Der Schwenninger Coach blickt im Interview auf die restlichen zehn Spiele der Hauptrunde. Er sagt: „Alle Mannschaften werden nun an ihr Limit gehen.“ Seine Freude über die Vertragsverlängerung von Zach Senyshyn ist groß. Am Donnerstag geht es in München weiter.
Am vergangenen Samstag starteten die Wild Wings nach fünf freien Tagen wieder mit dem Training und der Vorbereitung auf die heiße Endphase der DEL-Hauptrunde. Für die Schwenninger (7./60) geht es praktisch in den restlichen zehn Spielen jeweils um „sechs Punkte“, weil die Konkurrenz im Kampf um die Play-off-Plätze derart eng beieinander ist. Unsere Redaktion sprach mit Coach Steve Walker.
Steve, mit der Vertragsverlängerung von Zach Senyshyn haben die Wild Wings in der aktuellen Saisonphase ein Ausrufezeichen gesetzt. Was bedeutet die Zusage des Top-Torjägers auch aus Ihrer Sicht?
Die Vertragsverlängerung von Zach ist eine große Geschichte. Es ist ein gutes Zeichen für uns, dass sich ein Spieler seines Kalibers so entschieden hat. Es zeigt, dass Zach auch an das glaubt, was wir hier aufbauen wollen. Ich hoffe natürlich, dass es uns gelingt, mehrere Spieler einer Klasse wie Zach zu überzeugen, zu uns zu kommen und zu bleiben. Er ist einer der wenigen Spieler, die in Eins-gegen-Eins-Situationen Torchancen kreieren können. Zach ist stark im Powerplay, ist zweitstärker Torjäger der Liga. Er hat natürlich Fähigkeiten, die nicht alltäglich sind.
Sie haben die kurze freie Zeit für einen Trip nach Hause nach Kanada in der vergangenen Woche zu Ihrer Familie genutzt. Wie wichtig war es, vor der „Crunchtime“ der Hauptrunde noch einmal abzuschalten?
Ich habe im Grunde nur Familie und Freunde besucht, nichts Aufregendes. Es ist wichtig, wenigstens für ein paar Tage vom Eishockey mal etwas abzuschalten. Aber der wichtigste Teil der Saison liegt ja noch vor uns.
Aus den vergangenen drei Spielen vor dieser Pause gab es für Ihre Mannschaft nur einen Punkt. Die Gegentorquote war mit 15 Gegentreffern ungewöhnlich hoch. Was muss das Team in den kommenden zehn Hauptrundenspielen wieder besser machen?
Es stimmt, die letzten drei Spiele waren aus unserer Sicht wirklich enttäuschend. Nur einen Punkt in Düsseldorf mit einer Drei-Tore-Führung zu holen, ist nichts, worauf wir stolz sein können. Gegen die Adler Mannheim hatten wir nicht die Energie, die wir normalerweise haben. Vielleicht lag dies an der Reise zuvor ins Rheinland, oder an der Art und Weise, wie wir das Spiel in Düsseldorf zwei Tage verloren hatten. Wir hatten keine Normalform gegen Mannheim. Wir müssen die Strafzeiten wieder minimieren und wir müssen besser verteidigen. Wir haben in diesen drei Spielen fünf Tore in Unterzahl kassiert und uns damit selbst den Schwung genommen.
Auf was wird es für Ihr Team in den letzten zehn Spielen ankommen?
60 Minuten lang spielen, wird das Wichtigste sein. Jeder weiß, was auf dem Spiel steht. Wir müssen in jedem einzelnen Spiel unser Bestes geben.
Wie werden die Trainingsschwerpunkte nach dem Restart aussehen?
Am Samstag und am Sonntag haben wir den Körper nach der kurzen Pause wieder in Bewegung gebracht. Wir werden es langsam angehen lassen, bis wir unsere fünf Nationalspieler zurückhaben. Mit Beginn dieser Woche läuft wieder das reguläre Training mit der Vorbereitung auf das Spiel in München.
Mit den Schwenninger Wild Wings kämpfen sechs weitere Mannschaften um die wichtigen Plätze 6 bis 10. Was erwarten Sie generell von diesen letzten zehn Spieltagen? Fallen die Entscheidungen erst am 7. März?
Ich erwarte, dass die letzten Spiele der Hauptrunde bereits der Beginn der Playoffs für alle Teams sein werden. Die Mannschaften werden ihr bestes Eishockey spielen und an ihr Limit gehen. Das werden die besten Spiele dieser Hauptrunde. Ja, ich denke, dass es bis zum 52. Spieltag dauert, bis in der Tabelle richtig Klarheit herrscht.