unsere kleine Erfolgsserie gerissen, also beginnen wir mit einer neuen.“

Dustin Strahlmeier empfiehlt sich für Olympia

Am Dienstag (14 Uhr) geht es für die Schwäne daheim im nächsten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Wolfsburg (9./49) weiter. Die Grizzlys verloren am Sonntag in Nürnberg mit 2:4. Die Leistungskurve der Norddeutschen zeigt dennoch leicht nach oben.

Anfang Dezember war die Mannschaft um Coach Mike Stewart auf den elften Platz abgerutscht. Dann folgten aber für die Wolfsburger bis zum Jahreswechsel (fünf Siege und fünf Niederlagen) die bisher besten Wochen dieser Hauptrunde. Vor allem defensiv zeigen sich die Norddeutschen verbessert. Daran hat auch der Ex-Schwenninger Torhüter Dustin Strahlmeier einen großen Anteil, der bisher eine persönlich starke Saison spielt und in der Top-Torhüterliste der DEL in Sachen Fangquote mit 92,06 Prozent auf dem fünften Platz rangiert. Klares Ziel von Strahlmeier: „Er will bei den Olympischen Spielen in Italien zum deutschen Kader zählen.

Ebenso schlug der neue und NHL-erfahrene Center Gemel Smith, der Mitte Dezember verpflichtet wurde, erfolgreich ein. Mike Stewart weiß, wie schwer für seine Mannschaft das Spiel in Schwenningen wird: „Es ist für beide Teams ein sehr wichtiges Duell und die Fans werden die Wild Wings wieder pushen.“

Nach den bisherigen beiden Begegnungen in dieser Saison steht es remis. Die Grizzlys gewannen am 26. September mit 4:1 daheim – die Wild Wings feierten am 30. November einen 3:2-Heimerfolg.

Wenn Haie-Fans nur bis Magdeburg kommen

Eine runde Sache war der Sonderzug der 600 Wild-Wings-Fans nach Frankfurt. Am Sonntagabend um 21.50 Uhr fuhr der Zug wieder in Rottweil ein. „Es war sehr gelungen. Wir sind für die kommende Saison wieder offen, aber ein Sonderzug hängt ja immer auch vom Spielplan ab“, erklärt Fan-Beauftragter Wolfgang Jack.

Rund 800 Kölner Anhänger hatten am Sonntag für das Auswärtsspiel in Dresden (Spielbeginn 16.30 Uhr) auch einen Sonderzug gebucht. Doch die Anfahrt entwickelte sich aufgrund vieler Verspätungen unterwegs sehr problematisch. So wären die Fans des DEL-Tabellenführers erst gegen 18.30 Uhr in Dresden eingetroffen.

In Magdeburg wurde die Expedition schließlich abgebrochen. Der Sonderzug fuhr zurück ins Rheinland. Den 8:1-Sieg ihres Teams beim Tabellenschlusslicht bekamen die Haie-Treuen dann nur noch überwiegend im Partywaggon mit.