Stark: Der Ex-Schwenninger Alex Dück führte die Bietigheim Steelers in der vergangenen Saison von der Oberliga zurück in die DEL2. Seit Gründonnerstag duellieren sich die Bietigheimer im DEL2-Playoff-Halbfinale mit Top-Favorit Kassel. Foto: Eibner

Coach Alex Dück sorgt mit seinem Bietigheimer Team im ersten DEL2-Halbfinal-Duell in Kassel für Furore. Peter Salmik nicht mehr in Freiburg. Travis Turnbull lässt Kaufbeuren hoffen.

Die Wild Wings sind im Urlaub. Aber ein Ex-Schwenninger rückt im DEL2-Playoff-Halbfinale gerade in den Mittelpunkt. Trainer Alex Dück bestreitet mit den Bietigheim Steelers seit Gründonnerstag die Playoff-Halbfinal-Serie gegen Kassel. Das erste Spiel gegen die Huskies (Modus „Best of 7“) gewannen die Bietigheimer mit 4:3 nach Verlängerung in Kassel.

 

Alex Dück hat in Bietigheim bisher eine großartige Arbeit geleistet. Am Ende der Saison 2023/24 sprang der damalige Co-Trainer als „Letzter Feuerwehrmann“ in der Playdown-Serie gegen Selb ein, konnte aber den Abstieg in die Oberliga nicht mehr verhindern. Die Verantwortlichen hielten aber an dem Doppelstädter fest. „Mein Weg ist hier noch nicht zu Ende“, hatte Alex Dück damals betont.

Nach nur einer Saison in der Oberliga schaffte der frühere Verteidiger mit Bietigheim im Frühjahr 2025 den sofortigen Aufstieg in die DEL2 und nun den Einzug ins Playoff-Halbfinale.

Bietigheim beantragt keine DEL-Lizenz

Die Bietigheim Steelers haben allerdings für einen eventuellen sportlichen Aufstieg in die DEL die Lizenz aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht gestellt. Dieser Sprung, so der Tenor in der Bietigheimer Führungsetage, käme wohl ein Jahr zu früh. Am Ostersamstag dürfte die EGE Trans Arena in Bietigheim in Spiel zwei gegen Kassel – besonders nach diesem Start-Paukenschlag – ausverkauft sein.

Übrigens: Von den DEL2-Halbfinalisten sind von den sechs DEL-Lizenzanwärtern nur noch Kassel und Krefeld übriggeblieben. Die Dresdner können also noch auf den Klassenerhalt in der DEL hoffen.

Tower Stars Ravensburg

Der Ex-Schwenninger Trainer Niklas Sundblad dürfte in den kommenden Tagen beim DEL2-Ligisten Ravensburg – nach Informationen unserer Zeitung – als Nachfolger des scheidenden Coaches Bohuslav Subr vorgestellt werden. Subr soll neuer Trainer des sportlichen Absteigers DEL-Absteigers Dresden werden. Dort wurde Sundblad Ende November entlassen.

Die Ravensburger schieden am vergangenen Dienstag nach dem siebten Playoff-Viertelfinal-Duell gegen Bietigheim aus.

EHC Freiburg

Beim Schwenninger Kooperationspartner wird nach dem geschafften Klassenerhalt in der DEL2 ein paar Tage lange tief durchgeatmet. Dann wollen die Breisgauer um Vorstand Michael Müller eine sportlichen Neuanfang vornehmen, der nicht noch einmal so eine Zittersaison beschert.

Die ersten personellen Entscheidungen sind bereits gefallen: Die Wölfe haben sich von ihrem langjährigen Sportlichen Leiter Peter Salmik getrennt. Top-Scorer Fabian Ilestadt und sein Sturmpartner Lynden McCallum bleiben – neben Trainer Juraj Faith ebenso Kilian Kühnhauser, Christoph Kiefersauer,Maximilian Leitner, Chris Billich, Freiburgs Urgestein Niko Linsenmaier und Alex De Los Rios.

Travis Turnbull lässt Kaufbeuren weiter hoffen

Übrigens: Der große Traditionsclub ESV Kaufbeuren ist in der DEL2-Playdown-Serie dem Abstieg am Donnerstag gegen Blue Devils Weiden erst einmal noch von der Schippe gesprungen. Mit einem 2:1-Sieg nach der zweiten Verlängerung verkürzten die Allgäuer in der Serie „Best of 7“ auf 2:3 und erkämpften sich ein sechstes Spiel am Ostersamstag in Weiden. Wer den entscheidenden Treffer schoss? Der Ex-Schwenninger Travis Turnbull um kurz nach 23 Uhr!