Enttäuschte Düsseldorfer, jubelnde Wild Wings: Alexander Karachun (hinten) und 3:0-Torschütze Tyson Spink freuen sich. Foto: Roland Sigwart

Die Wild Wings haben in der DEL am Sonntagnachmittag das Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG nach einem starken Auftritt mit 5:2 gewonnen. Damit könnten die Schwenninger am Dienstag vielleicht in Krefeld schon den Klassenerhalt perfekt machen.

Diese Partie bot natürlich gleich eine doppelte Brisanz. Einerseits braucht Schwenningen jeden Punkt im Abstiegskampf – andererseits stand mit Harold Kreis an der Düsseldorfer Bande der zukünftige Coach der Wild Wings. Doch der 63-Jährige blieb vor dem Spiel gelassen: "Es geht um drei Punkte. Es ist für mich kein spezielles Spiel. Jeder macht in dieser Situation hundertprozentig seinen Job – und dies ist für mich noch bei der DEG." Aber natürlich lässt Harold Kreis die angespannte Tabellensituation der Wild Wings nicht kalt: "Es ist selbstverständlich, dass ich ihnen alles Gute und den Klassenerhalt wünsche", wurde er vor dem Spiel in Schwenningen zitiert.

Harold Kreis lobt das intensive Spiel der Schwenninger

Der Zeitsprung: Sonntag, 16.15 Uhr. Die Schwenninger Fans feiern nach dem 5:2 gegen Düsseldorf begeistert ihre Mannschaft. Und Harold Kreis gratuliert seinem zukünftigen Klub: "Der Sieg ist für die Wild Wings auch in dieser Höhe verdient. Sie haben gegen uns alle ihre Vorteile auf der kleineren Eisfläche heute genutzt, um uns von Beginn an unter Druck zu setzen. Sie haben sehr laufintensiv und körperbetont gespielt", lobte er.

Christof Kreutzer: "Wir haben alles selbst in der Hand"

Wild-Wings-Sportdirektor Christof Kreutzer freute sich sehr über den starken Auftritt seiner Mannschaft: "Ein Kompliment dafür, wie sie es von der letzten Sekunde bis zum Ende durchgezogen hat. Wir haben gerade im ersten Drittel unsere Chancen konsequent genutzt, und das ist gut fürs Selbstvertrauen." Dann schwenkte der Blick von Kreutzer auf die letzte Hauptrunden-Woche mit den Spielen in Krefeld (Dienstag), in Ingolstadt (Freitag) und dann am Sonntag daheim gegen Nürnberg. "Es waren heute gegen Düsseldorf natürlich drei sehr wichtige Punkte. Wir haben alles weiterhin für den Klassenerhalt in unserer Hand. Und das ist eine gute Position."

Begeisterndes erstes Drittel

Die Wild Wings, bei denen im Angriff Brett Pollock für Tomas Zaborsky wieder spielen durfte, boten ein fantastisches erstes Drittel mit toll herausgespielten Toren von Max Görtz (8./Vorarbeit Ken André Olimb), von Tylor Spink (10./Vorarbeit Alex Karachun) und von Tyson Spink (13./Vorarbeit Karachun) zum 3:0-Zwischenstand in der ersten Pause. Alex Karachun lobte sein Team: "Das läuft bisher sehr gut bei uns. Wir hatten uns auch viel vorgenommen."

Die Leistungskurve der Schwenninger brach auch in den nächsten beiden Dritteln nicht ab. Nach dem 4:0 von Tylor Spink (27.) verkürzte die DEG durch Tobias Eder auf 1:4 (32.). Für das 5:1 war Kapitän Travis Turnbull zuständig (33.). Den zweiten Treffer für insgesamt schwache Rheinländer erzielte noch Carter Proft in der letzten Minute.

Tylor Spink fällt vielleicht am Dienstag in Krefeld aus

Einziger Wermutstropfen bei Schwenningen: Der zweifache Torschütze Tylor Spink musste nach einer halben Stunde aufgrund einer Unterkörperverletzung raus. Er könnte vielleicht am Dienstag in Krefeld ausfallen.

Wild Wings – Düsseldorf 5:2 (3:0, 2:1, 0:1)

Tore: 1:0 Görtz (7:52), 2:0 Tylor Spink (10:00), 3:0 Tyson Spink (12:10), 4:0 Tylor Spink (26:24), 4:1 Eder (31:04), 5:1 Turnbull (32:47), 5:2 Proft (59:01).
Strafen: Wild Wings: 8 – DEG: 8
Schiedsrichter: Kopitz/Renau
Zuschauer: 3178