Am Freitag (19.30 Uhr) kommen die Mannheimer Adler in die ausverkaufte Helios Arena. Für die Schwenninger zählen ab sofort vor allem Ergebnisse. Am Sonntag gastieren die Schwäne in Köln.
Die Leistungen der Wild Wings stimmten zuletzt – aber die Ergebnisse weniger. In dieser Hinsicht wächst der Druck auf die Schwenninger vor dem Heimderby gegen Mannheim (Freitag, 19.30 Uhr) und am Sonntag in Köln (16.30 Uhr).
Ein Blick auf die DEL-Tabelle begründet die Thematik mit dem „Druck“. Die Schwäne rangieren auf Platz elf mit 23 Punkten – vor ihnen haben die Nürnberg Ice Tigers (10./27) und die Grizzlys Wolfsburg (9./27) jeweils vier Zähler Vorsprung. Um aus Schwenninger Sicht noch etwas höher ins Regal dieser Hauptrunde zu greifen: Bis zum letzten direkten Play-off-Platz (Köln, 6./35) weisen die Neckarstädter bereits einen Rückstand von zwölf Zählern auf! Aber die Hauptrunde ist auch noch lang.
Das sagt Steve Walker
Natürlich wirft Wild-Wings-Coach Steve Walker hier und da einen Blick auf die Tabelle. „Aber wir müssen vor allem unsere Leistungen schauen. Die Jungs spielen gutes, ja teilweise sehr gutes Eishockey. Fehler verhinderten bisher manchmal auch gute Ergebnisse. Deshalb müssen wir diese Fehler abstellen.“
Hoffnung gegen Mannheim erfolgreich zu sein, macht auch die Tatsache, dass die Schwenninger im Saisonauftaktspiel am 20. September bei der knappen 3:4-Niederlage in der SAP Arena bis zum Schluss auf Augenhöhe mit den Adlern waren.
Coach Steve Walker erwartet am Freitag viel Druck von den Badenern: „Sie haben mit Leon Gawanke und John Gilmore sehr offensive Verteidiger. Sie werden vor unserem Tor sehr präsent sein. Für uns gilt es, ihnen möglichst viele Schüsse wegzunehmen.“
Schwenningens Angreifer Philip Feist, der sich in dieser Saison gut entwickelt, ist zuversichtlich, „dass wir uns gegen Mannheim viele Chance erarbeiten und erfolgreich sein können“.
Walker und Feist sehen gemeinsam die große Wichtigkeit, „dass wir einen guten Start ins Spiel erwischen“.
Michael Bitzer hält
In Sachen Aufstellung will sich Steve Walker kurzfristig entscheiden. Im Tor steht im Derby Michael Bitzer. Joacim Eriksson befindet sich im speziellen Wartestand. Der Grund ist sehr erfreulich: Seine Frau und er erwarten stündlich den zweiten Sohn. Steve Walker schmunzelt und sagt: „Ich bin mal gespannt, wie das mit Joacim am Wochenende so läuft.“
Die Lage bei den Adlern
Die Mannheimer Adler (4./36) spielen – im Gegensatz zur Vorsaison (Viertelfinal-Aus) – bisher eine stabile Saison. Allerdings tat sich Schwenningens Erzrivale am Mittwoch im Heimspiel gegen Iserlohn (4:1) in den ersten 40 Minuten schwer, ehe dann die Treffer von Nick Cicek, Kristian Reichel und Kris Bennett für klare Verhältnis gegen die Sauerländer sorgten. Coach Dallas Eakins lobte sein Team: „Wir sind geduldig geblieben, die Führungsspieler sind vorausgegangen.“
Was Dallas Eakins nervt
Was aber den Mannheimer Trainer aktuell nervt, ist das frühzeitige Vermelden der Neuzugänge für die kommende Saison. Fest stehen sollen bereits Torhüter Maximilian Franzreb (Bremerhaven, als Ersatz für den wohl nach Übersee abwandernden Arno Tiefensee), Nationalstürmer Justin Schütz (Köln) und der Düsseldorfer Nationalspieler Alex Ehl.
Dallas Eakins weiß genau, dass solche Nachrichten intern auch Unruhe ins Team bringen können. Eakins selbst kann sich seines Jobs jedoch noch ziemlich sicher sein. Adler-Hauptgesellschafter Daniel Hopp plant einen längeren gemeinsamen Weg mit dem US-Amerikaner.