Coach Steve Walker bescheinigt seiner Mannschaft nach der 1:2-Niederlage eine „gute Leistung“. Schwenninger rutschen in der DEL auf Rang neun ab. Kommt bald ein neuer Import-Stürmer?
Die Wild Wings haben am Sonntag in der DEL mit dem 1:2 in Bremerhaven eine bittere Niederlage kassiert. Bitter deshalb, weil die Schwenninger über die 60 Minuten das bessere Team waren, ein klares Chancenplus verzeichneten und auch bei der Schussbilanz (27:16) die Nase vorne hatten. Pinguins-Schlussmann Max Franzreb war bester Spieler auf dem Eis, weil er gegen die Gäste-Offensive wie ein Fels in der Brandung stand.
Die Worte von Steve Walker
Der Schwenninger Coach bescheinigte seiner Mannschaft eine „gute Auswärtsleistung. Wir hatten einige Chancen. Bremerhaven hat gut verteidigt und die Tore zu wichtigen Zeitpunkten gemacht.“
Wild-Wings-Angreifer Sebastian Uvira sprach ebenso seinen Teamkollegen ein großes Lob aus: „Wir hätten nach dieser sehr guten Leistung zumindest einen Punkt hier verdient gehabt.“
Uviras Stürmerkollege Mirko Höfflin hatte bereits im Vorfeld der Partie prognostiziert: „Wenn Bremerhaven das erste Tor schießt, wird es ganz schwierig. Dann nehmen sie dir das Tempo aus dem Spiel, bauen auf ihre starke Defensive und warten auf Fehler vom Gegner.“
Die Wild Wings haben in den vergangenen Jahren in der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz oft den gleichen Film erlebt. Lediglich vier Mal in den letzten 16 Spielen, trotz überwiegend guten Leistungen dort, hieß der Sieger Schwenningen.
Der Blick nach vorne
Die Neckarstädter sind inzwischen aus dem hohen Norden zurückgekehrt, müssen die knappe Niederlage schnell abhaken. Am Freitag wartet in Frankfurt schon das nächste „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen einen Direktkonkurrenten um einen Play-off-Platz.
Die Wild Wings sind am Sonntagabend in der DEL von Platz acht auf Rang neun abgerutscht. Die Frankfurter (11./44 – vor dem Montag-Spiel in München) haben mit ihrem herausragenden 5:1-Sieg im Winter-Game gegen Mannheim neuen Rückenwind bekommen.
Die personelle Situation
Spannend ist die Frage, ob die Schwenninger in dieser Woche einen neuen Stürmer präsentieren. Der deutsche Spielermarkt ist seit dem 31. Dezember geschlossen, auch wenn die aktuell vertragslosen Spieler wie David Wolf (früher Mannheim) noch zu haben sind.
Aber es dürfte in Schwenningen nun doch bald auf einen neuen Import-Stürmer hinauslaufen, selbst wenn Geschäftsführer Stefan Wagner diese Option zeitlich in dieser Saison gerne noch etwas zurückgehalten hätte.
Steve Walker machte die angespannte Situation in Bremerhaven in einem Nebensatz noch einmal deutlich: „Heute sind viele Spieler viel auf dem Eis gestanden.“
Und dennoch legten die Neckarstädter mit 73,2:71,6 Gesamtkilometern noch eine bessere Laufleistung als die Pinguins hin.
Klar ist aber auch Wagner und Walker, dass diese Kraftakte der Mannschaft in den kommenden wichtigen Wochen der Hauptrunde auch ins Auge gehen können. Das Team zeigt – auch in dieser engen personellen Lage – einen hervorragenden Charakter und ist noch enger zusammengerückt. Die gute Leistung in Bremerhaven unterstrich dies.