Die Wild Wings stehen auf dem Heimweg von Ingolstadt vier Stunden lang nachts auf der Autobahn. Was sich Coach Steve Walker für das letzte Spiel vor der Pause wünscht.
Die Wild Wings auf dem Heimweg am Sonntagabend von Ingolstadt nach Schwenningen: Es schneit – und dies nicht zu knapp. Auf der Autobahn liegen rund 20 Zentimeter Neuschnee. „Räumfahrzeuge haben wir lange nicht gesehen“, berichtet Phil Hungerecker. Vier Stunden lang geht – nicht nur für den Wild-Wings-Bus – gar nichts mehr voran.
„Irgendwann hatten wir, obwohl wir gleich nach dem Spiel etwas zu essen bekamen, wieder Hunger im Bus. Einige haben etwas gespielt, andere haben Filme geschaut“, erzählt Hungerecker weiter. Erst gegen drei Uhr früh am Montagmorgen war die Mannschaft zurück.
Im Hinblick auf das letzte Spiel vor der Olympiapause – am Dienstag (19.30 Uhr) daheim gegen München – „ist so eine Vorbereitung natürlich nicht toll, aber wir machen das Beste daraus“, betont Coach Steve Walker. Bei einer kleinen Trainingseinheit am Montagmittag schüttelten sich die Spieler die Müdigkeit raus.
Der Ist-Stand
Die Leistungen der Schwenninger stimmten am Wochenende gegen Köln (2:3) und in Ingolstadt (1:4) phasenweise. Doch unterm Strich stehen gegen die beiden Top-Teams null Punkte. Die Neckarstädter scheinen im Moment „festgenagelt“ auf Rang zehn mit 54 Zählern. Den achten Platz noch zu erreichen, um in den Preplay-offs Heimrecht zu haben, wäre wichtig, wird aber schwer.
Die Wolfsburger (8.) konnten mit dem 4:2-Heimerfolg gegen Dresden gegenüber den Wild Wings nun schon ein Acht-Punkte-Polster aufbauen.
Steve Walker und Mirko Höfflin
Steve Walker sah beim 1:4 in Ingolstadt Licht und Schatten bei seinem Team. Mit dem ersten Drittel (0:2-Rückstand) war der Schwenninger Trainer nicht zufrieden. „Ab dem zweiten Drittel sind wir gut ins Spiel reingekommen. Im letzten Abschnitt haben wir einige entscheidende Zweikämpfe nicht gewonnen.“
Angreifer Mirko Höfflin spricht ein aktuelles Kernproblem an: „Wir zeigen gute Leistungen, brauchen aber in den Spielen wieder mehr Konstanz.“
Mit München steht den Neckarstädtern das nächste Top-Team am Dienstag gegenüber. „Wir müssen die gefährlichen Zonen besser zumachen. Gute Mannschaften nutzen hier jede Möglichkeit. München hat gute Special Teams und spielt mit einem aggressiven Forechecking. Wenn wir erfolgreich dagegenhalten, können wir punkten“, blickt Steve Walker voraus.
Im Vergleich zum Gastspiel in Ingolstadt wird es keine personellen Veränderungen bei Schwenningen geben. Stürmer Danny O’Regan ist also nach seinem Infekt noch nicht wieder fit.
Das letzte Spiel vor der Pause
Die Münchner Mannschaft von Coach Oliver David zeigte am Sonntag in Mannheim (3:4 nach Penaltyschießen) eine starke Leistung in einer sehr attraktiven DEL-Partie. Die Münchner stehen auf dem dritten Rang. Wichtig war auch zuletzt für die Bayern, dass die lange verletzten Tobias Rieder und Schlussmann Mathias Niederberger, die beide zum Olympia-Aufgebot zählen, zurückkehrten.